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Einer von fünf Muldenkippern auf dem Weg in Richtung zwölfte Sohle
Foto: Zeppelin
Einer von fünf Muldenkippern auf dem Weg in Richtung zwölfte Sohle

Rohstoffgewinnung

Auf die 12 – Sooneck feiert und erweitert

Mit dem Tag des offenen Steinbruchs zelebrierten die Hartsteinwerke Sooneck und die de Beijer Groep 60 Jahre Betrieb des Standorts Trechtinghausen. Noch vor dem Jubiläum gab die Firma bekannt, den Steinbruch auszubauen.

Seit 1963 pachtet die zur deutsch-niederländischen Gruppe de Beijer gehörende Firma Sooneck den Steinbruch von der Gemeinde Trechtinghausen. Und die Partnerschaft geht weiter: In diesem Frühsommer vereinbarten das Unternehmen und die Gemeinde eine Verlängerung des Pachtvertrags um 25 Jahre mit einer Option um weitere 5 Jahre.

„Ohne die Pachteinnahmen vom Steinbruch könnte die Gemeinde Trechtingshausen öffentliche Einrichtungen wie die Rhein-Burgen-Halle, die Kindertagesstätte, das Heimatmuseum, die Sportanlage Pfaffenfeld und viele Straßen und Plätze nicht unterhalten“, sagte Ortsbürgermeister Herbert Palmes auf der Jubiläumsfeier. Hinzu komme, dass die Hartsteinwerke Sooneck mit beinahe 30 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe gehörten.

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„Wir investieren langfristig in den Standort Trechtingshausen“, versprach Han de Beijer, Unternehmenslenker des Familienkonzerns de Beijer Groep, auf der Feier zum 60-jährigen Jubiläum der Hartsteinwerke Sooneck
Foto: Hartsteinwerke Sooneck
„Wir investieren langfristig in den Standort Trechtingshausen“, versprach Han de Beijer, Unternehmenslenker des Familienkonzerns de Beijer Groep, auf der Feier zum 60-jährigen Jubiläum der Hartsteinwerke Sooneck

Mehr Platz für die Gewinnung

Neben der Verlängerung der Pacht haben sich die Parteien auch auf einen Ausbau des Steinbruchs verständigt. Die Abbaufläche vergrößert sich um 6.000 m². Damit erfolgt die Rohstoffgewinnung künftig auf 12 Sohlen oberhalb des Rheins. Der Tagebau erstreckt sich so über rund 320 Höhenmeter.

Sooneck baut seit Jahrzehnten im Steinbruch Quarzitische Grauwacke ab – ein Material, das im Beton-, Wasser-, Straßen- und Galabau sowie in der keramischen Industrie zum Einsatz kommt. Zudem dienen die Produkte des Steinbruchs dem Hochwasserschutz entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse. Ebenso werden sie genutzt, um den Küstenschutz in der Niederlande zu erhalten und zu erweitern.

Übrigens: Der terrassenförmige Steinbruch zwischen dem Ort und der Burg Sooneck ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Im Jahr 2029 wird der Steinbruch Sooneck an der Bundesgartenschau mitwirken. Dazu bietet der Betrieb an, seinen Standort mit Projekten am Rhein, auf der Burg Sooneck und im Tagebau planerisch in die Bundesgartenschau einzubeziehen. (MSM/RED)

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Die Abbaustätte profitiert direkt von der geografischen Lage am Rhein
Foto: Zeppelin
Die Abbaustätte profitiert direkt von der geografischen Lage am Rhein

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