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Foto: Yokohama Off-Highway Tires
Die Reifen der Galaxy HTSR 400 Baureihe wurden für Muldenkipper mit Knicklenkung und Radlader entwickelt.

Reifentechnologie

Auf Gummis Rappen

Da gibt es noch keine Alternative: Skw und Dumper rollen auf Reifen durch den Steinbruch. Wir haben uns umgesehen, welche Neuentwicklungen der Markt zu bieten hat.

Das schwedische Unternehmen Trelleborg, Trelleborg Wheel Systems hat Anfang des Jahres neue Größen der Baureihen EMR 1042 und EMR 1051 herausgebracht. Die Serie EMR 1042 wurde für knickgelenkte Muldenkipper und Radlader entwickelt, die in Steinbrüchen, auf Baustellen oder im Landschaftsbau zum Einsatz kommen. Durch ihren verstärkten Gummiringschutz an der Seitenwand sollen die Vertreter dieser Reifenlinie besonders robust und langlebig sein. Zudem sollen die Profile eine hohe Traktion auf unterschiedlichsten Untergründen wie Sand, Felsen oder Schotter bieten. Trelleborg erweitert die Größen-Range der Reihe um die Dimensionen 23.5 R25 und 26.5 R25

Auch die Reifen der Baureihe EMR 1051 sind laut Herstellerangaben für den harten Baustellen- oder Steinbruch-Einsatz konzipiert. Dank eines extra tiefen Profils und einer optimierten Gummimischung ermögliche werde bei den Produkten eine bessere Lastverteilung erreicht. Dies wiederum steigere den Fahrkomfort und verbessere die Kraftstoffeffizienz. Insgesamt sollen vier neue Größen der EMR 1051-Familie in den Handel kommen: 20.5 R25, 23.5 R25, 26.5 R25 und 29.5 R25. „Wie alle unsere Spezialreifen für industrielle Einsätze verfügen auch die Profile der erweiterten EMR-Serie über ein hochmodernes Design. Sowohl die Vertreter der EMR 1042- als auch die der EMR 1051-Reihe bieten eine überlegene Traktion und Haltbarkeit sowie einen verbesserten Schutz vor Beschädigungen“, wirbt Marcello Mantovani, Produktmanager Construction bei Trelleborg Wheel Systems.

OTR-Radialreifen Galaxy HTSR 400

Der erst 2019 eingeführte Galaxy HTSR 400 (E-4/L-4), einer der modernsten radialen OTR-Reifen für den Berg- und Erdbau, ist jetzt in zwei neuen, besonders schnitt- und hitzebeständigen Varianten verfügbar. Die speziellen Mischungen würden die Hitze- bzw. Schnittbeständigkeit des Reifens und damit die anwendungsspezifischen Eigenschaften der Baureihe nochmals verbessern, betont der Hersteller. Je nach den individuellen Einsatzanforderungen können Kunden nun zwischen Standard, Schnitt- und Hitzebeständigkeit in jeweils drei Größen wählen.

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Foto: Yokohama Off-Highway Tires Die Baureihe der Galaxy HTSR 400 (E-4/L-4) besteht nun aus 9 Artikeln (SKUs) mit drei Gummimischung.
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Foto: Trelleborg Reifen der Reihen EMR 1042 und EMR 1051 sind für den Einsatz auf Baustellen und in Steinbrüchen ausgelegt

Die Reifen der Galaxy HTSR 400 Baureihe wurden für Muldenkipper mit Knicklenkung und Radlader entwickelt, die mit schweren Lasten in extremen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden. Sie verfügen über eine robuste Ganzstahl-Radialkonstruktion sowie einen speziellen Gürtel und einen Seitenwandschutz. Das tiefe Profil, die offene Profilgestaltung und das Verhältnis von Stollen zu Profilrillen wurden bewusst gewählt, um eine hervorragende Traktion, verbesserte Selbstreinigungseigenschaften und eine lange Lebensdauer der Reifen zu gewährleisten.

Wahlmöglichkeit macht den Unterschied

Kunden, die Muldenkipper (E-4) etwa im Bergbau einsetzen, können sich für den HTSR 400 mit der hitzebeständigen Komponente entscheiden. Diese Mischung wurde speziell für Anwendungen entwickelt, die Einsätze mit schweren Lasten über größere Distanzen mit hohen Geschwindigkeiten und langen Einsatzzeiten erfordern, ohne dass die Reifen dabei überhitzen. Den Schnitt- und Ausbrechschutz können Kunden für Einsatzbereiche wie z. B. Steinbrüche wählen, in denen unebenes, scharfkantiges und abrasives Gelände ein dauerhaft hohes Risiko von Einschnitten mit sich bringt, wie es häufig in der Arbeitsumgebung von Radladern (L-4) der Fall ist. Darüber hinaus sorgt die hohe Schnittresistenz für einen geringen Verschleiß, eine höhere Haltbarkeit und eine längere Lebensdauer der Reifen. Reifen mit der Standardmischung bieten eine optimierte, zwischen schnitt- und hitzebeständiger Version angesiedelte Lösung und können entsprechend unter allen Bedingungen gleichermaßen gut eingesetzt werden.

