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Dobrindt will einen Kulturwandel auf dem Bau

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch, 9. Dezember 2016, den von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegten „Aktionsplan Großprojekte“ beschlossen. Ziiel ist die Verbesserung von Kostenwahrheit, Effizienz und Termintreue bei Großprojekten.

„Mit dem `Aktionsplan Großprojekte´ legen wir den Grundstein für einen Kulturwandel auf dem Bau. Durch Maßnahmen in zehn Bereichen können Kosten- und Terminpläne von Großprojekten besser eingehalten werden. Dazu gehören zum Beispiel die Einführung von Risikomanagement, Bonus-Malus-Regelungen, klare Vereinbarungen zur Konfliktbeilegung und der Einsatz modernster digitaler Systeme“, erklärte Bundesminister Dobrindt.

Der „Aktionsplan Großprojekte“ ist das Ergebnis der „Reformkommission Großprojekte“, die Dobrindt geleitetet hat. Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, öffentlicher Hand und Verbänden haben dort den gesamten Bauprozess von der ersten Projektidee über die Planung bis hin zum Bau und Betrieb untersucht, Schwachstellen identifiziert und konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt.

Zur Optimierung von Großprojekten sind ein frühzeitiges, kontinuierliches Risikomanagement und eine transparente Kosten- und Terminplanung ausschlaggebend. Mit interdisziplinären Planungsteams, einer neuen Kooperationskultur und klaren Zuständigkeiten sollen zudem Konfliktpotenziale von vornherein erkannt und gemindert werden. Auch das digitale Planen und Bauen kann zur Optimierung von Großprojekten beitragen: Mit dem so genannten „Building Information Modeling“ (BIM) wird fünfdimensional geplant - drei Dimensionen plus Kosten und Termine. Damit können deutlich mehr Informationen vernetzt werden. Mit BIM entsteht eine synchronisierte Datenbasis, auf die alle Projektbeteiligten zugreifen können. Minister Dobrindt wird auch einen Stufenplan zur Einführung von BIM vorstellen.

Das BMVI setzt Vorschläge des „Aktionsplans Großprojekte“ bereits um: An je zwei Straßen- und Schienenprojekten wird BIM angewendet (Schiene: Tunnel Rastatt und Filstalbrücke; Straße: Brücke A 19 und Brücke auf der B 107n), das neue Risikomanagement wird zudem bei vier Straßenbauprojekten durchgeführt (Rader Hochbrücke, Ausbau A 40, Ortsumfahrungen auf der B 16/B85 und B 301). Die partnerschaftliche Zusammenarbeit wiederum wird an zwei Projekten der DEGES bereits praktiziert (Ausbau A 10, südlicher Berliner Ring und die neue Wehre-Talbrücke auf der A 44). Weitere Pilotprojekte sind in Planung.

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Dobrindt will einen Kulturwandel bei Großprojekten

Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg – zunehmend laufen Großprojekte aus dem Zeit- und Kostenplan. Lösungen hat die Reformkommission Bau von Großprojekten unter Leitung von Bundesminister Alexander Dobrindt gesucht. In ihrem Endbericht legen die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und öffentlicher Hand konkrete Empfehlungen vor, wie Zeit- und Kostenpläne bei großen Infrastrukturprojekten künftig besser eingehalten werden können.

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RUB-Ingenieure möchten Bauprozesse digital besser planen

Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) möchte mit dem Projekt „BIM-4-Infra“ Bauprozesse digital besser planbar machen. Dafür erhielt es vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Mittel in Höhe von 2 Mio. Euro bis Ende 2018. Hintergrund: Der Bund will bis 2030 rund 270 Mrd. Euro in die deutsche Verkehrsinfrastruktur investieren. Dieses Geld soll möglichst effizient eingesetzt werden.

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Strategie Planungsbeschleunigung des BMVI

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am 24. Mai die „Strategie Planungsbeschleunigung“ des BMVI vorgestellt. Sie ist die Grundlage, um Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte zu verkürzen. Nächster Schritt ist ein Planungsbeschleunigungsgesetz, das in der kommenden Legislaturperiode vorgelegt werden soll.

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Knipper unterstützt Dobrindt

Die Deutsche Bauindustrie unterstützt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bei seinem Vorhaben, Building Information Modeling (BIM) ab 2017 stufenweise in Bauprozesse zu integrieren. RA Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, erklärte dazu im Vorfeld des Zukunftsforums Digitales Planen und Bauen heute in Berlin: „Mit der verbindlichen Einführung eines Stufenplans zur Einführung von BIM bei Verkehrsinfrastrukturprojekten in Deutschland halten wir den entscheidenden Schlüssel in der Hand, um in Zukunft Kosten- und Zeitüberschreitungen bei Großprojekten zu vermeiden. Das geht aber nur, wenn digitale Werkzeuge durchgängig in der Wertschöpfungskette Bau angewendet werden.“