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Vertreter aus Deutschland und Dänemark griffen zum Spaten für ein länderübergreifendes Projekt
Foto: Deges
Vertreter aus Deutschland und Dänemark griffen zum Spaten für ein länderübergreifendes Projekt

Baustellen

Baustart für den Fehmarnbelt-Tunnel

In Puttgarden sind die Bauarbeiten zum Fehmarnbelt-Tunnel mit dem offiziellen ersten Spatenstich gestartet.

Zum feierlichen Start der Bauarbeiten auf der deutschen Seite kamen unter anderem Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Enak Ferlemann und der dänische Transportminister Benny Engelbrecht auf der Tunnelbaustelle bei Puttgarden zusammen.

Chancen für Europa und Schleswig-Holstein

Schneller über Fehmarn nach Dänemark reisen – das soll ab 2029 möglich sein. Denn dann wird die Fahrt durch den neuen Fehmarnbelt-Tunnel nur noch 7 Minuten mit dem Zug oder 10 Minuten mit dem Auto dauern. Kein Wunder also, dass die angereiste Prominenz sich freudig äußerte.

„Der Fehmarnbelt-Tunnel rückt nicht nur Kopenhagen näher an Hamburg heran, sondern entfaltet auch enorme Wirkung für Schleswig-Holstein“, hob Verkehrsminister Buchholz beim Spatenstich hervor.

Für Staatssekretär Ferlemann schließt sich hier insbesondere eine Lücke im europäischen Verkehrsnetz: „Dies ist eines der größten und bedeutendsten Verkehrsinfrastrukturprojekte Europas im laufenden Jahrzehnt. Es dient dem Zusammenwachsen in Europa und fördert die Entwicklung und den Austausch von Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus.“

Auch der dänische Transportminister Engelbrecht freute sich, dass das Infrastrukturprojekt auf Fehmarn nun Fahrt aufnimmt: „Wir arbeiten auf beiden Seiten des Fehmarnbelts auf das gemeinsame Ziel hin.“

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Die Überwindung des Fehmarnbelt
Foto: Deges Die Überwindung des Fehmarnbelt

Stand der Bauarbeiten

Seit 3. November 2020 besteht Baurecht für den Fehmarnbelt-Tunnel in Deutschland. Auf deutscher Seite wurden bereits 2019 Bauvorbereitungen vor allem im Umweltbereich getroffen. Zudem wurde die Baustelle bei Puttgarden erschlossen, u.a. durch Frisch- und Abwasserleitungen, Stromkabel und Baustraßen sowie 2 Umspannwerke, um die Baustelle mit Strom zu versorgen.

Seeseitig startete im Herbst 2021 der Aushub des Tunnelgrabens im deutschen Teil des Fehmarnbelts sowie der Bau der küstennahen Anlagen östlich des Fährhafens Puttgarden.

Auf dänischer Seite bwegann im Sommer 2020 der Bau des Arbeitshafens bei Rødbyhavn. Der Umriss des dänischen Tunnelportals ist bereits gut erkennbar. Im Juli 2021 folgten unter anderem die Aushubarbeiten für den 18 km langen Tunnelgraben. Ende 2023/Anfang 2024 soll die Fabrik für die Tunnelelemente mit der Fertigung beginnen. Geplant ist, das erste Tunnelelement 2024 abzusenken.

Darüber hinaus ist auch die Landgewinnung vor der Küste Lollands in vollem Gange, insgesamt entstehen rund 300 ha Natur- und Erholungsgebiete.

Mit Planung, Bau und Betrieb des Fehmarnbelt-Tunnels ist die dänische Projektgesellschaft Femern A/S beauftragt. Für den deutschen Straßenteil des Tunnels hat das Land Schleswig-Holstein die Deges beauftragt.

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