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Bauabfälle zu 90 Prozent verwertet

Aus dem kürzlich in Berlin erschienen Monitoring-Bericht Kreislaufwirtschaft Bau geht hervor, dass die Verwertungsquote von mineralischen Bauabfällen, wie Straßenaufbruch oder Abbruchmaterial aus dem Hochbau, ungewöhnlich hoch ist. Sie liegt bei über 90 %, weit mehr als von der EU-Abfallrahmenrichtlinie gefordert.

„Mineralische Bauabfälle werden heute nahezu vollständig wiederverwertet. Dadurch werden Deponien entlastet und Primärrohstoffe geschont“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden, Michael Basten. Seine Aussage stützt sich auf den erst kürzlich erschienen Monitoring-Bericht Kreislaufwirtschaft Bau, der im Zweijahresturnus Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle dokumentiert. Demnach werden 12 % des Bedarfs an Gesteinskörnungen inzwischen durch Recycling-Baustoffe gedeckt. „Von den 192 Mio. Tonnen mineralischen Bauabfällen, die in 2012 anfielen wurden 175 Mio. Tonnen bzw. 91 % einer umweltverträglichen Verwertung zugeführt“, so van Basten. Mit einer Verwertungsquote von 95,5 % bei den körnigen Fraktionen, für die die EU-Abfallrahmenrichtlinie zukünftig eine mindestens 70-%ige Verwertung fordert, schießt die Initiative im Sinne der Ressourcenschonung bereits heute deutlich über das Ziel hinaus. „Insbesondere im Straßenbau, wo das Aufbruchmaterial als wertvolle Ressource zu fast 99% unmittelbar wieder verwendet wird, haben die Unternehmen mit Erfolg in innovative Gewinnungs- und Recyclingtechnologien investiert“ begründet Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die aktuellen Verwertungserfolge. „Das ist vorbildlicher Ressourcen- und Umweltschutz.“

Foto: Abbildung: Kreislaufwirtschaft Bau

Nach Angaben von Wolfgang Türlings, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe, hätten güteüberwachte RC-Baustoffe und Böden nirgendwo zu einer schädlichen Veränderung der Boden- oder Grundwasserqualität geführt.

Mantelverordnung kann zu Verknappung von Deponieräumen führen

Besorgt zeigt sich die Bauwirtschaft daher beim Thema Mantelverordnung, mit der die Verwertung mineralischer Abfälle bundeseinheitlich neu geregelt werden soll. „Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und der Erhalt wertvollen Deponieraums sind das Ziel der Rückführung von mineralischen Bauabfällen in den Stoffkreislauf. Natürlich ist dabei ein ausreichender Schutz des Bodens und des Grundwassers zu gewährleisten. Die erforderliche Balance ist mit den bisher geplanten Vorgaben der Mantelverordnung aber noch nicht gelungen“, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes. „Wir erwarten widerspruchsfreie Bewertungsgrundlagen und eine klare Zuweisung der abfallrechtlichen Verantwortlichkeiten in allen Phasen des Umgangs mit mineralischen Bauabfällen“, ergänzt Michael Knipper.

Vor dem Hintergrund der nicht nur in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg immer knapper werdenden Deponieräume warnen Experten davor, durch zu strenge Grenzwerte im Entwurf der Mantelverordnung das Recycling und die stoffliche Verwertung zu erschweren. „Die Mantelverordnung muss prioritär auf die Tagesordnung und zügig in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Umweltschutz und Recycling formuliert werden. Bereits heute sind fehlende Deponiekapazitäten lokal erkennbar. Die fehlenden Kapazitäten drohen perspektivisch auch in anderen Bundesländern, wenn die aktuell in der Diskussion stehenden Anforderungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe an den Grundwasser- und Bodenschutz so umgesetzt würden.“

„Mit Blick auf den gegenwärtigen Entwurf der Mantelverordnung ist festzustellen, dass trotz des langen und steinigen Weges, der bereits hinter uns liegt, noch immer Überarbeitungsbedarf besteht“, fasst Jasmin Klöckner, Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe, den aktuellen Diskussionsstand zusammen. „Dennoch sehen wir einer zeitnahen und sachgerechten Lösung positiv entgegen, wenn Bund, Länder und Wirtschaft nun konstruktiv zusammenarbeiten.“

Foto: Quellen: Statistisches Bundesamt/Monitoring-Bericht Kreislaufwirtschaft Bau

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Kreislaufwirtschaft ist eine Erfolgsgeschichte

Die Kreislaufwirtschaft am Bau läuft rund. Das geht aus dem aktuellen Monitoring-Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau hervor. Danach werden in Deutschland weiterhin rund 90% aller mineralischen Bauabfälle umweltverträglich verwertet.

Foto: Foto: Visions-AD - Fotolia.com

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Hohe Verwertungsquoten für Bauabfälle

Seit 1996 veröffentlicht die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau, ein Verbund der deutschen Bauwirtschaft, regelmäßig Monitoring-Berichte mit den Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle. Mitte März nahm Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, den aktuellen Monitoring-Bericht „Mineralische Bauabfälle“ entgegen.

Foto: Foto: BBS

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Weiterhin starker Wert

Die Verwertungsquote bei mineralischen Bau-Abfällen bleibt hoch. Weiterhin werden rund 90 % aller mineralischen Bauabfälle umweltverträglich verwertet. Das zeigt der aktuelle Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau, den das Bundesbauministerium jüngst entgegen genommen hat.

Foto: ZDB

Interview mit Christine Buddenbohm

„Potenziale für die Kreislaufwirtschaft werden verschenkt“

Auf der einen Seite ein Monitoring-Bericht, der suggeriert, alles in Ordnung, auf der anderen Seite verzweifelte Bauunternehmen, die nicht wissen, wohin mit den ausgebauten mineralischen Abfällen und Bodenaushub. Wie steht es aktuell um das Wiederverwenden von Baustoffen?

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