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Foto: Westkalk
Die alte Edelsplittanlage von Westkalk stammt aus den 50er Jahren.

Rückbau

Abriss einer Edelsplittanlage 

Die Firma Westkalk beginnt in diesen Tagen im Werk Kallenhardt mit dem Rückbau und der fachgerechten Verwertung der Bestandteile der stillgelegten Edelsplittanlage.

Das alte Werk wurde Ende der 50er Jahre gebaut. Bis zum Jahr 2016 wurde hier Kalkstein zerkleinert, in verschiedene Splittkörnungen abgesiebt und auf Kunden-Lkw verladen. Seitdem wird in Kallenhardt mit einer neuen, leistungsstarken und energieeffizienten Anlage produziert. Die Abrissarbeiten werden von einem Tragwerksplaner begleitet und ziehen sich über mehrere Wochen hin. Mit Lärm- oder Staubbelästigungen für die Bevölkerung ist durch die behördlich genehmigte Rückbaumaßnahme nicht zu rechnen.

Vögel dürfen in Frieden brüten

Außerdem werden keine brütenden Vögel in Mitleidenschaft gezogen. „Wir haben von einer Gutachterin eine Artenschutzprüfung durchführen lassen und halten uns damit genau an die behördlichen Vorgaben,“ erklärt Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter bei Westkalk. Nachdem auch die Betonfundamente aus dem Boden entfernt sind, wird die Vertiefung mit eigenem Kalksteinschotter verfüllt und später als Parkfläche für mobile Großfahrzeuge und Ersatzteilcontainer genutzt. Der Standort wird nicht erneut bebaut.

Die Anlage wurde einst als steinernes Gebäude aus Beton und Bimssteinen mit einem hölzernen Dachstuhl errichtet und in den Folgejahren mit einem Anbau aus einer Beton- und Stahlkonstruktion erweitert. Das Rückbau-Projekt umfasst heute einen umbauten Raum von fast 3.500 m³. Nebenan befinden sich die neue Edelsplittanlage aus dem Jahr 2016 und die Feinstmahlanlage nebst Vorratssilos, sowie die Trockentrommel mit einem 50 m³-Heizöltank. Gerne hätte Westkalk das alte Gebäude schon früher abgerissen, musste aber warten, bis alle Einwendungen gegen den Neubau abgearbeitet und Einspruchsfristen abgelaufen sind.

Westkalk im Profil

Das Unternehmen wurde 2007 gegründet. Dahinter stehen die alteingesessenen Warsteiner Familienbetriebe Weiken, Risse und Köster. Jährlich werden rund 1,5 Mio. Tonnen Kalkstein in den Steinbrüchen in Warstein und Kallenhardt abgebaut. Westkalk liefert den Kalkstein vor allem in die Zementindustrie im Raum Erwitte, Beckum und Ennigerloh sowie an Kunden der Bauindustrie wie Betonwerke und Asphaltmischanlagen, aber auch in die Stahl- und Glasindustrie und in die Landwirtschaft. Der Kalkstein wird u.a. bei der Entschwefelung von Rauchgasen in Kraftwerken oder als Futtermittel eingesetzt. Westkalk beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter und gehört zu den führenden Unternehmen der Branche. US/RED

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