Image
So soll es mal werden:  Auf einem kleinen Teil des Silbersee III soll die größte schwimmende Photovoltaikanlage Deutschlands entstehen.
Foto: ungvar - stock.adobe.com
So soll es mal werden:  Auf einem kleinen Teil des Silbersee III soll die größte schwimmende Photovoltaikanlage Deutschlands entstehen.

Photovoltaik

Der Stromschatz vom Silbersee

Quarzwerke baut die größte schwimmende Photovoltaikanlage Deutschlands

Mit der Genehmigung des Sonderbetriebsplans hat nun auch das Bergamt dem Projekt zugestimmt. Im 1. Quartal Jahr 2022 wird auf einem kleinen Teil des Silbersee III die größte schwimmende Photovoltaikanlage Deutschlands entstehen und jährlich knapp 3 Mio. Kilowattstunden Strom produzieren. Am Standort Haltern am See betreibt das Familienunternehmen Quarzwerke eines der größten Quarzsandwerke Europas. Die dort geförderten hochreinen Quarz-sande finden größtenteils in den Schlüsselbranchen Guss, Glas und Bauchemie Anwendung und stehen damit am Anfang vieler industrieller Wertschöpfungsketten.

Größer gibt´s nicht

Durch den Bau zweier hocheffizienter Blockheizkraftwerke haben die Quarzwerke bereits in den vergangenen Jahren eine nachhaltige Investition in die Zukunft getätigt. Um den „Carbon Footprint“ weiter zu verbessern und CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, werden Quarzwerke auf dem an das Werksgelände angrenzenden Silbersee III die größte schwimmende Photovoltaikanlage Deutschlands errichten. Auf knapp 1,8 ha, was nur etwa 2,3 % der Seefläche entspricht, werden rund 5.800 Photovoltaikmodule zusammen eine installierte Nennleistung von 3 Megawatt-Peak erreichen und jährlich rund 2,9 Mio. Kilowattstunden Strom produzieren. Dabei handelt es sich um hocheffiziente und sehr lichtdurchlässige Glas-Glas-Module, die die Blendung reduzieren (sie ist sogar geringer als die der Wasseroberfläche) sowie einer Verschattung des Wassers vorzubeugen. Fixiert werden die PV-Module durch ein Stahlgerüst, das seinerseits auf UV-resistenten Kunststoff-Pontons steht. Zur Sicherung vor Wellen und Wind wird die Anlage mit einem Wellenbrecher ausgerüstet und nahezu senkrecht im Boden verankert. Ihre Ost-West-Ausrichtung bietet den Vorteil, dass es eine flachere Stromerzeugungskurve gibt und damit täglich mehr Strom selbst genutzt werden kann.

Während der überwiegende Anteil (rund 75 %) des erzeugten Grünstroms betriebsintern zur Substitution von grauem Fremdstrom genutzt werden soll, wird das restliche Viertel zur Versorgung der Allgemeinheit ins öffentliche Netz eingespeist – genügend Grünstrom zur ganzjährigen Versorgung weiterer 160 Haushalte. Während die meisten anderen PV-Anlagen (wie z.B. private Dachanlagen) durch das EEG gefördert werden und damit Grau- statt Grünstrom erzeugen, können für die in der schwimmenden Photovoltaikanlage erzeugte elektrische Energie fast ausnahmslos Herkunftsnachweise ausgestellt werden. Diese zertifizieren, dass auch tatsächlich Grünstrom erzeugt und verbraucht wurde. Insgesamt können durch den Bau der schwimmenden Photovoltaikanlage jährlich rund 1.100 t CO2 eingespart werden – dem CO2-Budget von rund 40 vier-Personen-Haushalten oder dem CO2-Ausstoß von 450 PKW. Britta Franzheim

Image
Der Schatz vom Silbersee von oben betrachtet.
Foto: Google Earth Der Schatz vom Silbersee von oben betrachtet.

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.