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… wie Dagobert den Schotter aus der Streugutkiste stahl?

Als der Kaufhauserpresser und Bombenleger Dagobert vor zwanzig Jahren die Polizei an der Nase herumführte, da konnten wir uns nicht so recht entscheiden. War er nun ein Held oder ein raffinierter Schurke? Heute wissen wir: Dagobert war ein Dummerchen.

Man muss zugeben, dass die Nummer mit der Streugutkiste in Berlin ein kluger Schachzug war. In eine solche Kiste, die sich am Berliner U-Bahnhof Britz-Süd befand, „möge die Polizei den Schotter deponieren“, schrieb Dagobert in einem seiner über dreißig Erpresserschreiben. Auch die Idee mit der Flucht über die Regenwasserkanalisation war nicht schlecht. Dass dieser Ort wenig attraktiv für eine Verfolgungsjagd ist, muss der Schlaumeier gerochen haben. Tage zuvor hatte er als Bauarbeiter verkleidet die Streugutkiste präpariert, die über einem Regenwasserschacht stand. Mit einer dünnen Betonschicht tarnte der Erpresser den Eingang zur Kanalisation. Obwohl die Polizei die Kiste eingehend untersucht hatte, blieb die Öffnung unentdeckt. Am Tag der Übergabe wartete Dagobert in seinem unterirdischen Versteck. Über ein Funkmikrofon konnte er hören, sobald etwas in die Kiste gelegt wurde. Dann muss alles sehr schnell gegangen sein: Dagobert zertrümmerte die dünne Betonschicht, schnappte sich das, was er für die Beute hielt, und verschwand im dunklen Kanal. Bis zu diesem Punkt könnte man meinen, dem Dieb sei ein großer Coup geglückt.

Doch das Gegenteil ist der Fall: denn das eigentlich Wertvolle, den Schotter nämlich, hat er vergessen mitzunehmen. Der lag noch da, unberührt in der Berliner Streugutkiste, so wie ihn Gott vor Millionen von Jahren geschaffen und wie ihn die Steine-Erden-Industrie mühevoll aus dem Berg gesprengt und mit Hingabe auf Streugutgröße heruntergebrochen hatte. Wie konnte einem cleveren Kerlchen ein solcher Fauxpas passieren? Wie muss Dagobert sich geärgert haben, als er das Missgeschick bemerkte? Das ganze Getue mit dem Verkleiden, dem Betonieren, dem Ausharren im muffigen Regenwasserschacht in Gesellschaft von Ratten und Kakerlaken und dann sowas.

Pech für Dagobert – Glück für uns. Denn so begleitet uns der nicht geklaute Schotter wieder durch den Winter, prasselt mit süßem Klang gegen unsere Windschutzscheibe, bleibt zuverlässig unter unseren Schuhen haften und zerkratzt unsere Parkettböden. Herrlich!

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Schüler lernen toten Winkel kennen

Was sieht der Fahrer eines Lkw? Und vor allem: Was sieht er nicht? Das sind die zwei Hauptfragen der Verkehrssicherheitsbeauftragten der Polizei, die zusammen mit Fünftklässlern der nahegelegenen Schulen in Berlin-Gatow bei der Aktion „Lkw und toter Winkel“ einmal im Jahr geklärt werden sollen.

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Liebe Grüße von Frau Schotter

Autokorrekturprogramme haben eine seltsame Macht. Sie verwandeln Namen auf wundersame Weise. Wie aus Frau Schroeter Frau Schotter wurde.

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Risikofaktor Baustellendiebstahl

Kriminalität im Baubereich schädigt die Branche jedes Jahr in Millionenhöhe. Neben dem Verlust meist hochwertiger Maschinen und Werkzeuge sind oftmals auch Verzögerungen im Bauverlauf zu verzeichnen. Eine zuverlässige Methode ist in diesem Kontext die intelligente Baustellenüberwachung mittels Videotechnik. Das Unternehmen Maibach aus dem münsterländischen Velen bietet mit Bau Watch ein Kamerasystem an, das die Baustelle zuverlässig rund um die Uhr im Blick hat.

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Pumpen-Shopping auf der bauma

Messen wie die bauma sind nicht vordergründig Verkaufsmessen, schon eher verschafft sich der geneigte Besucher einen Überblick, um hinterher zuzuschlagen. Der kauflaunige, noch dazu liquide Messe-Besucher, der auf der bauma einkaufen geht wie im Supermarkt, gehört also zu einer äußerst selten Spezies – aber es gibt ihn, wie Erwin Kopp, Geschäftsführer der Hydropipe Vertriebsgesellschaft mbH, aus eigener Erfahrung zu berichten weiß.