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Stau gehört wieder verstärkt zum Bild auf unseren Autobahnen
Foto: ADAC/Markus Hannich
Stau gehört wieder verstärkt zum Bild auf unseren Autobahnen

Inhaltsverzeichnis

Verkehr

Der ADAC zählte 2023 wieder mehr Staus

Auch wenn das Staugeschehen noch unter dem Vor-Corona-Niveau liegt, vieles ist wie in den Jahren zuvor.

Im vergangenen Jahr gab es auf den deutschen Autobahnen deutlich mehr Staus und stockenden Verkehr als im Jahr davor. Das Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 wurde allerdings noch nicht erreicht. Das zeigt die ADAC Staubilanz für das Jahr 2023.

Danach summierte sich die Dauer der Verkehrsstörungen auf insgesamt 427.000 Stunden. Im Vergleich zum Jahr 2022 (333.000 Stunden) waren es damit um knapp 30 % mehr. Gleichwohl blieb das Staugeschehen 2023 noch ein ganzes Stück unter dem Niveau von 2019, als der ADAC rund 521.000 Staustunden erfasste. Für 2024 rechnet der ADAC mit steigendem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen.

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2023 gab es mehr Staus als im Jahr 2022, aber noch deutlich weniger als 2019, dem letzten Jahr vor Corona
Foto: ADAC
2023 gab es mehr Staus als im Jahr 2022, aber noch deutlich weniger als 2019, dem letzten Jahr vor Corona

Annäherungen im Jahresverlauf

Im Lauf des Jahres nahmen die Staustunden kontinuierlich zu. Von Januar 2023 an mit rund 20.000 Staustunden kletterte die Stauzeit bis sie mit jeweils rund 43.500 Staustunden in den Monaten Juli, August und September ihren Höhepunkt erreichten. Ab Oktober 2023 ging die Zahl der Staustunden wieder zurück. Das war in den Jahren zuvor nicht anders.

Tipp: Die Zahlen für 2021 finden Sie hier.

Beim Monatsvergleich mit dem Vorjahr zeigt sich, dass der ADAC über das gesamte Jahr hinweg deutlich mehr Staustunden als 2022 registriert hat. Gegenüber 2019 war das Stauniveau im vergangenen Jahr zwar geringer, allerdings überstiegen die Staustunden im August bereits die Werte des Vergleichsmonats 2019. Im September und November 2023 blieb das Stauniveau nur geringfügig unter dem des Jahres 2019.

Tipp: Die Auswirkung der Corona-Pandemie auf das Staugeschehen im Jahr 2019 ist hier erläutert.

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Im August 2023 war die Staubelastung auf den Autobahnen schon wieder größer als im 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie
Foto: ADAC
Im August 2023 war die Staubelastung auf den Autobahnen schon wieder größer als im 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie

Noch mehr Stau in NRW

Das Bundesland mit den meisten Staus war wie in den Vorjahren mit 34 % Nordrhein-Westfalen. Auf Bayern entfielen 15 % und auf Baden-Württemberg 10 %. Das sind nur marginale Abweichungen zu den Jahren zuvor, wenn sich auch Bayern und Baden-Württemberg über die Jahre leicht verbessern. So entfielen Im Jahr 2015 noch 18 % aller Staus auf Bayern. In den 3 Bundesländern zusammen spielt sich aber seit Jahren 60 % des Staugeschehens ab.

Die 5 ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kamen zusammen auf rund 10 % der Staustunden, dabei hatte Brandenburg einen Anteil von 4 %. Über die Jahre betrachtet, nehmen auch hier die Blechschlangen zu. 2015 entfielen auf diese Länder nur 6 % der Staus.

Unter den überregionalen Autobahnen war wieder die A 3 Stau-Spitzenreiter, gefolgt von der A 8 sowie der A 10, dem Berliner Ring. In den Jahren zuvor fand sich auch schon mal die A 1 oder die A 5 auf dem zweiten Platz.

Wie immer: mittwochs und donnerstags

Staureichste Wochentage waren laut ADAC im vergangenen Jahr der Mittwoch und der Donnerstag mit jeweils durchschnittlich rund 1.500 Staustunden. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 war der Donnerstag mit knapp 1.200 Staustunden der staureichste Wochentag, im Jahr 2019 der Mittwoch mit rund 1.850 Staustunden. Wie in den Vorjahren war das Staugeschehen 2023 montags deutlich geringer als an den anderen regulären Arbeitstagen. Noch niedriger war das Stauniveau nur noch an den Wochenenden.

Über das gesamte Jahr 2023 war werktags sowohl die morgendliche als auch die nachmittägliche Stauspitze im Schnitt wieder ausgeprägter als 2022, was auf eine verstärkte Rückkehr an den Arbeitsplatz spricht.

Gleiche Ursachen für Megastaus

Staureichster Tag des Jahres 2023 war mit dem 29. September ein Freitag mit insgesamt rund 2.400 Staustunden. Offensichtlich nutzten damals viele Autofahrer das bis zum Feiertag (3. Oktober) verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub. Kaum weniger Stau gab es am Freitag vor dem Pfingstwochenende (2.300 Stunden) sowie dem Tag vor Christi Himmelfahrt (2.250 Stunden).

Insgesamt registrierte der ADAC im vergangenen Jahr 691 Staus mit einer Länge von 20 km und mehr. 2022 waren es nur 383, im Jahr zuvor 185. Der mit 56 km längste Stau ereignete sich auf der A 61 am 20. Januar nach einem Wintereinbruch. Ein Wintereinbruch ist über Jahre hinweg ein ausgesprochener Staugrund.

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