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Stärkung des Bildungsverbunds: Mit dem am 31. August 2022 unterzeichneten Kooperationsvertrag haben der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), Bonn, und der Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv), Köln, den Grundstein für ein einheitliches digitales Prüfausweissystem gelegt. Zu den Unterzeichnenden gehörten (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender, Dieter Hesselmann, rbv-Hauptgeschäftsführer, Mario Jahn, rbv-Bildungsexperte, und Dr. Wolf Merkel, DVGW-Vorstand.
Foto: DVGW / rbv
Stärkung des Bildungsverbunds: Mit dem am 31. August 2022 unterzeichneten Kooperationsvertrag haben der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), Bonn, und der Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv), Köln, den Grundstein für ein einheitliches digitales Prüfausweissystem gelegt. Zu den Unterzeichnenden gehörten (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gerald Linke, DVGW-Vorstandsvorsitzender, Dieter Hesselmann, rbv-Hauptgeschäftsführer, Mario Jahn, rbv-Bildungsexperte, und Dr. Wolf Merkel, DVGW-Vorstand.

Prüfausweis

Digitale Branchenlösung für mehr Qualität im Leitungsbau

Der DVGW und der rbv haben einen Kooperationsvertrag über ein einheitliches digitales Prüfausweissystem unterzeichnet.

Der Erwerb branchenrelevanter beruflicher Qualifikationen ist ein wesentlicher Baustein eines qualitätsorientierten Leitungsbaus. Um den Nachweis und die Dokumentation von Prüfungen und Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern nachhaltig zu optimieren, führen der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), Bonn, und der Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv), Köln, nun ihre Prüfausweissysteme zusammen. Beide Organisationen haben mit einem am 31. August 2022 unterzeichneten Kooperationsvertrag den Grundstein für ein einheitliches digitales Prüfausweissystem gelegt.

„Im Rahmen unseres immer stärker werdenden Bildungsverbunds mit dem DVGW haben wir nun gemeinsam einen weiteren Qualitätsstandard für unsere Branche aus der Taufe gehoben“, betont Dipl.-Ing. Mario Jahn, rbv-Bildungsexperte und Geschäftsführer der rbv GmbH. „Mit der Einführung eines einheitlichen digitalen Prüfausweissystems werden wir nun analoge Systeme wie Papierausweise oder die nicht ausreichend vernetzten und deshalb nur vordergründig digitalen Checkkarten in eine gemeinsame moderne und digitalisierte Umgebung überführen“, so Jahn weiter. Und Dr. Markus Lermen, Leiter Berufliche Bildung beim DVGW, ergänzt: „Bislang gab es für gleiche Kursangebote unterschiedliche Prüfausweise. Um diese unkomfortable Situation für Kursteilnehmer, Kursstätten und Unternehmen zu verbessern, haben wir uns mit dem rbv darüber verständigt, eine gemeinsame Datenbank für Unternehmen und Kursstätten einzurichten und diese in einer mobilen Prüfausweis-App abzubilden.“ Dies dient dem Ziel, die unterschiedliche und zum Teil analoge Dokumentation abzulösen und eine digitale bildungsträgerübergreifende Plattform aufzubauen, die alle branchenüblichen Nachweise und Befähigungen berücksichtigt.

Kooperation führt zu mehr Transparenz und Effizienz

Mit dem nun unterzeichneten Kooperationsvertrag engagieren sich beide Verbände dafür, ihre gleichartigen Berufsbildungsangebote in einem hoch nutzwertigen, gemeinsamen Prüfausweissystem zusammenzuführen. Gerade bei deckungsgleichen Teilnehmergruppen, Angeboten und ausführenden Kursstättenpartnern im Bereich der Grundlagenschulungen nach DVGW GW 301 (bspw. GW 330, GW 331, GW 129, GW 128, GW 15 ff.) sollen die folgenden Verbesserungen auf den Weg gebracht werden:

  • Einführung eines einheitlichen Aus- und Nachweissystems (Gültigkeiten)
  • die Darstellung aller relevanten Bausteine in einem Ampelsystem schafft eine bessere Übersicht für Teilnehmer, Unternehmen, Zertifizier und Bildungsanbieter
  • Einrichtung eines einheitlichen Systems bei den Kursstättenpartnern
  • Einführung einer App als zukunftsweisender Digitalisierungsschritt im Veranstaltungsmanagement
  • Integration weiterer branchenüblicher Nachweise über Bindungs- und Vertragsverhältnisse.

Mit der nun gefundenen Lösung, darin stimmen beide Verbände überein, hat die Branche eine weitere „Digitalisierungs-Hürde“ genommen, die zu Bürokratieabbau und Prozessoptimierung in der Aus- und Weiterbildung führen wird und somit zu einem nachhaltigen Zuwachs an Transparenz und Effizienz im Leitungsbau. Die mit allen IOS und Android-Geräten kompatible mobile Prüfausweis-App wird dem Markt voraussichtlich zur Mitte des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. (HS/RED)

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