Technikgeschichte trifft auf Moderne: die historische Hanomag-Produktionshalle neben dem anspruchsvollen Hitec-Gebäude.
Foto: Volker Müller

Komatsu-hitec

15 Mio. Euro für die digitale Transformation

15 Mio. Euro hat Komatsu in Hannover in das Hitec investiert. Damit unterstreicht der japanische Konzern sein Bekenntnis zum Standort und bekräftigt seinen Anspruch auf Technologieführerschaft.

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VR-Room, Maschinensimulator, Drive Academy, digitale Transformation. Keine Frage, Komatsu hat sich viel vorgenommen, um am Standort Hannover smart Construction voranzutreiben. Gemeint ist damit das intelligente Entwickeln von Baumaschinen, aber auch der intelligente Bauprozess.

Digitalisierung mit Top-Bedeutung

„Digitalisierung hat für Komatsu eine absolute Top-Bedeutung!“ Das machte Göksel Güner, Geschäftsführer Komatsu Germany, in seiner Begrüßungsrede zur Eröffnung des Innovation & Technical Centers, kurz Hitec, deutlich. Das Gebäude wurde Anfang Oktober offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Neben dem Hitec gab es für die geladenen Gäste aus dem Spitzenmanagement von Komatsu, aus diplomatischen Kreisen sowie aus Landes- und Lokalpolitik einen weiteren Grund zu feiern: Vor exakt 30 Jahren übernahm Komatsu die Aktienmehrheit bei der Hanomag, 2002 wurde der Konzern alleiniger Anteilseigner.

100 Jahre Baumaschinenentwicklung

Diese Fakten rief Hiroyuki Ogawa, Präsident und CEO Komatsu Ltd., in seiner Rede in Erinnerung. Ogawa verwies auf die 184-jährige Tradition im Maschinenbau bei Hanomag. Aus der 1835 gegründeten Eisengießerei und Maschinenfabrik entwickelte sich im 19. Jahrhundert ein international renommierter Hersteller von Lokomotiven, Pkw und Lkw. Vor exakt 100 Jahren begann die Hanomag mit der Produktion von Baumaschinen. „Der Standort verfügt demzufolge über eine lange Tradition in der Entwicklung und industriellen Produktion“, betonte Ogawa und sicherte den insgesamt 750 Mitarbeitern in Hannover stets volle Unterstützung zu.

Die Baumaschine der Zukunft

150 Ingenieure, Vertriebs- und Marketingspezialisten werden in dem modernen Gebäude arbeiten und mit Unterstützung von Virtual Reality und Maschinensimulator die Baumaschinen der Zukunft entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Zukunftsthemen Digitalisierung, Vernetzung und Baustelle 4.0.

VR-Room für Forschung und Entwicklung

Ein wesentliches Instrument für die Forschung und Entwicklung ist der VR-Room. Er verfügt über vier Projektionswände, auf denen mit einer 3D-Brille komplette Baumaschinen und einzelne Bauteile betrachtet werden können. Die Bauteile können zu Trainings- oder Entwicklungszwecken ausgebaut oder verschoben werden. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit: Kunden können sich dort vor dem Kauf ein exaktes Bild von ihrer konfigurierten Baumaschine machen.

Unmittelbar am Demo- und Testgelände gelegen, bietet die Location zudem gute Möglichkeiten für Schulungen und Kundeveranstaltungen.

State oft the Art

Komatsu-Präsident Ogawa zeigte sich nach der Präsentation und kurzen Führung durch das Hitec sehr zufrieden. Sein Fazit: „Das Hitec ist State oft the Art! Es bietet das perfekte Umfeld, um den technologischen Fortschritt durch Komatsu Germany in Hannover voranzutreiben.“

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Komatsu konzentriert seine Kräfte

Komatsu bündelt seine Kräfte in Deutschland: Der Miningbereich in Düsseldorf und der Baumaschinebereich in Hannover verschmelzen zur Komatsu Germany GmbH. Die beiden Standorte bleiben jedoch erhalten. Die Geschäftsführung besteht aus Dr.-Ing. Norbert Walter (Vorsitzender), Taiichiro Kitatani, Göksel Güner und Tekeshi Asanuma.

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Komatsu ist zurück auf der Erfolgsspur

Gute Stimmung bei Komatsu: 2014 konnte der Baumaschinenabsatz in Europa um 13 % gesteigert werden, in Deutschland betrug der Zuwachs 9,6 %. Mit 1500 Baumaschinen wurde im Komatsu Hanomag-Werk Hannover die Vorjahreszahl um ganze 50 % erhöht. Das Unternehmen will seine Marktposition mit neuen Maschinen und Features wie der intelligenten Maschinensteuerung weiter stärken.

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Komatsu investiert 50 Mio. Euro

Komatsu lud im Februar zur Präsentation seiner neuen Radlader Serie 7 in das hannoversche Produktions-Werk. Der WA 380-7 und der WA500-7, die beide auf der bauma zu sehen sein werden, entsprechen den EU-Emissionsvorschriften der Stufe IIIB.

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Großbagger-Testgelände im Steinbruch

Im Steinbruch der Kalkwerke Oetelshofen bei Wuppertal testet Komatsu Deutschlands größten Bagger. Andreas Pinkwart, Nordrhein-Westfalens Minister für Wirtschaft und Digitales, hat sich die Maschine während seiner Sommerreise angesehen und auf dem Fahrersitz Platz genommen.