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Foto: Albr3cht Supply Concepts
Die erste Fläche, deren Asphalt mit einem synthetischen Bitumen hergestellt wurde

Asphalt

Erster Praxiseinsatz von Instant-Bitumen

Ende Juli wurde auf einem Probefeld bei der MHI Gruppe am Standort Nieder-Ofleiden Asphalt eingebaut, der mit Bitumen ohne Produkte aus der Mineralölindustrie hergestellt wurde.

Bei dem synthetischen Bitumen – eine Entwicklung der Albr3cht Supply Concepts GmbH aus - handelt es sich aus einer Mischung aus Asphaltenen und Maltenen, Substanzen/Stoffe, die auch das Bitumen aus Mineralöl charakterisieren. Die Asphaltene stehen als Pulver zur Verfügung, die Maltene in einer Flüssigkeit, die aus dem Öl der Schalen von Cashewnüssen gewonnen wird. Somit handelt es sich bei diesem „Instant-Bitumen“ um ein Produkt aus einem unbehandelten natürlichen Rohstoff und aus nachhaltiger Biomasse. In diesem speziellen Fall wurde es erstmalig in-situ an der Asphaltmischanlage auf die Gesteinskörnung gegeben.

Die Baustelle

Beim Premiereneinsatz wurden 2 verschiedene Asphalte mit insgesamt ca. 300 t hergestellt und eingebaut. Dabei handelte es sich um ein Tragdeckschichtmaterial. Der eine Asphalt wurde konventionellem Bitumen hergestellt, der andere, der mit dem synthetischen Bitumen, beide mit 85 % Asphaltgranulat. Befestigt wurde ein 30 x 50 m großer Platz zur Fräsgutlagerung, der also auch statischen und dynamischen Belastungen standhalten muss.

Weder für die Asphaltherstellung noch für den Einbau mussten Veränderungen im Prozess vorgenommen werden. Der mit dem synthetischen Bindemittel hergestellte Asphalt wurde mit 145 °C produziert und mit 135 °C eingebaut. Beim Einbau wurden keinerlei Unterschiede zum konventionellen Heißmischgut festgestellt.

Die Vorteile

Durch die Mischung von Asphaltenen und Maltenen kann deren Verhältnis zueinander verändert werden und somit die Eigenschaften des resultierenden Bindemittels punktgenau eingestellt werden.

Das Instant-Bitumen muss nicht erwärmt werden, bevor es zu den Gesteinskörnungen im Mischer gegeben wird. Für Asphalte, die bei niedrigeren Temperaturen hergestellt werden, ist das Bindemittel besonders geeignet.

Da beide Rohstoffe kalt geliefert und gelagert werden und es sich nicht um Gefahrstoffe handelt, werden komplett neue, effizientere Logistikkonzepte möglich.

Das Potenzial

Durch die kombinierten Maßnahmen von geringeren Temperaturen, erhöhten Anteilen an Recyclingasphalt und die Verwendung von Instant-Bitumen kann die CO2-Bilanz bei der Asphaltherstellung deutlich verbessert werden, von aktuell ca. 51 kg/CO2 Äquivalent pro Tonne Asphalt auf ca. 26 kg/CO2 Äquivalent.

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Foto: Albr3cht Supply Concepts Einbau bei geringeren Temperaturen als bei konventionellem Asphalt

Das Verfahren zur Patentierung der Instant Bitumen Technologie läuft derzeit.

Beim diesjährigen German Innovation Award wurde das Konzept der Albr3cht Supply Concepts GmbH in der Kategorie Excellence in Business to Business mit einem Winner-Titel ausgezeichnet. Der Award honoriert branchenübergreifend Produkte und Lösungen, die sich vor allem durch Nutzerzentrierung und einen Mehrwert gegenüber bisherigen Lösungen unterscheiden.

Einen ausführlichen Beitrag über diese Baumaßnahme und die Bitumentechnologie lesen Sie in der Ausgabe 5 der „Asphalt & Bitumen“, die Ende September erscheinen wird.  Die Fachzeitschrift können Sie hier abonnieren.

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