Foto: Deges/René Legrand

Straßenbau

A 26 West: Baubeginn für den Lückenschluss

Symbolisch erfolgte der Spatenstich für den Neubau der A 26 West zwischen Niedersachsen und Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Der Bauabschnitt 4 der A 26 schließt mit 8,7 km Länge die Lücke zwischen Neu Wulmstorf in Niedersachsen und der A 7 in Hamburg. Nach geplanter Fertigstellung der A 26 in 2025 werden wie im gesamten Streckenverlauf 4 Fahrstreifen zur Verfügung stehen und die südlich gelegenen Wohngebiete entlang der B 73 verkehrlich entlasten.

Kein Wunder also, dass die politische Prominenz zum Spaten griff. Mit dabei waren: Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Berend Lindner, Niedersächsischer Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, und Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Deges.

Der Bauabschnitt

In Hamburg ist die A 26 in vier Abschnitte aufgeteilt: Die A 26 West wird als Abschnitt 4 bezeichnet; die A 26 Ost ist in die drei Planungsabschnitte 6a, 6b und 6c unterteilt. Das Planfeststellungsverfahren für die A 26 West wurde 2012 eingeleitet. Seit Juni 2019 besteht Baurecht für den Bauabschnitt 4 des länderübergreifenden Neubauprojekts A 26 West von Niedersachsen nach Hamburg.

Neben dem Neubau des neuen Autobahnkreuzes HH-Hafen zur Anbindung der A 26 an die A 7 werden an der Trasse zwischen der A 7 bis nach Niedersachsen bei Rübke/Neu Wulmstorf 17 Brücken hergestellt. Zudem ist die Herstellung eines 190 m langen Tunnelbauwerks geplant. Der neue Hafentunnel wird im östlichen Teil als Querung für die zu erweiternde Hafenbahn und im westlichen Teil als Grünbrücke gebaut. Im Zuge des Neubaus des Autobahnkreuzes HH-Hafen wird die A 7 nördlich und südlich des neuen Autobahnkreuzes auf 8 Fahrstreifen ausgebaut.

Die Trasse des Bauabschnitts ist gekennzeichnet durch seine besondere Lage zwischen dem Natur- und Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ und dem bekannten Obstanbaugebiet „Altes Land“. Aktuell laufen die Arbeiten zur Baufeldfreimachung mit der Kampfmittelsondierung, der Baustelleneinrichtung und deren provisorische Erschließung durch die Baustellenzufahrten.

Die besondere Lage der neuen A 26 erfordert eine nachhaltige und vorausschauende Herangehensweise bei der Inanspruchnahme der Flächen. Daher werden umfangreiche Maßnahmen im Vorwege realisiert, um das bestehende Gebiet trotz der erforderlichen Eingriffe so umzugestalten, dass die Ursprünglichkeit bewahrt und wiederhergestellt werden kann. So wurde für das gesamte Gebiet ein komplett neues Entwässerungskonzept aufgestellt: Es werden mehrere Wettern verlegt und neu hergestellt, neue Pumpanlagen geschaffen und zahlreiche Schilfbecken errichtet, um die Be- und Entwässerung während und nach dem Bau der A 26 zu schützen und aufrechtzuhalten.

Die Verbindungsfunktion der A 26

Die A 26 wird in Zukunft Norddeutschlands leistungsfähige Ost-West-Verbindung für die Verkehre südlich der Elbe. Im Zusammenspiel mit der A 20 bildet sie künftig die westliche Umfahrung Hamburgs und schließt an die A 7 in Hamburg an.

Über das neu zu errichtende Autobahnkreuz HH-Hafen bildet die A 26 im Osten die Verbindung zur A 1. Im Hamburger Raum wird sie entscheidend dazu beitragen, die Verkehre zu bündeln, das Stadtstraßennetz zu entlasten, den Straßenlärm in den Wohngebieten zu minimieren und den größten deutschen Seehafen im Süden der Stadt an das Autobahnnetz anzubinden.

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