Dirk Iwersen, Jahrgang 1967, ist seit 2008 alleiniger Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster GmbH. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen organisiert er auch jährlich die Nordbau, die in der Regel bis zu 70.000 Besucher nach Neumünster lockt.
Foto: Holstenhallen

Nordbau 2020

Dirk Iwersen: „Ich würde es wieder tun!“

Die Corona-Nordbau wird in die Geschichte eingehen. Wer sie erlebt hat, wird sie sicherlich so schnell nicht vergessen. Trotz sehr übersichtlicher Besucher- und Ausstellerzahlen werten Veranstalter und beteiligte Unternehmen die „Fachausstellung Bau mit Seminaren in Zeiten von Corona – powered by Nordbau“, so der offizielle Name, als Erfolg. Denn sie bot – getreu dem alten, aber immer noch geltenden Messeslogan folgend „Hier redet man miteinander“ – die Chance zum persönlichen Austausch.

Herr Iwersen, wie sieht Ihr Fazit nach vier Tagen Nordbau aus?

Iwersen: Durchweg positiv. Es war ein erster Schritt, den wir zusammen mit der Landesregierung Schleswig-Holstein und dem Ordnungsamt Neumünster gegangen sind, um zu gucken, was in Corona-Zeiten machbar ist.

Wir hatten ein ausgefeiltes Hygienekonzept, das wir umgesetzt haben. Und wir können festhalten: Es hat vorbildlich funktioniert.

Besucher- und Ausstellungszahlen sind ja nun wirklich nicht alleinige Faktoren, um einen Messeerfolg zu bewerten. Dennoch: Wieviel Fachpublikum hat sich trotz Virus nach Neumünster getraut?

Iwersen: Es sind gut tausend Besucher nach Neumünster auf die Messe gekommen. Und das dies keine Messe der Superlative werden konnte, war allen Beteiligten im Vorfeld klar. Aber die Menschen, die hier waren, hatten etwas auf dem Zettel, die wollten was und haben zum Teil auch konkrete Abschlüsse getätigt.

Im Freigelände war die Besucherzahl recht übersichtlich. Wie sah es bei den Seminaren und Tagungen aus?

Iwersen: Wir hatten parallel zu der Ausstellung 16 Seminare und Tagungen, die alle gut besucht waren. Und das Fachpublikum war froh, wie es so schön neudeutsch heißt, mal wieder face-to-face miteinander sprechen und sich austauschen zu können. Dazu kam die fachliche Diskussion, die am Bildschirm im Homeoffice doch recht schwierig ist.

Wie war die Resonanz bei den Ausstellern?

Iwersen: Die Aussteller waren durchweg zufrieden. Allerdings war die Erwartungshaltung ohnehin nicht so hoch. Viele haben gesagt, wir wollen auch dem Standort die Treue halten.

Für andere Aussteller war es die einzige Chance, überhaupt die eigenen Kunden zu sehen, die wegen der Pandemie keinen Besuch von Außendienstlern haben möchten. Und Einige reizte die Möglichkeit, auf unserem Messegelände tatsächlich Neuheiten zu präsentieren.

Würden Sie die Veranstaltung in dieser Form noch einmal organisieren?

Iwersen: Auf jeden Fall! Wir fanden das alles sehr positiv. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen würden wir jedoch ein paar Dinge modifizieren, um eventuell noch mehr Besucher zu gewinnen. Denn das funktioniert – wie wir erkannt haben – auch unter Corona-Bedingungen.

Und was uns zusätzlich ermutigt, sind die Aussagen von einigen Ausstellern, die sagen: Selbst wenn es genauso im nächsten Jahr wäre, wir würden wiederkommen. Diese Unternehmen waren froh, dass es in diesen schwierigen Zeiten überhaupt eine Plattform gibt, auf der sie sich und ihre Produkte präsentieren können.

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