„Mit der Erweiterung des HTSR 400 Reifenprogramms um die beiden neuen Varianten ‘schnittresistent‘ und 'hitzebeständig‘ stellen wir sicher, dass Besitzer und Betreiber von Maschinen im Schwerlastbetrieb auf Baustellen, im Bergbau und in vergleichbaren Arbeitsumgebungen die beste Wahl treffen und die beste Leistung erhalten können – auf ihre Anwendung und ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten – und das bei minimalen Ausfallzeiten", sagt Pravin Job, Verkaufsleiter Westeuropa für die Marke Galaxy (als Teil von Yokohama Off-Highway Tires).

Continental erweitert General Tire Reifenportfolio

Continental erweitert das General Tire Reifenportfolio für die Erdbewegungsindustrie um den Reifen General TE95. Der Reifen soll eine hohe Traktion insbesondere bei Bodenverdichtungsarbeiten im Straßen- und Bauwesen aufweisen und ist mit der V.ply Technologie ausgestattet. Mit dieser Erweiterung wächst das General Tire Reifenportfolio auf insgesamt 18 Reifenspezifikationen für die Erbewegungsindustrie. Anfang 2020 wurden die ersten General Tire Erdbewegungsreifen gelauncht – mittlerweile umfasst das Portfolio insgesamt 14 Größen, die sowohl auf Radladern und Planierraupen aber auch auf Muldenkippern und Schürfzügen zum Einsatz kommen.

General TE95: Hohe Stabilität und Traktionsleistungen

Die optimierte Reifenkontur des General TE95 sorgt bei Baufahrzeugen wie Walzenzügen für gleichmäßige Druckverteilung. Das hält die Böden auf dem Baugelände bei Verdichtungsarbeiten glatt. Sandige, matschige oder steinige Böden, können für Baufahrzeuge jedoch zur Herausforderung werden. Die geometrischen, robusten Profilblöcke des General TE95 stellen daher eine kontinuierliche Traktionsleistung bei unterschiedlichen Bodenbedingungen sicher. Wie bei allen EM-Reifen von General Tire sorgt die V.ply-Bautechnologie auch beim TE95 für starke Seitenwände und bietet einen optimalen Schutz gegen Reifenpannen und -schnitte.

Schadensresistenz und hohe Tragfähigkeit

Alle Reifenlinien profitieren von der innovativen V.ply-Technologie. Die V.ply-Technologie vereint die Vorzüge von Diagnolreifen und Radialreifen, durch Integration eines in speziellen Winkeln angelegten Webmusters aus verschiedenen Strängen. Da Stahlcord keine optimale Verbindung zwischen Karkasse und Kautschukhülle ermöglicht, wird bei der V.ply-Technologie ein hochfestes Polymer eingesetzt. Die Karkasse eines General Tire V.ply-Reifens besteht aus bis zu 22-Schichten Diagonalfasern, die in drei Drahtkerne eingebettet und präzise in einem V-Muster ausgerichtet sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Cross-Ply-Reifen sind die sich kreuzenden Textilschichten eines V.ply-Reifens in einem Winkel von etwa 30 Grad angeordnet. Zusammen mit den Seitenwandschichten sorgt dies für eine erhöhte Reifensteifheit und ermöglicht ein höheres Maß an Stabilität und Haltbarkeit bei plötzlichen Bewegungen und Kurvenfahrten.

Neue Radladerreifen von Goodyear

Goodyear präsentiert ein neues Sortiment an Radladerreifen mit 3*-Eigenschaften. Das Equipment in Maschinenparks ist heute leistungsfähiger und schwerer als früher. Die Reifen für diese Geräte müssen mit der laufenden Entwicklung Schritt halten, um einen effizienten Einsatz zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat Goodyear eine Auswahl an Pneus aus seinem bestehenden Produktportfolio an Radladerreifen mit 3*-Eigenschaften aufgewertet.

Die Aktualisierung umfasst 18 der insgesamt 30 Größen aus dem Produktprogramm mit den Modellen RT-4D/5D, RL-4K/5K und RL-3S/5S. Die Reifen mit 3*-Markierung zeichnen sich durch eine stärkere Radial-Karkasse mit größerem Wulstbereich und stärkeren Karkassdrähten aus. Sie bieten deshalb eine bis zu 18 Prozent höhere Traglast-Kapazität im Vergleich zu Reifen mit 2*-Eigenschaften mit dem Ziel, die Kosten pro Stunde zu senken. Das neue Design ist darauf ausgelegt, selbst unter den extremen Bedingungen Ausfallzeit zu reduzieren. Die im Bergbau gestellten Anforderungen werden ebenfalls erfüllt.

