Foto: Foto: Maike Sutor-Fiedler

Archiv

Die Kombi macht‘s

Kommen Punktlasten und Scherbewegungen, die durch Radbewegungen im Stand hervorgerufen werden, zusammen greifen Ingenieure gerne auf Halbstarre Deckschichten zurück. Eine Halbstarre Deckschicht verbindet die guten Eigenschaften von Asphalt und Beton, oder genauer gesagt die Flexibilität und Fugenlosigkeit des Asphaltes mit der hohen Tragfähigkeit und größerer Verschleißfestigkeit des Betons.

Denn die Halbstarren Deckschichten bestehen aus einem hohlraumreichen Asphalttraggerüst und einem speziellen, modifizierten Verfüllmörtel, der mit dem zweiten Arbeitsgang in die Hohlräume des Asphalttraggerüstes eingebracht wird. Die Einzelkomponenten Asphaltraggerüst und Mörtel werden unabhängig voneinander hergestellt, und ergeben erst im Verbund die Halbstarre Deckschicht. Auf diese Weise entsteht ein monolithischer Körper, der aus der Verfüllung eines offenporigen Asphaltes mit einem Fließmörtel hergestellt wird.

Halbstarre Deckschichten werden als Deckschichten auf besonders beanspruchten Flächen, wie z. B. Containerstellflächen, Stauräumen vor Signalanlagen oder Busverkehrsflächen, ausgeführt. Sie können unter Beachtung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen auch für Befestigungen im Bereich von Betankungsanlagen sowie Lager- und Umschlagflächen für wassergefährdende Stoffe eingesetzt werden.

Die Bauweise hat so ihre Tücken. Die Gütegemeinschaft Halbstarre Deckschichten vergibt Gütesiegel für die, die es drauf haben und berät zugleich. Die Systeme sind meist eingetragene Warenzeichen.

In Marseille entsteht in den nächsten Jahren der größte Containerhafen Europas. Der FOS Western Harbor hat eine Anlegelänge von 1,3 km und eine Gesamtfläche von 96 ha. Es wurden die hoch beanspruchten Flächen im Bereich der Eisenbahnverladung mit ca. 20.000 m², sowie Lagerfreiflächen mit ca. 10.000 m², ein überdachter Werkstattbereich mit ca. 2.000 m² sowie ein Lkw-Parkplatz mit ca. 4.000 m² mit dem System Confalt in der Stärke 50 mm ausgeführt. Als Unterbau für die genannten Flächen wurde bauseitig eine 300 mm mit Zement verfestigte Kiestragschicht hergestellt, die Liegezeit dieser Tragschicht betrug ca. drei Monate. Auf diese Tragschicht wurde ein Glasfasergewebe 40 x 40 mm mittels U60K verklebt und mit 5/8 Splitt abgestreut. Anschließend wurden ca. 3.600 t Asphalttraggerüst 0/11 eingebaut. Dieses Asphalttraggerüst wurde später mit 890 t Confalt-Trockenmörtel eingeschlämmt. Das gleiche Team realisierte bereits Flächen auf dem Containerterminal Kopenhagen 48.000 m², Helsingborg 80.000 m² und London Gateway mit 26.000 m².

Archiv

Sichere und tragfähige Grundlage für Schwergewichte

Ob sie einen Airbus A380 mit seinem Startgewicht von mehr als 180 Golf-Personenwagen tragen oder tonnenschwere Baumaschinen, als Stellfläche für vollgeladene Container dienen oder als Parkhaus: Halbstarre Deckschichten sind immer eine sichere Grundlage und für besonders hohe Belastungen geeignet.

Foto: Fotos: Autoren

Archiv

Geogitter im Unterbau von Straßen und Wegen

Asphalt-, Beton- und Pflasterdecken nehmen im Straßen- und Wegebau und bei Lagerflächen den Großteil der Spannungen auf, die sich aus den Verkehrslasten ergeben. Die finanziellen Mittel, die in die Verkehrsfläche investiert werden, sind daher in diesem Bereich gut aufgehoben. Hohe Festigkeiten der Werkstoffe fordern jedoch auch ihren Preis. Die Bestrebung, im Bereich der Deckschichten Kosten zu reduzieren und „dünner“ zu bauen, sind verständlich, aber vor dem Hintergrund der Langlebigkeit zu hinterfragen. In einigen Regionen und bei privaten oder kommunalen Anwendungen sind aber neue Verfahren gefragt, um die Kosten bei gleichbleibender Langlebigkeit zu reduzieren.

Foto: FGSV

FGSV

Regelwerk für splittreiche Asphalte

Die FGSV hat erstmalig das „Arbeitspapier für die Planung und Ausführung von Asphaltdeckschichten aus splittreichem Asphaltbeton für den Einsatz in Verkehrsflächen mit besonderen Beanspruchungen" mit einer Ausgabe 2019 herausgegeben.

Archiv

Im Wasserbau und bei Stoffen, die grrrrrrr sind

Manchmal muss es eben dicht sein. Bei Talsperren und Deponien, bei Flächen, auf denen Jauche, Gülle oder Silage lagert, um sie einer Biogasanlage zuzuführen oder bei der Lagerung von wassergefährdenden Stoffen beispielsweise in der Chemieindustrie.

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.