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Bei der Sanierung wird der 22,8 m breite Mittelstreifen der Piste 10/28 erneuert
Foto: Flughafen Zürich
Bei der Sanierung wird der 22,8 m breite Mittelstreifen der Piste 10/28 erneuert

Baustellen

Flughafen Zürich saniert Betonpiste mit temperaturabgesenkten Asphalt

In 70 Nächten saniert seit Ende März der Flughafen Zürich den Mittelstreifen der Piste 10/28. Zentral für das Einhalten des straffen Bauplans ist trockenes Wetter in den Baunächten.

Die Piste 10/28 des grössten Schweizer Flughafens wurde 1948 mit einer Länge von 1,9 km in Betrieb genommen und 1960 auf die heutige Länge von 2,5 km verlängert. Sie wurde mit einem Betonoberbau erstellt. Der Mittelstreifen muss nach 1985 auf einer Breite von 23 m zum zweiten Mal erneuert werden . Dabei bauen die Verantwortlichen auf die Erfahrungen, die sie 2014 bei der Pistensanierung 14/32 gemacht haben. Dabei wird die Betonpiste im Mittelstreifen in den nächtlichen Betriebspausen etappenweise durch einen Asphaltbelag erneuert. Während des Tages müssen die Flugzeuge auf der Piste normal starten und landen können.

Asphalt nach Beton

In 70 bis 80 nächtliche Bauetappen wird die Betonpiste durch einen dreischichtigen Asphaltbelag ersetzt. Der Asphalt wird jeweils bereits am Tag angeliefert. Zum Einsatz kommt ein spezieller Niedrigtemperaturasphalt, der rasch tragfähig wird, damit die Piste pünktlich zum Betriebsbeginn am Morgen wieder bereit ist.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Zentral für das Einhalten des straffen Bauplans ist allerdings trockenes Wetter in den Baunächten. Bei schlechten Wetterverhältnissen können die Arbeiten nach der Sommerpause bis Mitte September andauern, da jede Nacht, in der aufgrund von Schlechtwetter nicht gebaut werden kann, nachgeholt werde muss.

Die Tiefbauarbeiten wird von der Arge Midnightforce durchgeführt, bei der die Walo Bertschinger AG federführend ist.

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Am Ende der Baumaßnahmen wird es einen zweiten Asphaltstreifen am Flughafen Zürich geben
Foto: Flughafen Zürich
Am Ende der Baumaßnahmen wird es einen zweiten Asphaltstreifen am Flughafen Zürich geben

Weitere Massnahmen

Um Anwohnende in der Nacht vor übermässigem Baulärm zu schützen, werden diverse Lärmschutzmassnahmen umgesetzt. So stellt die Bauunternehmung während den lärmintensiven Abbrucharbeiten mobile Lärmschutzwände auf. Ausserdem dürfen Bautransporte nachts nicht durch Wohngebiete fahren. Zur Überwachung der Lärmimmissionen führt die Flughafen Zürich AG Lärmmessungen durch. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag werden keine Arbeiten ausgeführt.

Die Pistenbefeuerung, welche letztmals 1985 komplett erneuert wurden, hat ihren Lebenszyklus ebenfalls überschritten und entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der Technik. Im Zusammenhang mit der baulichen Sanierung der Piste 10/28 erfolgt deshalb auch eine Kompletterneuerung der Anflug-, Pisten- und Rollwegbefeuerung mit LED.

Alle Massnahmen sollen bis zum Jahresende 2023 abgeschlossen sein. Sie werden derzeit mit 87,8 Mio. CHF (84,5 Mio. Euro) kalkuliert.

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