Schaufelschwingung reduziert

Ausgestattet mit der Goodyear Hi-Stability-Technologie bringen diese neuen Reifen ausgeprägte Vorteile mit sich. Die innovative radiale Konstruktion der Seitenwand bietet höhere Stabilität zur Reduktion von Schaufelschwingungen und gibt Fahrern größeres Vertrauen in die Sicherheit von Beladungsvorgängen. Eine durch minimierte Einfederung und erhöhte Resistenz verbesserte Stabilität und Steuerung trägt dazu bei, die Lebensdauer des Reifens zu verlängern.

Goodyear hat das neue Sortiment auf der virtuellen Hillhead Show (30.–31. März 2021), dem Branchen-Event für Steinbruch, Bau und Recycling, vorgestellt. Die neuen Reifen wurden zusammen mit TPMS Heavy Duty präsentiert, dem branchenführenden Reifendruckkontrollsystem von Goodyear, das Echtzeitinformationen zum aktuellen Reifenzustand bietet. Damit werden Ausfallzeiten reduziert und die Kraftstoffeffizienz sowie die Fahrersicherheit erhöht. Die Produktlebensdauer steigt, die CO2-Emissionen sinken.

„Innovation steht im Mittelpunkt unserer gesamten Tätigkeit, vom Design über die Produktion bis zur Bereitstellung unserer modernen Produkte, mit denen Unternehmen täglich überzeugende Ergebnisse erzielen. Mit unseren innovativen 3*-Radladerreifen profitieren die Betreiber von Maschinenparks von höherer Traglast-Kapazität und höherem Reifendruck für einen sicheren Betrieb bei herausfordernden Einsätzen“, sagt Octavian Velcan, Managing Director OTR-Reifen EMEA bei Goodyear. Die Radladerreifen RT-4D/5D, RL-4K/5K und RL-3S/5S mit 3*-Eigenschaften werden sukzessive bis Ende 2022 in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeführt.

App für Reifensensorpositionierung

Schmitz Cargobull entwickelt nicht nur seine Fahrzeuge kontinuierlich für mehr Kundennutzen weiter, auch die Service- und Dienstleistungen rund um die Fahrzeuge gewinnen immer mehr an Bedeutung und stehen bei den Weiterentwicklungen im Fokus. Eine dieser Entwicklungen ist die neue TrailerConnect TyreManager-Applikation. Mit dieser Anwendung können die Reifensensoren nach einem Reifentausch oder Reifenwechsel einfach vom Kunden selbst konfiguriert werden und alle relevanten Reifendaten stehen umgehend im TrailerConnect Portal wieder zur Verfügung. Zeitaufwendige Werkstattaufenthalte werden minimiert und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöht. Mit der Anwendung können mit nur wenigen „Klicks“ die Sensoren nach einem Reifenwechsel oder Sensortausch der neuen Radposition zugewiesen werden.

Hierzu wird lediglich der auf dem Sensor aufgedruckte QR-Code mit einem mobilen Endgerät gescannt und in der Anwendung neu konfiguriert. Die Zuweisung der neuen Sensoren erfolgt dabei durch die Positionsänderung einzelner Reifen, den Tausch der Achsposition oder dem Anlernen neuer Sensoren, wenn ein neues Rad montiert wurde. Die Applikation zur Konfiguration und Verwaltung der verbauten Schmitz Cargobull Reifensensoren eines Trailers ist kostenfrei. Es entstehen keine Kosten für eine zusätzliche Diagnosesoftware.

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Foto: Goodyear Goodyear präsentiert ein neues Sortiment an Radladerreifen mit 3*-Eigenschaften.

Reifentechnologie

Wohin geht die Reifen-Reise?

Selbst wenn Baumaschinen fliegen könnten – zurück auf dem Boden der Tatsachen kommen Off-The-Road-Reifen ins Spiel. Wir sprachen mit David Anckaert, verantwortlich für Goodyear-Nutzfahrzeug-Reifen in Europa, und Frank Loeb, Vertriebsleiter für Goodyear-OTR-Reifen in der D-A-CH-Region, wie sich Reifen in der Zukunft entwickeln werden.

Foto: Hatz

E1-Technologie

Hatz für den Diesel Progress Award nominiert

Die Motorenfabrik Hatz ist mit ihrer E1-Technologie als einer von vier Finalisten für den Diesel Progress Award in der Kategorie „Achievement of the year” (Errungenschaft des Jahres) nominiert.

Foto: Metso

Verschleißschutz

Mulde mit Gummi

Zwei Metso Truck Bodies gehen in Mitteleuropa in Betrieb.

Foto: Foto: Straensanierer

Archiv

Kampf den Kaugummis!

Ein sauberes Erscheinungsbild ist selbst erklärtes Ziel vieler Städte und Kommunen. Vielerorts versucht man daher sich der Altlasten unachtsam weggeworfener Kaugummis zu entledigen. Allerdings ist die Entfernung meist mit erheblichen Kosten und personellem Einsatz verbunden. Abhilfe der klebrigen Überbleibsel versprechen die Straßensanierer aus Unterfranken.

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