Foto: Strabag/Timo Lutz Werbefotografie

Asphalt

Deutschlands erster luftreinigender Kreisverkehr

Die Strabag hat Deutschlands ersten Kreisverkehr mit schadstoffminderndem ClAir-Asphalt in Dinslaken gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Im Zuge der Kanal- und Straßensanierung auf einem 650 m langen Teilstück der viel befahrenen Augustastraße wurde Ende August die photokatalytische Asphaltdeckschicht eingebaut. Die innenstadtnahe Hauptverkehrsachse verfügt damit nun zwischen der Einmündung Elisabeth-/Industriestraße und der Kreuzung zur Katharinenstraße (einschließlich Kreisverkehr) über einen Straßenbelag mit dauerhaft luftreinigender und zudem lärmmindernder Funktion.

Das besondere Asphaltmischgut

Das für ClAir-Asphalt eingesetzte Abstreumaterial aus mit Titandioxid (TiO2) versetztem, ultrahochfestem Beton (UHPC) baut unter Einwirkung von UV-Strahlung (Sonnenlicht) in der Luft gebundene Stickoxide (NOx) ab und wandelt diese in unschädliche Nitrate um (Photokatalyse).

Es wird über ein vom Strabag-Kompetenzzentrum TPA GmbH entwickeltes, innovatives Einbauverfahren direkt und nachhaltig in die heiße Asphaltoberfläche eingebunden. In Dinslaken wurden auf einer Fläche von 6.600 m2 insgesamt 8.600 kg des ClAir-Asphalt-Granulats verbaut.

Die TPA GmbH hat den luftreinigenden Asphalt gemeinsam mit neun Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im vom Bund geförderten Forschungsprojekt NaHiTAs (Nachhaltiger HighTech-Asphalt, 7/2015–12/2018) entwickelt. In Feldversuchen ermittelten die Projektpartner, dass der schadstoffmindernde Belag die Stickstoffdioxid-(NO2)-Konzentration in der Luft über den Prozess der Photokatalyse unter Idealbedingungen um bis zu 26 % reduzieren kann. Der Photokatalysator TiO2 wird dabei nicht verbraucht, sondern bleibt dauerhaft und funktionsfähig in der Straßenoberfläche erhalten. Darüber hinaus trägt ClAir-Asphalt spürbar zur Lärmminderung bei, wie Messungen auf der Pilotstrecke „Am Neckartor" in Stuttgart belegen. Danach hat sich der Lärmpegel bei 40 km/h nach dem Einbau um 1 bis 2 dB(A) verringert, was in der akustischen Wahrnehmung einer Abnahme des Verkehrsaufkommens um bis zu 35 % entspricht.

Zeichen für innovativen Klimaschutz

Die Konzentration des giftigen Stickstoffdioxids (NO2) überschreitet an den Verkehrsknotenpunkten vieler deutscher Städte den erlaubten EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger erklärte: „An der Augustastraße wurde dieser Grenzwert zwar nicht erreicht; dennoch möchte die Stadt Dinslaken den klimafreundlichen Mehrwert von ClAir-Asphalt nutzen, um unser Streben nach innovativem Klimaschutz weiter voranzubringen.“

Foto: Thomas L. Fischer Photographie/Strabag AG

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Foto: loomn architektur visualisierung
Jost Hauer Dipl.-Ing. Arch. TU

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Foto: Foto: HeidelbergCement/Steffen Fuchs

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