Foto: Lichtgut

KI

Automatisierte Erfassung von Straßenschäden

Der Startschuss für ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hockenheim, 16 Partnerkommunen und der Stuttgarter vialytics GmbH, bei dem Straßenschäden automatisiert erfasst und ausgewertet werden, ist gefallen.

Inhaltsverzeichnis

Zum Auftakt des Projekts hatten die Stadt Hockenheim und die vialytics GmbH an den Hockenheimring eingeladen, der dann auch beispielhaft befahren wurde.

Die Technik zur Erfassung

Denn bei der automatisierten Erfassung von Straßenschäden werden Smartphones mit der App des Unternehmens an den Windschutzscheiben von kommunalen Nutzfahrzeugen installiert und die gesammelten Bild- und Erschütterungsdaten auf einer gemeinsamen Web-Plattform verarbeitet.

Die Besonderheit des Projektes besteht in der automatischen Auswertung aller in den 16 Kommunen erfassten Daten. Durch die erhebliche Vergrößerung des neu gewonnenen Datenbestandes wird das Qualitätsniveau der digitalen Auswertungen deutlich gesteigert werden. Als Folge davon sind automatisierte Vorschläge für gemeinsame Sanierungsplanungen und Ausschreibungen geplant, die zu hohen Kosteneinsparungen der beteiligten Kommunen führen können. Die Anwendung ist dabei datenschutzkonform, denn es werden keine Gesichter oder personenbezogene Daten erfasst und gespeichert.

Die Effekte

„Mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz wird es zukünftig möglich sein, die Nutzungsdauer von Straßen und Wegen zu verlängern und zugleich Unterhaltskosten zu sparen. Gemeinsam mit unseren Kommunen bringen wir die Digitalisierung auf die Straße und die Bürgerinnen und Bürger profitieren davon gleich mehrfach. Sie kommen dank besserer Straßen nicht nur schneller und sicherer voran. Die digitale Technik trägt auch dazu bei, kommunale Haushalte zu entlasten und die Umwelt zu schonen“, erläuterte Baden-Württembergs Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich der Auftaktveranstaltung des Projekts. Das Hockenheimer Gemeinschaftsprojekt bezeichnete er als ein Musterbeispiel für die großen Chancen, die sich ergeben, wenn Kommunen und Wirtschaft bei der Digitalisierung kooperieren.

Die Zusammenarbeit

Um Innovationspartnerschaften zwischen Kommunen und der Mobilitätswirtschaft zu fördern, rief das Land Baden-Württemberg zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden den Wettbewerb InKoMo 4.0 ins Leben. Die Gewinner dieses Wettbewerbs werden mit insgesamt 1,7 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt unterstützt. Rund 250.000 Mio. Euro erhält das Hockenheimer Gemeinschaftsprojekt.

Die Geschäftsstelle von InKoMo informierte bislang mehr als 200 Kommunen und Unternehmen und unterstützte die Bildung neuer regionale Allianzen. Daneben bietet die Online-Plattform des Projekts Kommunen und Unternehmen eine weitere Vernetzungsmöglichkeit.

Am Projekt „Automatisierte Erfassung von Straßenschäden“ der Stadt Hockenheim und der Stuttgarter vialytics GmbH sind die Kommunen Allensbach, Böblingen, Ebersbach, Eschenbach, Esslingen, Gerlingen, Heiningen, Konstanz, Nagold, Rosenfeld, Schlierbach, St. Georgen, Uhingen, Weinstadt, Weissach (Böblingen) und Weissach im Tal beteiligt.

„Die Stadt Hockenheim hat mit ihren 16 Partnerstädten einen perfekten Prototypen für die Skalierungsidee von InKoMo initiiert“, so Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg. „Vialytics hat eine innovative Lösung – nützlich für kleine und große Städte – auf den Markt gebracht, die nun in einem großen Verbundprojekt auf viele Kommunen ausgedehnt wird.“

„Wir freuen uns, dass es so vielen Kommunen wichtig ist, ihren Bürgerinnen und Bürgern gute Straßen bieten zu können und unsere Technologie sie dabei unterstützt. Unsere Partnerkommunen zeigen, dass die öffentliche Verwaltung sehr wohl offen für Innovationen und KI-Technologie ist“, schätzte Danilo Jovicic, Geschäftsführer der Stuttgarter vialytics GmbH, ein.

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