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VDI

Fachtagung zu BIM im Infrastrukturbau

Ab 2020 gilt, dass alle Bauprojekte des Bundes mit Building Information Modeling (BIM) umgesetzt werden sollen. Experten auf der VDI-Fachkonferenz „BIM im Infrastrukturbau" am 3. und 4. Dezember in Düsseldorf zeigen auf, wie die Einführung und Nutzung von BIM zu meistern ist.

Inhaltsverzeichnis

Die VDI-Konferenz befasst sich mit den Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von BIM für Schienen, Straßen, Brücken und Tunnel. Im Mittelpunkt stehen Kerninhalte des digitalen Planen und Bauens: Digitalisierung, Datenaustausch und Schnittstellen sowie effizienter Umgang mit großen Datenmengen. Zahlreiche Praxisbeispiele von Unternehmensseite liefern den Teilnehmern wichtige Informationen, die sie für ihre eigenen Projekte weiterbringen.

Vorteile des 3-D-Modells

Infrastrukturbauwerke haben stark regulierte, nicht diskutierbare Rahmenbedingungen: So gibt es zum Beispiel für ihre Gestaltung von Anfang an fest definierte Abhängigkeiten, da sie sich stets an der jeweils vorhandenen Trassierung und Geländebeschaffenheit orientieren müssen. Daher eignen sie sich besonders gut für ganzheitliche dreidimensionale Planungsmodelle. In diese können auch Daten aus Geoinformationssystemen (GIS) einfließen. In der Folge kann so ein trassierungsgebundenes, objektorientiertes und parametrisiertes Modell für eine durchgängige 3D-Planung erzeugt werden. Es erlaubt bereits in ersten Planungsphasen, eine vollständige geometrische Kompatibilität zwischen Trasse, Bauwerk und Bestand herzustellen und mögliche Konfliktpunkte zu erkennen: Sollte zum Beispiel die avisierte Trassierung verändert werden, passt sich die Geometrie des Baus der neuen Linienführung an. Das 3D-Modell stellt seine Informationen (wie System- und Materialparameter, Massen, Kosten, Bauzeit) für alle Beteiligten konsistent zur Verfügung. Dies sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit. BIM bedeutet gleichzeitig, dass sich die Mitwirkenden frühzeitig und gut miteinander vernetzen müssen.

Die sich daraus ergebenden Herausforderungen

Die VDI-Fachkonferenz „BIM im Infrastrukturbau" zeigt, wie die Kollaboration der verschiedenen Planer und Einzelgewerke gelingen kann und wie der Datentransfer am sinnvollsten gestaltet werden sollte, um eine effiziente Planung und Realisierung sowie eine Verbesserung der Kostentransparenz und der Termintreue zu gewährleisten. BIM-Experten präsentieren hierzu praktikable Maßnahmen.

Die Top-Themen sind im Einzelnen:

  • BIM Strategien und Standards - Was erwarten Bauherren?
  • Datenmanagement - Was ist heute schon möglich?
  • Software - Kollaboration und Systemschnittstellen
  • Händelbare Bestandsdaten - Wie bekomme ich bearbeitungsfähige Objekte?
  • Datenaustausch, Attribuierung - Aktueller Stand IFC (Industry Foundation Classes, nach DIN EN ISO 16739)
  • Modellbasierte Ausschreibung - Verträge - Abrechnung außerhalb der Allgemeinen Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C)

Die Veranstaltung wird durch den Spezialtag „BIM Datenmanagement im Infrastrukturbau" am 2. Dezember in Düsseldorf begleitet. Der Workshop veranschaulicht ein erfolgreiches Datenmanagement und bietet ein Livetraining am Beispiel einer Modellprüfung.

Link zur Anmeldung

Programm der VDI-Fachtagung BIM im Infrastrukturbau

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Modellbaustelle in Erbstetten

BIM im Tiefbau – erste Erkenntnisse

Funktioniert BIM im Tiefbau? MTS-Geschäftsführer Rainer Schrode will es wissen. Nach drei Jahren hat er ein Bauprojekt gefunden. Nun gibt es erste Erkenntnisse.

MTS entwickelt „Lösungen für die digitale Baustelle“, die modellbasiertes Bauen (BIM) auch für kleine und mittlere Bauunternehmen abbildbar machen.

Digitalisierung am Bau

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Archiv

BIM im Straßen- und Tiefbau

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