Geschäftsführer Sebastian Collas (links) und der technische Mitarbeiter Johnny Junck (rechts) vor dem neuen Nordwheeler 100HPC.
Foto: r. goffin

Nordwheeler

Collas entscheidet sich für einen semimobilen Kegelbrecher

Die Collas Kies- und Sandwerke GmbH & Co. KG in der Jülich-Zülpicher Börde sind nur wenige Kilometer vom Braunkohle-Tagebaugebiet Etzweiler entfernt. Nun hat das Unternehmen in einen neuen Kegelbrecher investiert.

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Die Collas Kies- und Sandwerke GmbH & Co. KG in der Jülich-Zülpicher Börde sind nur wenige Kilometer vom Braunkohle-Tagebaugebiet Etzweiler entfernt. Am Kieswerkstandort Ellen bei Niederzier befindet sich die Recyclingproduktion zur Bauschuttaufbereitung, in Morschenich Buir und Golzheim findet man zwei weitere Kieswerke, in denen das Unternehmen produziert. Die Inhaber Christian und Sebastian Collas betreiben die drei Standorte in 3. Generation. Überall in der Umgebung sieht man die auffällig gepflegten Bagger und Fahrzeuge der Fa. Collas GmbH – unter anderem beim Abbruch der Bahnbrücke bei Düren oder im Zuge der Verlegung der A4, als das Unternehmen am Bodenaushub beteiligt war.

Slittproduktion ohne Vorbrecher

Für Tiefbauarbeiten stehen insgesamt drei Bagger und 16 LKW zur Verfügung. Das Werk in Morschenich Buir, wo sich auch die Kieswäsche befindet, dient u.a. als Deponie für den Erdaushub. Dagegen befindet sich in Merzenich Golzheim die Splittproduktion: Das Material wird dort ohne Vorbrecher direkt über die Vorabsiebung in zwei Fraktionen verarbeitet. Während Mauersand (0/4) direkt aufgehaldet wird, gelangt das 2/63 Material für die Edelsplittproduktion in den Nordwheeler 100HPC von Metso.

Kein unötiges Risiko

Der Nordwheeler ist eine semimobile Einheit zum Feinbrechen, ausgestattet mit einem Kegelbrecher vom Typ HP100, einem CVB1540 Kreisschwinger, einer kompletten Bandanlage für drei Fraktionen, integriertem Bunkersystem, Abzugsrinne und Zuführband. Collas verarbeitet darüber das aufgegebene 2/63-Material zu Endkörnungen von 0/2, 2/5 und 5/16 mm. Da sich die Anlage über Jahrzehnte hinweg bewährt hat, wollte man zur Sicherung der etablierten Qualitätsstandards das Niveau unter allen Umständen halten und entschied sich 2018 für das Nachfolgemodell. Die alte Anlage wurde nach der Lieferung des neuen Nordwheelers im Herbst nicht komplett ausgemustert, sondern dient weiterhin als unterstützendes Aggregat.

Semimobil als erste Wahl

„Sicherlich wäre auch eine stationäre Anlage eine Option gewesen, doch hätten wir dazu geeignete Fundamente und den nötigen Stahlbau errichten müssen. Mit der semimobilen Anlage haben wir die besten Erfahrungen gesammelt und sind nach wie vor etwas flexibler“, so Sebastian Collas.

Das zu verarbeitende Kiesmaterial von Collas ist sehr hart und lässt sich nach den Erfahrungen der beiden Unternehmer am besten über die Metso Anlage verarbeiten. Vergleiche mit Brechern anderer Hersteller fielen zugunsten des Nordwheeler aus. „Neben Basaltsplitt bieten wir unseren druckfesten Kiessplitt an. Über unsere CE-Zertifizierung erfüllen wir die Anforderungen der TL-Gesteinskörnungen für Asphalt. Außerdem können wir fundierte Prüfberichte zum Einsatz unseres Materials als Pflastersplitt vorlegen. Die Stabilität unserer Ergebnisse hinsichtlich Kornform und Druckfestigkeit wollten wir deshalb durch weitere unnötige Experimente nicht ins Wanken bringen“, führt Sebastian Collas weiter aus.

Installation und Inbetriebnahme des neuen Nordwheelers verliefen reibungslos. Das junge Team beabsichtigt auch in Zukunft, das Angebot für die Asphaltindustrie und einzelne Tiefbauvorhaben auszubauen. „Wir bedienen maßgeblich unsere eigenen Bauvorhaben, Privatabnehmer sowie kleinere Unternehmen in der Umgebung, die unsere Qualitäten schätzen und mitunter auch auf unsere Materialboxen zurückgreifen.“ Collas ist der einzige Betrieb im Kreis, der asphalttauglichen Kies mit diesen Qualitätsmerkmalen anbietet. Ralf Goffin

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