Foto: Abbildung: Strassen.NRW

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Der sechsstreifige Ausbau hat begonnen

Als das Geländer der Brücke "Am Leiterchen" in Recklinghausen-Hochlarmark über der A 43 durch Vertreter vom Bund und dem Land in Teilen entfernt wurde, war das gestern auch offiziell der Baubeginn für den sechsstreifigen Ausbau der Autobahn.

In den kommenden fünf Jahren soll die A 43 zwischen Recklinghausen/Herten und dem Rhein-Herne-Kanal auf sechs Fahrstreifen verbreitert werden. Mit Bau- und Grunderwerbskosten in Höhe von 202 Mio. Euro kalkuliert der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen. Für weitere 15 km in südlicher Richtung bis zur Anschlussstelle Bochum-Querenburg laufen die Planungen für den sechsstreifigen Ausbau auf Hochtouren.

Gut 7 km misst die in Angriff genommene Ausbaustrecke. Schon jetzt fahren hier mehr als 90.000 Fahrzeuge täglich, viel zu viel für eine vierstreifige Autobahn. Da ist flüssiges Fahren nicht mehr möglich. Und die Prognose für das Jahr 2025 geht sogar von 95.000 Fahrzeugen aus bei einem Lkw-Anteil von mehr als 11 %.

Anlässlich des Spatenstichs sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Mit dem sechsstreifigen Ausbau der A 43 verbessern wir den Verkehrsfluss deutlich, erhöhen die Verkehrssicherheit und entlasten gleichzeitig das nachgeordnete Straßennetz. Dabei haben für uns Belange des Umweltschutzes einen hohen Stellenwert. Umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen sind integraler Bestandteil dieser Maßnahme. Neben Offenporigem Asphalt werden beiderseits der Ausbaustrecke mehr als 13 km Lärmschutzwände mit einer Höhe bis 6,50 m errichtet. Hierfür geben wir gut 40 Mio. Euro aus, also 20 % der Gesamtkosten."

„Die A 43 ist ein gutes Beispiel für das in Teilen überlastete Netz im Ruhrgebiet", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. „Hier wie an vielen anderen Stellen in diesem Ballungsraum ist die Verbreiterung der Autobahn ein konsequentes Mittel, damit der Verkehr nicht stehen bleibt", so Groschek.

„Die A 43 ist eine wesentliche Magistrale im Ruhrgebiet und eine wichtige Verbindung vom Münsterland bis zum Bergischen Land. Zudem sorgt die Autobahn zwischen Bochum und Herten mit ihren vier Autobahnkreuzen für wichtige Verknüpfungen", unterstrich Winfried Pudenz, Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer, die Bedeutung der Straße. „Deswegen wollen wir auch den weiteren Ausbau in Richtung Süden zügig vorantreiben."

Sichtbare Zeichen für den begonnenen Ausbau sind seit einigen Tagen die Rodungsarbeiten, die bis Ende Februar 2015 abgeschlossen werden müssen. Danach geht es weiter mit dem Abriss einer Brücke über der A 43 (Am Leiterchen) und über der A 2 (Friedrich-Ebert-Straße) und dem Neubau eines Regenrückhaltebeckens im süd-westlichen Bereich des Autobahnkreuzes Recklinghausen. Dann kann schließlich mit der Umgestaltung des Autobahnkreuzes Recklinghausen begonnen werden.

24 Brücken müssen im Verlauf der A 43 im aktuellen Bauabschnitt verbreitert werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist der Bau der Emschertalbrücke, die den Rhein-Herne-Kanal, die Emscher und eine Strecke der Bundesbahn überspannt. Für die Entwässerung der neuen Autobahn werden sechs Regenrückhaltebecken neben der Trasse gebaut. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur werden unter anderem Wald- und Grünflächen nordöstlich des Autobahnkreuzes mit der A 2 aufgewertet. Unter anderem wird auch der Grullbach in Teilbereichen neu gestaltet.

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