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ein Überblick über die Projekte in diesem Jahr
Foto: Verkehrsministerium Baden-Württemberg
Ein Überblick über die Projekte in diesem Jahr

Straßenbau

Baden-Württembergs Maßnahmenprogramm für die Sanierung 2022 steht

420 Mio. Euro für den Erhalt von Bundes- und Landesstraßen und 81 geförderte neue kommunale Straßenbauprojekte sollen in diesem Jahr in Baden-Württemberg umgesetzt werden.

Der Erhalt von bestehender Infrastruktur geht dabei vor deren Neubau.

Bundes- und Landesstraßen

Das Investitionsvolumen für die Erhaltung des Straßennetzes im Land beträgt 2022 rund 420 Mio. Euro. Der Bund stellt in diesem Jahr für die Erhaltung seiner Bundesstraßen in Baden-Württemberg voraussichtlich rund 260 Mio. Euro zur Verfügung, weitere 161 Mio. Euro investiert das Land in den Erhalt seiner Landesstraßen.

Das Programm umfasst landesweit vor allem die Sanierung von 250 km Fahrbahnen an Bundesstraßen sowie die Sanierung von 190 km Fahrbahnen an Landesstraßen. Im Bundes- und Landesstraßennetz sollen mehr als 250 neue Erhaltungsmaßnahmen im Jahr 2022 auf den Weg gebracht werden. Im Sanierungsprogramm 2022 sind mehr als 50 Erhaltungsmaßnahmen an Brücken sowie rund 30 Erhaltungsmaßnahmen an Stütz- und Lärmschutzwänden enthalten.

Neue kommunale Straßenbauprojekte

Das Land hat 81 neue Investitionsprojekte mit einem Volumen von 217 Mio. Euro in das Förderprogramm Kommunaler Straßenbau aufgenommen. Darunter sind zahlreiche Maßnahmen zur Brückenmodernisierung und zur Schaffung verkehrsberuhigter Ortsmitten. Dies bedeutet eine Verdreifachung des Förderbedarfs bei den Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr. 2021 waren es 78 Programmanmeldungen im Volumen von 68 Mio. Euro.

Dabei steigt die Zahl der Brückenprojekte im Kommunalen Straßenbau seit Jahren an. Im Jahr 2020 waren es 8, im Jahr 2021 bereits 30 und im Jahr 2022 sind es 42 neue Maßnahmen zur Brückenmodernisierung. Somit ist jedes zweite neu angemeldete Vorhaben eine Maßnahme zur Modernisierung von Brücken. Auch bezogen auf das Fördermittelvolumen beträgt der Bedarf für die Brückenprojekte mit fast 114 Mio. Euro rund die Hälfte aller neu in das KStB-Programm aufgenommenen Bedarfe.

Bei innerörtlichen Straßen ist ebenfalls eine spürbare Erhöhung des Fördervolumens von 30 auf knapp 43 Mio. Euro zu verzeichnen. 13 von insgesamt 23 Projekten haben hier die Schaffung einer lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitte zum Ziel. Das zeigt das Interesse der Kommunen an einem Paradigmenwechsel in der Straßenraumgestaltung.

Im Förderprogramm des Kommunalen Straßenbaus befinden sich insgesamt 468 Maßnahmen mit einem Fördervolumen von 860 Millionen. Euro. Angestoßen werden damit bei den Kommunen Gesamtinvestitionen von rund zwei Milliarden Euro. Insgesamt zwei Drittel der Maßnahmen im Programm sind den „außerörtlichen” und ein Drittel den „innerörtlichen” Fördertatbeständen zuzuordnen.

Rückblick 2021

Insgesamt setzte Baden-Württemberg für die Bundesstraßen im letzten Jahr 551 Mio. Euro um, und zwar für laufende Aufgaben der Unterhaltung und des Betriebs sowie für Baumaßnahmen. Die Investitionshöhe liegt 9 % unter dem gesetzten Ziel für 2021. Als Ursache dafür werden Lieferengpässe bei Baumaterialien und Personalausfälle aufgrund der Corona-Pandemie sowie der Weggang von eingearbeitetem Personal und Spezialisten zur Autobahn GmbH genannt.

Von den 551 Mio. Euro wurden 222 Mio. Euro für die Erhaltung von Bundesstraßen investiert (2020: 206 Mio. Euro). Es wurden insgesamt 247 km Fahrbahnen und 90 Bauwerke (Brücken, Tunnel, Stütz- und Lärmschutzwände usw.) an Bundesstraßen saniert. Bei den Bedarfsplanmaßnahmen des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) wurden 165 Mio. Euro eingesetzt (2020: 148 Mio. Euro). In den Um- und Ausbau („Kleinmaßnahmen“) wurden 34 Mio. Euro investiert (2020: 42 Mio. Euro).

In das Landesstraßennetz investierte das Land im vergangenen Jahr 346 Mio. Euro (2020: 392 Mio. Euro). Der Rückgang bei den Landesinvestitionen ist insbesondere auf wegfallenden Planungsaufwendungen für Bundesautobahnen ab 2021 zurückzuführen. Die Planungsaufwendungen einschließlich sächlicher Verwaltungsausgaben betrugen 63 Mio. Euro (2020: 97 Mio. Euro). In die Erhaltung des Landesstraßennetzes flossen 153 Mio. Euro (2020: 159 Mio. Euro). Mit diesen Geldern wurden 244 km Fahrbahnen und 77 Bauwerke saniert. Für wichtige Maßnahmen bei Ortsumgehungen und beim Aus- und Neubau im Bereich der Landesstraßen wurden 42 Mio. Euro (2020: 45 Mio. Euro) investiert. Auf dem Niveau der Vorjahre lagen die Investitionen in die Unterhaltung von Landesstraßen mit 73 Mio. Euro. Für den Bau von Radwegen an Landesstraßen wurden 10 Mio. Euro investiert (2020: 13 Mio. Euro). In den Bau von Radwegen an Bundesstraßen flossen ebenfalls 10 Mio. Euro, wie bereits im Vorjahr.

Tipp: Zum Herunterladen finden Sie die Maßnahmenlisten der Regierungspräsidien.

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