Im Bau-Simulator kann das Fahren eines Radladers geübt werden.
Foto: Bauwirtschaft in Baden-Württemberg

Kampagne „Bau – Dein Ding“

Bundesweite Werbung um Baunachwuchs

Die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg hat es vorgemacht, nun wird die Kampagne „Bau – Dein Ding“ bundesweit ausgeweitet. Damit wirbt die Branche um den Baunachwuchs.

Inhaltsverzeichnis

Eine Ausbildung in der Bauwirtschaft ist vielseitig, abwechslungsreich und bietet gute Zukunftsaussichten. Die Branche boomt und ist wie kaum eine andere auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Dennoch finden nach wie vor zu wenige Jugendliche über eine Ausbildung den Weg in die Bauwirtschaft. Die zahlreichen Möglichkeiten und Karrierewege sind offenbar zu wenig bekannt. Häufig herrscht nicht nur bei Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei Eltern und Lehrern und teilweise sogar in der Berufsberatung noch die Vorstellung einer ausschließlich körperlich fordernden Tätigkeit, die keine darüber hinausgehenden Herausforderungen bietet.

„Bau-Dein Ding“ seit 2012 in Baden-Württemberg

Wie wenig dies der Realität entspricht soll die neue, bundesweit angelegte Kampagne der Verbände der Bauindustrie zeigen, die anlässlich des Tags der Bauindustrie letzte Woche in Berlin vorgestellt wurde. Als Vorlage diente die 2012 seitens der Bauwirtschaft Baden-Württemberg ins Leben gerufene Kampagne „Bau-Dein Ding“, die Jugendlichen auf attraktive Weise die über zwanzig Ausbildungsberufe sowie die Karrieremöglichkeiten der Bauwirtschaft vorstellt.

www.bau-dein-ding.de

Kernelement der Kampagne ist die Online-Informationsplattform www.bau-dein-ding.de. Dort besteht zukünftig u.a. die Möglichkeit einer bundesweiten Ausbildungsplatzsuche. Flankiert wird das Informationsangebot durch regionale Informationsveranstaltungen, Messeauftritte und Schulaktivitäten.

Mutproben im Bau-Bus

In Baden-Württemberg wird hierzu u.a. der Bau-Bus eingesetzt. In dem mit vielen Action-Angeboten ausgestatteten Bus haben Schüler die Gelegenheit, die vielfältigen Bauberufe auf ungewöhnliche Weise kennenzulernen. Ein beliebtes Highlight des Bau-Busses ist die sogenannte Bau-Box, in der die Schüler virtuell sportliche Mutproben erleben können. So besteht hier die Möglichkeit, auf einer Slackline zu balancieren, Longboard zu fahren oder aus 70 m Höhe einen Bungee-Sprung zu wagen.

Bau-Simulator zeigt alle Facetten des Bauens

Auch der Bau-Simulator, bei dem sich die Besucher hinter das Steuer eines virtuellen Radladers setzen und Gesteinsbrocken mit der Baggerschaufel bewegen können, ist ein einmaliges Erlebnis. Außerdem gibt es eine Station mit VR-Technik: Mittels Datenbrille betritt man die Welt des Trendspiel-Klassikers „Minecraft“. In rasanter Fahrt saust der Spieler in einer Baustellen-Lore durch die realitätsnahe Szenerie – Bagger, Kran, Rohbau, Ausbau – alle Facetten des Bauens sind zu sehen.

Fühlbar und Bau-Memory

Neben dieser kurzweiligen und informativen Technik haben die Schüler während des Besuchs im Bau-Bus aber auch Zeit, sich mit der Baumaterie vertraut zu machen: An der Fühlbar können Baustoffe in die Hand genommen werden, um deren Gewichte und Größen zu schätzen. Im Bau-Memory ist Erinnerungsvermögen gefragt. Die Baumaschinensteuerung wiederum verlangt Fingerspitzengefühl: Mit einem Minibagger müssen fünf Würfel exakt auf bestimmten Positionen platziert werden. Der Bau-Bus wird pro Jahr von ca. 20.000 Schülern besucht.

Die Bauindustrie erhofft sich mit der neuen Kampagne, Jugendliche und ihr Umfeld mit der modernen Welt des Bauens und den verschiedenen Berufen der Bauwirtschaft stärker vertraut zu machen und ihnen die Freude einer Tätigkeit am Bau zu vermitteln.

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