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Ein neuer Abschnitt der A 98 ist fertig
Foto: Autobahn GmbH Niederlassung Südwest
Ein neuer Abschnitt der A 98 ist fertig

Baustellen

4. Abschnitt der A 98 für den Verkehr freigegeben

Der Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hochrhein und der Anschlussstelle Rheinfelden-Ost der A 98 konnte Ende Dezember 2021 fertiggestellt werden.

Im Auftrag des Bundes wurde der 2,8 km lange Streckenabschnitt für die Verkehrsanforderungen der Zukunft gestaltet. Die Fertigstellung des Neubauabschnittes ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur am Hochrhein, sondern bringt auch eine verkehrliche Entlastung für die Stadt Rheinfelden mit sich.

Wesentlicher Bestandteil der A 98.4 ist der 480 m lange, zweiröhrige Herrschaftsbucktunnel, der in bergmännischer Bauweise hergestellt wurde. Trotz schwieriger geologischer Verhältnisse konnten die Tunnelvortriebsarbeiten nach fast 9 Monaten im Mai 2018 abgeschlossen werden. Der Rohbau, der die Herstellung der Tunnelabdichtung, der Beton­innenschale, der Fahrbahn und Entwässerung beinhaltete, wurde im Juni 2020 fertiggestellt. Die betriebstechnische Ausstattung, die im Dezember 2021 abgeschlossen wurde, liegt dabei teilweise sogar über den Anforderungen der aktuellen Regelwerke und Normen. Weitere wesentliche Ingenieurbauwerke im Streckenabschnitt sind das Kreuzungsbauwerk am Autobahndreieck Hochrhein sowie der östlich des Tunnels liegende Kaltluftdurchlass. Das Brückenbauwerk dient dem ungehinderten Abfluss von Kaltluft der nördlichen Talsenke und trägt zum Erhalt des bestehenden Mikroklimas bei.

Neben dem Bau der Straße und des Tunnels sind auch die ökologisch wertvoll angelegten Grünflächen und Kompensationsmaßnahmen bedeutsam. Hervorzuheben sind hierbei die 2 ehemaligen Tongruben bei Lörrach und Kandern als besondere Lebensräume für seltene Amphibienarten oder Vogelarten, die durch sehr komplexe Pflegemaßnahmen entwickelt wurden.

Die Gesamtbaukosten liegen bei ca. 135 Mio. Euro. Davon werden ca. 126 Mio. Euro vom Bund und 9 Mio. Euro vom Land Baden-Württemberg getragen.

Vom Baubeginn im Jahre 2009 bis Ende 2020 wurde die Maßnahme federführend vom Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Regierungspräsidium Freiburg, abgewickelt. Danach folgte der Projektübergang an die Autobahn GmbH.

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