Stolz präsentieren Beate Böckels und Betriebsleiter Michael Niehoff die Plakette.
Foto: Holemans

Auszeichnung

Erstklassige Kröten-Heimat

Der Tagebau Fischer Vernich ist als amphibienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet worden.

Inhaltsverzeichnis

Eine besondere Würdigung erhielt das Holemans Kieswerk Tagebau Fischer Vernich in Weilerswist bei Köln. Das Unternehmen darf sich ab sofort „amphibienfreundlicher Betrieb” nennen. Symbolisiert wird dies durch eine Plakette. Neben der Tagebau Fischer Vernich GmbH, einem Unternehmen der Holemans Gruppe, erhielten zwei weitere Rohstoff-
unternehmen in NRW diese Auszeichnung. Die drei Unternehmen sind Partner in einem Projekt, in dem mehrere Biologische Stationen im Rheinland, der Nabu NRW sowie der Baustoffverband vero zusammenarbeiten. Ziel dieser Zusammenarbeit ist der Erhalt und der Schutz von seltenen und geschützten Amphibien in der Rohstoffgewinnung in NRW. Unterstützt wird das Projekt vom NRW-Umweltministerium.

Engagement vor Ort und gute Kooperation

Dank enger Kooperation mit mehreren Biologischen Stationen und der großen Einsatzbereitschaft der Kieswerkbelegschaft ist es im Tagebau Fischer Vernich in den vergangenen Jahren gelungen, wertvolle Lebensräume für selten gewordene Kreuz- und Wechselkröten zu schaffen. „In unserem Kieswerk ist Platz für viele verschiedene Gewässer, Flächen mit Sand- und Kieshaufen und ungestörte, wilde Ecken”, erklärt Holemans Rekultivierungsfachfrau Beate Böckels. Dank der Beratung durch die Natur-
experten und einem entsprechend abgestimmten Gelände- und Wegemanagement lassen sich solche Biotope erkennen, gezielt schützen, neu schaffen und erhalten. „Unsere Leute vor Ort sind sehr engagiert. Ohne diesen Einsatz ist ein solches Projekt nicht zu stemmen”, so Beate Böckels.

Profit für Natur und Unternehmen

Die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Abgrabungsunternehmen, die 2018 mit einem Vertrag besiegelt wurde, fußt auf Freiwilligkeit und geht weit über genehmigungsrechtliche Anforderungen an die Unternehmen hinaus. Der Profit liegt bei der Natur und bei den Unternehmen gleichermaßen: Denn ohne die laufenden Kies-, Sand-, Ton- und Gesteinsgewinnungen wären seltene Arten wie Wechselkröte und Kreuzkröte hierzulande vermutlich schon ausgestorben. Daher stammt auch der Name „Abgrabungsamphibien”.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser lobt das gemeinsame Engagement: „Abgrabungen werden in der Öffentlichkeit häufig als zerstörerische Eingriffe in Natur- und Landschaft wahrgenommen. Doch in Wirklichkeit können gerade Kiesgruben und Steinbrüche bei guter Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Naturschutz wichtige Ersatzlebensräume für seltene Arten von Amphibien wie Gelbbauchunke und Laubfrosch, wärmeliebenden Reptilien wie Schlingnatter und Mauereidechse oder auch bestimmten Vogelarten wie Uferschwalbe, Flussregenpfeifer und Kiebitz bieten.” Auch der Nabu NRW als überregionaler Partner freut sich über das Gelingen der Initiative. Seine Vorsitzende, Dr. Heike Naderer, sagte über den Erfolg des gemeinsamen Engagements von Unternehmen und Naturschutz: „Mit der Auszeichnung als `amphibienfreundlicher Betrieb´ wird dieses Engagement mehrerer Abbauunternehmen mittlerweile auch folgerichtig öffentlich gewürdigt“. (Claudia Kressin)

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