Durch den schnellen Abruf von Daten lässt sich der Steinbruch vom Büro aus optimieren und managen.
Foto: Trimble

Digitalisierung

Der Steinbruch von morgen

Die Möglichkeiten der automatisierten Datenerfassung von vernetzten Geräten, Internetberichten und Analysewerkzeugen machen den Steinbruch von heute zukunftsfähig.

Inhaltsverzeichnis

Gerade kleinere Abbaubetriebe müssen auf ihre Kosten achten und alle Abläufe möglichst transparent gestalten. Mehr Transparenz ermöglicht fundierte Entscheidungen, die wiederum dabei helfen, Produktivität und Effizienz im Betrieb zu steigern. Die Betriebsleiter könnten zum Beispiel feststellen, dass ein Standort mit weniger Skw, die dafür eine höhere Zuladung aufweisen, den maximalen Durchsatz erhöhen kann. An anderen Abbaustätten sind vielleicht kleinere Skw und deren Flexibilität besser, um auf Schwankungen der Nachfrage reagieren zu können. In jedem Fall ist es in puncto Entscheidungsfindung hilfreich zu wissen, wie sich eine Änderung in einem Teil des Betriebs auf die Gesamtproduktion auswirkt. Dank fortschrittlicher Steinbruchtechnologie gelingt ein solcher Anspruch bereits heute. Eine Kombination aus automatisierter Datenerfassung von vernetzten Geräten, Internetberichten und Analysewerkzeugen hilft beim Betrieb des Steinbruchs von morgen.

Mehr Taktgefühl an der Waage

Trimble ist Anbieter von mobilen Waagen und Lösungen für Steinbrüche, Flottenmanagement, Positionsbestimmung, Vermessung und Entwurf, mit denen die Produktivität und Rentabilität gesteigert werden können. Für die Optimierung der Prozesse an der Waage empfiehlt das Unternehmen eine Trimble Loadrite 360. Damit lassen sich die LKW-Taktzeiten an der Fahrzeugwaage beschleunigen. Das System verbindet Lader und Waagenhäuschen, sodass für die Beladung eine Datenübergabe möglich ist. Dabei erhält der Laderfahrer automatisch den jeweiligen Auftrag und weiß noch vor Ankunft eines LKW, welches Produkt in welcher Menge benötigt wird. Dieser ganzheitliche Ansatz verbessert den Ladebetrieb und die Sicherheit mithilfe einer Kennzahlenüberwachung, Automatisierung und mehr Echtzeitinformationen zu den einzelnen Aufträgen. Darüber hinaus reduziert sich die manuelle Dateneingabe, was wiederum die Arbeit angenehmer gestaltet und Fehler verringert. „Diese Technologien bieten Führungskräften genau die Informationen, die für Verbesserungen in allen Bereichen des Betriebs erforderlich sind: von der Förderstätte bis zum Tor, vom CEO bis zum Maschinenführer“, fasst Patrick Gruber, strategischer Kundenbetreuer für Trimble Loadrite in Europa und im Nahen Osten zusammen. Der Maschinenführer kann die Beladung mit einem Knopfdruck an der Waage abschließen. Die Daten werden dann automatisch in das Managementportal übertragen, und der Auftrag wird als erledigt markiert. Die Berichte können in der Cloud eingesehen werden. Das erspart dem LKW den nochmaligen Besuch der Wiegebrücke vor der Abfahrt. Das geht schneller und ist auch sicherer, denn der Fahrer muss das Führerhaus nicht mehr verlassen. Ein reibungsloserer Ladebetrieb bedeutet eine schnellere Beladung.

Erst messen, dann lenken

„Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken.“ Vielleicht sind diese wahren Worte des Management-Gurus Peter Drucker bekannt. Tatsächlich ist es schwierig, ohne Messwerte oder Kennzahlen und ohne die Kenntnis der Ergebnisse eine nachhaltige Verbesserung im Betrieb zu erzielen. Doch heute ist es einfacher denn je, Daten im Steinbruch einfach zu erfassen. Die starke Verbreitung des Internet-of-Things (IoT) und vernetzte Geräte machen es möglich. Heutzutage bilden die automatisierte Erfassung und Messung das Fundament für den Steinbruch 4.0 und den Steinbruch der Zukunft. Denn damit lassen sich Daten sehr genau messen und nahezu in Echtzeit weitergeben. Beispiele dafür sind Radladerwaagen für die Beladung, Bandwaagen zum Bestimmen der Produktion, Kontrollgeräte in den Skw zur Optimierung der Taktzeiten und weitere Tools, mit denen sich die Produktivität im Betrieb verfolgen lässt, um so den Materialumschlag zu optimieren. Durch Verbesserungen im Anlagen- und Fuhrparkmanagement ist es problemlos möglich, jedes Objekt zu verfolgen, von teuren Maschinen über Anbaugeräte und Handwerkzeuge bis hin zu den einzelnen Fahrzeugen im Fuhrpark. Ein konkretes Beispiel hierfür ist das Beladungs- und Transportmanagement von Trimble. Es automatisiert die Datenerfassung beim Abbau.

Die Baggerwaage Loadrite X2350 bestimmt die Fördertonnage und misst die Ladezyklen. Das Trimble-Skw-Monitoring-System H2250 hält die Bewegungen von Fuhrpark und Material im Blick. Die integrierte Lösung macht Schluss mit Strichlisten. Stattdessen werden alle Fahrten der Skw automatisch gezählt, protokolliert und aufgeschlüsselt. Red/us

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