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CO2-neutraler Betrieb von Verbrennungsmotoren

Deutz, Köln, möchte Marktführer für innovative Antriebe werden und gibt sein aktuelles TCD-Motorenprogramm für den Einsatz alternativer Kraftstoffe frei. Damit wird die CO2-Bilanz von Verbrennungsmotoren nochmals deutlich verbessert und perspektivisch sogar ein CO2-neutraler Betrieb möglich.

Deutz_alternativBlick in die Kölner Motorenproduktion.Foto: Deutz

Der Motorenhersteller geht damit den nächsten Schritt bei der Entwicklung nachhaltiger und effizienter Antriebssysteme. In Kombination mit der Elektrifizierung der Motorenpalette möchte Deutz die Nase bei umweltfreundlichen Antrieben vorn haben.

In niedrigen Leistungsbereichen ist der alleinige Einsatz von Elektromotoren bereits heute sinnvoll möglich – in mittleren und schweren Anwendungen, wie Baumaschinen oder Traktoren, ist der Verbrennungsmotor als Hauptantriebsquelle jedoch bis auf weiteres nicht ersetzbar. Während die Elektrifizierung hier im Hybrid-Verbund die Effizienz verbessern kann und ein Downsizing des Motors ermöglicht, besteht bei der Wahl des Kraftstoffs noch erhebliches Potenzial, den klassischen Verbrenner umweltfreundlich zu betreiben.

Der Hersteller gibt jetzt die Baureihen TCD 2.9 / 3.6 / 4.1 / 6.1 / 7.8 / 12.0 / 16.0 in der aktuellen EU-Stufe IV/US Tier 4 sowie alle älteren Motoren ohne Abgasnachbehandlung für den Einsatz von sogenannten paraffinischen Dieselkraftstoffen und Biodiesel bzw. Biodiesel-Blends frei. Paraffinische Dieselkraftstoffe umfassen eine große Bandbreite verschiedener Produkte. Aktuell werden vor allem sogenannte HVOs (Hydrogenated Vegetable Oil) großtechnisch aus nachhaltigen Pflanzenölen und Gebrauchtfetten erzeugt. Perspektivisch werden zudem E-Fuels Teil des Spektrums, die auf Basis von regenerativem Strom einen klimafreundlichen, CO2-neutralen Motorenbetrieb ermöglichen. Das Prinzip hierbei ist, dass bei der Erzeugung die gleiche Menge CO2 gebunden wird, wie beim Verbrennungsvorgang emittiert wird. So erzeugter synthetischer Diesel-Kraftstoff ist aufgrund seiner chemischen Beschaffenheit mit fossilem Diesel in jedem Verhältnis misch- und einsetzbar. E-Fuels und E-Deutz ergänzen sich so. Der Hersteller treibt beide Technologien, um CO2 zu vermindern.

Der Einsatz von Biodiesel zielt ebenfalls auf die Reduktion von CO2

-Emissionen ab. Die Rohstoffbasis in Europa sind in erster Linie nachhaltig erzeugte, heimische Pflanzenöle sowie Altfette. Die Freigabe umfasst hundertprozentigen Biodiesel für EU Stufe IV sowie Biodiesel-Blends, also Mischkraftstoffe mit Biodieselanteil, für EU-Stufe IV und US-Tier-4-Motoren.

Dr. Markus Schwaderlapp, Leiter Forschung und Entwicklung im Kölner Unternehmen, erklärt: „Der Einsatz alternativer Kraftstoffe ist für uns als Motorenhersteller ein wichtiger Baustein im Mix unserer innovativen Antriebssysteme. Vor dem Hintergrund von E-Fuels sehen wir für den Verbrennungsmotor auch zukünftig ein hohes Potenzial als CO2-neutraler Antrieb. So werden wir die Vorzüge des Verbrennungsmotors – robust, mobil, flexibel und autark einsetzbar – im Verbund mit elektrifizierten Antrieben sinnvoll kombinieren.“

Die Kraftstofffreigabe erfolgte im Rahmen des technischen Rundschreibens „Kraftstoffe 0199-99-01218/4“.

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Foto: Foto: Deutz

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Foto: Deutz

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