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Foto: Maike Sutor-Fiedler (Quelle: EAPA)
Die Entwicklung der Asphaltproduktion in Europa

EAPA

Asphaltproduktion in Europa sinkt

Laut den verfügbaren Produktionszahlen der europäischen Asphaltindustrie ist Deutschland wieder das Land mit der höchsten Produktion.

Die European Asphalt Pavement Association (EAPA) veröffentlichte „EAPA Asphalt in Figures 2019“. Demnach stieg im Jahr 2019 die Gesamtproduktion von Heiß- und Warmmischasphalt in den 28 EU-Staaten um 0,4% auf 241,4 Mio. t. Damit stieg sie das fünfte Jahr in Folge. Werden jedoch andere europäische Länder einbezogen (Norwegen, Schweiz, Türkei) verringerte sich die Gesamtproduktion um 6,1% (279,7 Mio. t). Dies ist insbesondere auf den starken Produktionsrückgang in der Türkei von 41,7 Mio. t im Jahr 2018 auf 23,5 Mio. t im Jahr 2019 (- 43 %) zurückzuführen ist. Damit löst Deutschland mit einer Gesamtproduktion von 40,0 Mio. t die Türkei an der Spitzenposition nach 2 Jahren wieder ab. Asphaltproduktionsland Nummer 2 in Europa ist Frankreich (35,8 Mio. t).

Höhere Auslastung

Auch wenn nicht aus allen Ländern Daten vorliegen, so nimmt auch die Anzahl der Produktionsstätten – mit Ausnahme von Großbritannien, Ungarn, der Slowakei und der Schweiz mit leichten Zuwächsen – ab. In Deutschland verringerte sich die Zahl von 585 auf 553 Asphaltmischanlagen. Lediglich 4 von ihnen verfügen über keinerlei technischer Ausrüstung zur Verarbeitung von Recyclingmaterial. In den Niederlanden sind alle 36 Asphaltmischanlagen auf das Recycling eingestellt, das damit die Spitzenposition vor Deutschland einnimmt, gefolgt von Dänemark (36 von 37).

Ebenso aus den Zahlen ablesbar ist, dass die Asphaltmischanlagen in Luxemburg und den Niederlanden mit der höchsten Auslastung aufwarten, gefolgt von jenen in Belgien, Slowenien und Großbritannien. Deutschland liegt erneut auf Platz 13 (von 24), auch wenn die Auslastung leicht anstieg.

Mehr Recycling aber auf niedrigerem Niveau

Deutschland ist auch Spitzenreiter bei der Wiederverwendung von Asphalt. Die recycelte Menge von 13,4 Mio. t entspricht 28 % der Menge, die für 18 Länder vorliegt und insgesamt 52,6 Mio. t beträgt. Nach Deutschland folgen Italien (9,5 Mio. t, 20 %), Frankreich (8,0 Mio. t, 17 %) und Großbritannien (6,1 Mio. t, 12 %).

70 % des Asphaltgranulates wurde erneut für Asphaltmischgut verwendet. 8 % wurden deponiert. 2018 waren es noch 76 % bzw. nur 4 %.

Warmasphalte auf dem Vormarsch

Die Produktion von Warm Mix Asphalt (WMA), einem wichtigen Instrument zur Reduzierung der Emissionen und des Energieverbrauchs, hat in den letzten Jahren allgemein zugenommen und 2019 mit einer Produktion von 7,9 Mio. t einen neuen Höchststand erreicht (6,8 Mio. t im Jahr 2018). Europameister in der WMA-Produktion war Frankreich mit 4,3 Mio. t, gefolgt von Norwegen (1,7 Mio. t). Letzteres ist besonders bemerkenswert, da in Norwegen die WMA-Produktion innerhalb von 3 Jahren verdreifachte. Die WMA-Produktion entspricht bereits 22,6 % der gesamten Asphaltproduktion im Land.

Modifizierte Bitumen

Das Recycling von Asphalt und der vermehrte Einsatz von Warmasphalten haben zur Folge, dass mehr und mehr modifizierte Bitumen eingesetzt werden. In fast allen Ländern, in denen Daten vorliegen, stieg deren Anteil oder blieb gleichauf. Deutliche Sprünge wurden in Österreich (von 15 auf 25 %) verzeichnet. Mit fast 32 % PmB-Anwendungen führt Belgien hier die Reihenfolge an. Erstmals verfügbar sind die Daten für die Schweiz, die mit 27,5 % aufwartet. In Deutschland sind es 26 %, das damit mit der Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik auf gleichem Niveau liegt.

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