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Bauwerks-Check mit Drohnen

Die Asfinag setzt seit diesem Jahr bei der Sicherheitsüberprüfung von Bauwerken auch auf Drohnen. Das ändert den Blickwinkel und führt vor allem bei schwierig zugänglichen Brücken oder Talübergängen zu verbesserten Erkenntnissen.

Mit dem Projekt R2F – Ready to fly – hat die Asfinag im vergangenen Jahr erstmals beim Bauwerk-Checks Drohnen eingesetzt, und das mit Erfolg. „Wir eröffnen uns mit dem Einsatz von Drohnen neue technische Möglichkeiten“, sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der Asfinag Service GmbH, „damit können wir die Arbeitssicherheit für die Prüfenden erhöhen und auch an exponierten Stellen optimal den Zustand eines Bauwerkes erkennen.“

Ein weiterer Vorteil: das Erfassen großer Flächen und die neue Ansicht aus der Vogelperspektive. „Drohnen ergänzen die ingenieurtechnische Beurteilung vor Ort“, erläutert Kienreich, „denn Drohnenflüge sind derzeit teilweise noch mit relativ hohem Aufwand verbunden. Ihr Einsatz lohnt sich aktuell vorrangig in schwer erreichbaren Arealen, bei komplexen Bauwerken und speziellen Anwendungsfällen. Dort sind Drohnen die idealen „fliegenden Helferleins“ für unsere Mitarbeitenden.“

Während des Pilotversuches im vergangenen Jahr wurden von der Asfinag sechs Überprüfungen, darunter jene der 190 m hohen Europabrücke auf der A 13 Brenner Autobahn, durch den Einsatz von Drohnen unterstützt. Durchgeführt wurden das Projekt und die Pilotversuche gemeinsam mit der Firma Bladescape. Das in Schwechat ansässige und international agierende Unternehmen ist spezialisiert auf autonome Zustandserfassung und Digitalisierung von Industrieobjekten mittels unbemannter Luftfahrzeugsysteme.

Mehr als 15.000 Bauwerke wie Brücken, Tunnel, Stützmauern und Lärmschutzwände kontrolliert die ASFINAG am Autobahnen- und Schnellstraßen-Netz in Österreich regelmäßig. Aus den Ergebnissen leitet die Abteilung des Asset Managements mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern notwendige Maßnahmen zur Erhaltung ab. Wie oft und nach welchen Intervallen derartige Kontrollen erfolgen, ist abhängig vom Bauwerk und in den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen festgelegt. So werden beispielsweise Brücken – im Schnitt 2.000 pro Jahr – mindestens alle zwei Jahre kontrolliert und alle sechs Jahre – im Schnitt 350 pro Jahr - auf Herz und Nieren überprüft.

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Streit um Brückenverfall

Die Bauunternehmen in Baden-Württemberg sind derzeit zufrieden. Erfreulich sind die Mehrausgaben im Öffentlichen Bau. Hier gab es im 1. Halbjahr ein Plus um 10,8 %, wobei der Straßenbausektor um 12,5 % zulegte. Sorge bereitet der Bauwirtschaft der nach wie vor schlechte Zustand zahlreicher Brücken im Land. Das Landesverkehrsministerium widerspricht.

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Tiefbau mit Augmented Reality

Wie wird sich das geplante Bauwerk in das vorhandene Gelände einfügen? Welche Probleme können während des Bauprozesses entstehen? Wie steht es um die Anpassung an die bereits bestehende unterirdische Infrastruktur? Antworten auf diese Fragen gibt Site-Vision, das Augmented Reality-System von Trimble.

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Talbrücke Rälsbach wird verstärkt

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm hat mit umfangreichen Brückenbauarbeiten auf der A 45 zwischen den Anschlussstellen Siegen-Süd und Wilnsdorf in Fahrtrichtung Frankfurt begonnen.

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Verband warnt vor Milliarden-Rückstau

Nach Ansicht des Städte- und Gemeindebundes Niedersachsens (NSGB) kommen auf die Kommunen steigende Kosten für die Sanierung maroder Brücken zu. „Ich befürchte, dass ihre Zahl deutlich zunehmen wird, da wir generell viel zu wenig in den Unterhalt investieren", schätzt der NSDB-Vorsitzende Marco Trips ein. Zudem seien viele Brücken einst statisch nicht für den heutigen Schwerlastverkehr ausgelegt worden.