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Baukonjunktur Juni 2022: „Immer mehr Auftraggeber treten auf die Investitionsbremse“ – warnt HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller.
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Baukonjunktur Juni 2022: „Immer mehr Auftraggeber treten auf die Investitionsbremse“ – warnt HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller.

Baukonjunktur

Auftraggeber treten auf die Bremse

Nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) befand sich der Auftragseingang im Juni und im ersten Halbjahr deutlich im Minus.

Das Statistische Bundesamt meldete für Juni einen preisbereinigten Rückgang des Auftragseingangs (Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat von 13,1 Prozent (kalenderbereinigt: - 11,2 Prozent), im Vergleich zum Vormonat (saison-, kalender- und preisbereinigt) von 5,5 Prozent. Für das gesamte erste Halbjahr wird mittlerweile ein reales Minus von 3,0 Prozent ausgewiesen (kalenderbereinigt: - 3,5 Prozent). „Immer mehr Auftraggeber treten auf die Investitionsbremse. Angesichts des dringenden Modernisierungsbedarfs unserer Infrastruktur und dem hohen Bedarf an Wohnraum ist das ein folgenschweres Signal. An unseren Verkehrswegen, Schulen und Wohngebäuden dürfen wir nicht sparen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Vom Ordereinbruch sei nach wie vor der Wohnungsbau mit einem realen Einbruch im Juni von 16,6 bzw. im gesamten ersten Halbjahr von 7,1 Prozent am stärksten betroffen.

Wirtschaftstiefbau hat zugelegt

Müller: „Im Gegensatz zum Vormonat, in dem der Wirtschafts- und der Öffentliche Bau die Lage etwas entspannt haben, wird für Juni auch hier ein realer Orderrückgang ausgewiesen. Insbesondere der Wirtschaftshochbau ist eingebrochen. Die Verunsicherung scheint nun auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie der Dienstleistungsbranche erreicht zu haben.“ Demgegenüber hätten der Wirtschaftstiefbau – der zum großen Teil von der Bahn dominiert wird – sowie der Öffentliche Hochbau entgegen dem Branchentrend zugelegt. Dies hätte aber nicht ausgereicht, um die Rückgänge in den anderen Sparten auszugleichen.

Auch der Umsatz (Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) sei weiter im Minus: „Die schwache Auftragslage aber auch die nach wie vor vorhandenen Lieferengpässe haben die Umsätze im Juni preisbereinigt um 11,3 Prozent zurückgehen lassen. Für das erste Halbjahr wird damit mittlerweile ein reales Minus von 2,7 Prozent ausgewiesen“, fasst Müller die baukonjunkturelle Lage zusammen.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. (HS/RED)

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