Image
Umsatz Baumaschinen- und Baustoffanlagen.
Foto: VDMA
Umsatz Baumaschinen- und Baustoffanlagen.

VDMA

Baumaschinenindustrie optimistisch gestimmt

Der Auftragseingang in der Baumaschinenindustrie lässt die Hersteller mit Produktionsstandort Deutschland beruhigt auf das Jahr 2022 blicken. Der deutsche Markt bleibt der Stabilitätsanker unter den Märkten, so ein Fazit der Online-Pressekonferenz, die der VDMA e.V. am 17. Februar 2022 durchgeführt hat.

Überschattet wird der positive Gesamteindruck jedoch von der Tatsache, dass derzeit noch unklar ist, wann die Unternehmen den Umsatz erzielen können, da das Material weiterhin knapp ist und Lieferkettenprobleme die Produktion von Baugeräten verzögern. Die Statistik zeigt deutlich eine Schere zwischen Auftragseingang und Umsatz.

Straßenbaumaschinen mit höchster Umsatz-Steigerung

Erfreulicherweise gleicht der Umsatz des Jahres 2021 die pandemiebedingte Delle wieder aus. Die Baumaschinen- und Baustoffanlagenbranche erzielte mit 16,7 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Baumaschinensektor schaffte dabei mit 12,4 Milliarden Euro ein Plus von nominal 18 Prozent. Der Auftragseingang lag bei plus 53 Prozent. Der Exportumsatz betrug 8,1 Milliarden Euro, der Inlandsumsatz lag bei 4,3 Milliarden Euro. Ebenso erfreulich ist es, dass Hochbau-, Erdbewegungs- und Straßenbaumaschinen eine homogene Verteilung zeigen. Straßenbaumaschinen konnten mit 22 Prozent Umsatzplus die höchste Steigerung erzielen. Diese Entwicklung katapultiert die Branche zurück auf das Rekordniveau von 2018/19. Dennoch sind in diesem Jahr die Erwartungen für den Umsatz zurückhaltend. Das größte Risiko liegt nach der Erfahrung vieler Hersteller in den fortdauernden Störungen bei Zulieferungen. „Wir schieben eine Welle an Aufträgen vor uns her, die wir vermutlich bis ins Jahr 2023 mitnehmen müssen, wenn die Situation so bleibt“, befürchtet Joachim Strobel, Vorsitzender der Fachgruppe Baumaschinen im VDMA. „Trotz voller Auftragsbücher kann die Branche für das laufende Jahr nur von einem Umsatzplus von maximal 7 Prozent ausgehen. Auch die Erträge werden hinter unseren Erwartungen zurückbleiben, weil wir mit enorm gestiegenen Kosten zu kämpfen haben.“

Konjunkturprogramme beflügeln die USA und Europa

Die USA, Europa und China bleiben die wichtigsten Marktregionen und stellen zusammen 75 Prozent des Weltmarktes. Der Baumaschinenabsatz des Jahres 2021 stieg in den USA um 30 Prozent und in Europa um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. China schwächelt mit einem Rückgang von 7 Prozent. Weltweit stieg der Absatz insgesamt um 18 Prozent, ohne China um 32 Prozent. Trotzdem bleibt das Land weiterhin größter Einzelmarkt. Vielversprechend für die nächsten Jahre ist der US-Markt. Dank umfangreicher Konjunkturprogramme könnten in den Vereinigten Staaten für den Bausektor goldene Zeiten anbrechen. Auch in Europa wirken die in der Pandemie gestarteten Konjunkturprogramme in den nächsten 2 bis 3 Jahren stützend. In China ist die Entwicklung dagegen weiterhin unsicher, da hier das Risiko einer Immobilienkrise nach wie vor präsent ist.

In Deutschland ist der Absatz von Baumaschinen im vergangenen Jahr um knapp 10 Prozent gestiegen, und auch im laufenden Jahr ist die Nachfrage aus den Abnehmerbranchen unverändert hoch. Dieser Boom wird sogar dem Fachkräftemangel und Materialengpässen trotzen können.

Megatrends der bauma

Oben auf der Agenda stehen bei den Baumaschinenherstellern die Aufgaben CO2 zu reduzieren, die Digitalisierung voranzubringen und maschinelle Automatisierungsprozesse weiterzuentwickeln. Dies sind auch Schwerpunktthemen der bauma, die in diesem Jahr vom 24. bis zum 30. Oktober in München stattfindet. „Wir alle freuen uns auf unsere Präsenzmessen. Endlich können wir wieder in einem großen Rahmen zeigen, welche technischen Fortschritte wir bereits erarbeitet haben, damit wir die klimapolitischen Ziele erreichen“, betont Franz-Josef Paus, Vorsitzender des VDMA Fachverbands. Um die genannten Megatrends inhaltlich abzubilden, wurden die fünf Kategorien des diesjährigen bauma-Innovationspreises angepasst. Diese lauten nun „Klimaschutz“, „Digitalisierung“, „Maschinentechnik“, „Bauen“ und „Forschung“.

Wichtige Links:

Foto: Abbildung: VDMA

Archiv

Deutsche Baumaschinenindustrie bleibt optimistisch

Die deutsche Baumaschinenindustrie hat das Jahr 2017 mit einem Umsatzplus von 15 % gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. Der Branchenumsatz betrug damit 10,8 Mrd. Euro. Die Branche wuchs im vierten Jahr in Folge. Auch der Auftragseingang lag am Jahresende um 19 % höher. 2018 sollte daher ein weiteres sehr gutes Jahr werden. Die Industrie rechnet mit einer Umsatzsteigerung von 8 %.

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.