Foto: Foto: Daimler AG

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… dass Lkw-Fahrer bald während der Fahrt lesen können?

Brummifahrer haben es schwer. Das Image in der Bevölkerung ist mies, die Arbeit überwiegend eintönig. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Unfallgefahr hoch. Das aber könnte sich ändern, wenn der Truck der Zukunft Realität wird.

Im Rahmen der Initiative „Shaping Future Transportation“ hat die Daimler AG den Future Truck 2025 entwickelt, der neben aerodynamischen Verbesserungen das autonome Fahren ermöglicht. Dank verschiedener Sensoren sowie Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen Fahrzeugen sowie Gegenständen (elektronische Schilder / Autobahnbrücken,
Leitpfosten etc.) vermag dieser Lkw nicht nur vollautomatisch zu fahren, er wird auch über alle Hindernisse, sich nähernde Rettungs- oder Baustellenfahrzeuge rechtzeitig informiert. Auf der BAB 14 nördlich von Magdeburg, einem in Kürze zu eröffnenden Autobahnteilstück, konnten sich Fachleute am 3. Juli 2014 ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Prototypen machen. Der Lkw fährt nicht nur völlig selbständig, sondern macht dies auch im Kolonnenverkehr. Er weicht Hindernissen – wie liegengebliebenen Fahrzeugen sowie sehr langsam vorausfahrenden Sattelzugmaschinen – selbständig aus. Der Fahrer muss nicht eingreifen.

Statt stupide in Kolonne zu fahren und stets aufmerksam zu sein, lassen sich im Future Truck 2025 Büroarbeiten oder Privatsachen erledigen. Der Lkw-Fahrer wird also zum Transportmanager an einem attraktiveren, rollenden Arbeitsplatz. Die Transport-Effizienz wird gesteigert, der Verkehr für alle Teilnehmer sicherer und der Kraftstoff und damit der CO2-Verbrauch weiter reduziert. Inklusive den aerodynamischen Verbesserungen lässt sich der Kraftstoff damit um 10 % senken.

Lediglich zu einem Überholvorgang soll der Fahrer noch manuell eingreifen müssen. Auch dies sei vollautomatisch möglich, allerdings solle der Fahrer auch ab und an noch am Verkehr teilnehmen, räumt Daimler ein. Am 17. April dieses Jahres wurde das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr von 1968 endlich von der Politik überarbeitet.

Es hatte solche autonomen Fahrsysteme bislang verboten. Weitere Gesetzesänderungen und -ergänzungen sowie Kommunikationsrichtlinien sind nötig, will man das Ziel der Realisierung des autonomen Fahrens bis zum Jahr 2025 erreichen. Neben Mercedes-Benz arbeiten auch andere Nutzfahrzeughersteller wie Scania an autonomen Fahrsystemen

Der Future Truck 2025 wird auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover dem Publikum erstmalig ungetarnt präsentiert. (Robert Ruthenberg)

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Digitalisierte Nutzfahrzeuge

Übergeordnetes Thema der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge ist die Vernetzung. Sie lässt sich jedoch nur mit einer besseren Netzabdeckung gestalten.

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Nutzfahrzeugbranche auf Zukunftskurs

Wurde bei der IAA Nutzfahrzeuge 2016 vorwiegend über Digitalisierung, vernetzte Nutzfahrzeuge und Elektromobilität gesprochen, präsentierten die Hersteller in diesem Jahr serienreife Ergebnisse.

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Mercedes-Benz Aerodynamics Truck und Trailer

Zur weiteren Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei Lkw und Sattelzügen hat Daimler im Rahmen seiner Initiative „Aerodynamics Truck & Trailer“ die Aerodynamik aktueller Fahrzeugkonzepte untersucht und zwei innovative und zugleich praxisgerechte Lösungen entwickelt.

Foto: Foto: Mercedes Benz

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Actros mit Brake- und Abbiege-Assistent

Als weltweit erster Hersteller bringt Mercedes-Benz Trucks nach eigenen Angaben die neuen Sicherheitsassistenzsysteme Active Brake Assist 4 (ABA 4) mit Fußgängererkennung und Abbiege-Assistent auf die Straße.

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