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Asphalt ist robuster als Pflaster

Seit 2010 gibt es auf der Höhenstraße in Wien eine Teststrecke, um herauszufinden, wie man die Verbindung von Cobenzl, Kahlen- und Leopoldsberg am besten saniert: mit Asphalt oder den historischen Pflastersteinen.

Nun gibt es die ersten Zwischenergebnisse: Im Pflasterabschnitt zeige sich bereits ein "Schadensbild" - und zwar vor allem in den "Kehrungen", also Kurven, und im Steilbereich. Dabei handle es sich um "Verschuppungen". "Das heißt, dass sich einzelne Steine drehen oder kippen, weil die Sandfugen etwa durch Regenwasser herausgespült oder durch die Sogwirkung der Reifen herausgezogen werden", erklärte Matthias Holzmüller, von der MA 28 (Straßenbau).

Man habe auf dem Testabschnitt bereits Instandsetzungsmaßnahmen durchführen müssen, beispielsweise "Steine wieder reinklopfen oder Fugen nachfüllen". Beim Asphalt-Pendant könne man hingegen lediglich die "üblichen" Abnützungen feststellen, so Holzmüller.

Drei Jahre schwelt nun schon der Konflikt um die geplante Sanierung der Wiener Höhenstraße. Die Stadt favorisiert schon alleine wegen der Kosten eine durchgängige Asphaltierung, das Denkmalamt macht sich für die Reparatur der historischen Pflastersteine stark. Der Hintergrund: Mit Beginn 2010 ist der Denkmalschutz für die Höhenstraße ausgelaufen. Das Bundesdenkmalamt hält die 14,9 Kilometer lange Straße aber nach wie vor für denkmalwürdig und prüft eine neuerliche Unterschutzstellung. Es geht um mehr als 100.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche, die zwischen 1934 und 1938 großteils aus Granitkleinsteinbelag errichtet wurde.

Bei der Stadt Wien gab man bereits 2010 zu bedenken, dass eine Neubepflasterung 30 Millionen Euro kosten würde. Zudem sei eine Fahrbahnoberfläche aus Millionen von Steinen nicht mehr zeitgemäß. Aufgrund der in nur drei Jahren entstandenen Schäden bei der Bepflasterung fühlt man sich nun bei Stadt in der Argumentation bestärkt. Eine endgültige Entscheidung fällt aber frühestens in einem halben Jahr. Denn die zuletzt bis Ende Juni anberaumte Testphase wurde noch einmal bis Jahresende verlängert. Bis dahin will man noch detailliertere Ergebnisse sammeln.

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