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Gegen die Blow-Up-Gefahr

Um in Zukunft sogenannte „Blow-Ups“ – das plötzliche Aufplatzen von Beton-Fahrbahnen – zu vermeiden, hat das Land Baden-Württemberg ein umfangreiches Sanierungsprogramm aufgelegt. Auf 48 km der betroffenen Autobahnabschnitte laufen die Arbeiten bereits.

Die Gesamtkosten dafür liegen nach Berechnungen aus dem Jahr 2015 bei 300 Mio. Euro. Diese Summe stellt das Land aus dem Erhaltungsprogramm des Bundes zur Verfügung. Hinzu kommen Sonderkosten etwa für Brücken, die in den betroffenen Abschnitten mit saniert werden müssen sowie die Preissteigerung über die Jahre.

Im Sommer 2015 hatten in Baden-Württemberg Temperaturen von mehr als 30 Grad über mehrere Tage hinweg zu insgesamt fünf Hitzeschäden auf Bundesfernstraßen in Betonbauweise geführt. Wegen dieser Vorfälle und der anhaltenden Hitzeprognose hatte das Verkehrsministerium seinerzeit die vier Regierungspräsidien im Land angewiesen, bei anhaltend hohen Temperaturen Tempolimits von 80 Kilometern pro Stunde und Verkehrswarnungen für Autobahnen mit Betonfahrbahnen anzuordnen.

Infolge der Schadensfälle auch in anderen Bundesländern hatte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur ständigen Teilnahme an der Expertengruppe „Fahrbahndecken aus Beton – Hitzeschäden“ eingeladen, um den Sachstand bezüglich der Hitzeschäden 2015 zu erörtern und die weitere Vorgehensweise zu vereinheitlichen. Die Erkenntnisse und Festlegungen aus dieser Expertengruppe haben als Entscheidungsgrundlage gedient, um das weitere Vorgehen in Baden-Württemberg für 2016 festzulegen: Künftig werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen nur noch tagsüber in der Zeit von 10 bis 20 Uhr verhängt.

Mittelfristig sollen die Betondecken auf allen betroffenen Fahrbahnabschnitten im Land ausgetauscht werden. Nach vorläufigen Erhebungen sind etwa 270 km Richtungsfahrbahnen betroffen, davon im Regierungsbezirk Stuttgart 172 km und im Regierungsbezirk Karlsruhe 98 km. Spätestens im November 2016 werden insgesamt 48 km Richtungsfahrbahn erneuert sein. Die betroffenen Abschnitte befinden sich auf der A 5, der A 6, der A 656, der A 7, der A 8 und der A 81. Das Sanierungsprogramm soll binnen zehn Jahren umgesetzt werden.

Als kurzfristige Maßnahme zur wirksamen Vorbeugung gegen weitere verkehrssicherheitsgefährdende Hitzeschäden wurde bei vielen Fahrbahnen, die nach 2018 saniert werden, der Einbau von Entspannungsstreifen eingeführt. Alle vorliegenden Erkenntnisse haben ergeben, dass bei Streckenabschnitten mit Entspannungsbereichen aus Asphalt keine direkte Gefahr von Hitzeschäden mehr gegeben ist. In welchen Bereichen die Entspannungsstreifen eingebaut werden, wird nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden, da die Entspannungsstreifen bei der späteren Sanierung wieder ausgebaut werden müssen, sowie auf Grundlage der kurzfristigen Umsetzbarkeit. Für die übrigen Betonfahrbahnen in Baden-Württemberg, welche bis Ende 2018 saniert werden (60 %) sind temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen nach wie vor erforderlich.

Foto: Abbildung: Verkehrsministerium Baden-Wrttemberg

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Ergebnisse der Zustandsbewertung

Bei den Bundesstraßen hat sich im Vergleich zu 2011 der Gesamtzustandswert von 3,2 auf 3,0 verbessert. Der im Jahr 2016 erhobene Gesamtzustandswert der Landesstraßen verbesserte sich gegenüber der letzten Erfassung aus dem Jahr 2012 von 3,5 auf 3,4.

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„Blow-Ups": Bekämpfung auf Autobahnen

Es ist Sommer und auf zahlreichen Straßen treten sie nach mehreren aufeinanderfolgenden heißen Tagen wieder auf. Die „Blow ups“. Für die Bundesfernstraßen gibt es einen Aktionsplan.

Foto: Verkehrsministerium Baden-W??rttemberg

Baden-Württemberg

Jahresprogramm für Erhaltung und Sanierung des Straßennetzes steht

In diesem Jahr sind 515 Mio. Euro für den Erhalt und die Sanierung von Straßen in Baden-Württemberg eingeplant. Die Sanierung der Bundesfern- und Landesstraßen läuft auf Hochtouren und umfasst etwa 300 Maßnahmen. So steht es im vorgelegten Sanierungsprogramm 2019. Hinzu kommt ein spezielles Programm für Steigungsstrecken.

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Betonautobahnen platzen vor Hitze

Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben auf zahlreichen Autobahnen Schäden verursacht. Betroffen sind nach Informationen des ADAC vor allem die Autobahnen A 3, A 7, A 92, A 93 und A 94 in Bayern, doch auch aus anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg werden durch Hitze hervorgerufene Fahrbahnaufwölbungen („Blow-ups“) gemeldet.

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