Foto: Foto: TIS Deutschland GmbH / Schulmeistrat IndustrieTechnik

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Marktübersicht Förderbänder und Abstreifer

Förderbänder stellen nach wie vor das Rückgrat beim innerbetrieblichen Transport von Schüttgütern dar. Viele Rohstoffe backen jedoch leicht Gurt an. Abstreifer sorgen dann dafür, dass nichts kleben bleibt und ein einwandfreier Transport gegeben ist.

Deutsche Fördertechnik-Hersteller mit ihren Förderbändern, Abstreifern und Motoren leiden seit Jahren unter einem starken Preisdruck. Da viele Anbieter in Osteuropa oder sogar in Asien fertigen lassen, respektive die Produkte dort einkaufen, haben sich leider auch viele bisherige „Made in Germany“-Hersteller von der Eigenfertigung in Deutschland verabschiedet. Erschwerend kommt hinzu, dass gute Ideen in dieser Branche sofort abgekupfert werden. Patente kosten viel Geld und sind bei den aktuell geringen Margen kaum finanzierbar. Dass es auch anders geht, beweist das Unternehmen VHV Anlagenbau in Hörstel, westlich von Osnabrück. Denn am nordwestlichen Ausläufer des Teutoburger Land, genau dort, wo schon die Römer eine große Niederlage erlitten, kämpfen – pardon: fertigen die 100 Mitarbeiter dieses Unternehmens auf CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen und (Laser-)Anlagen alle notwendigen Fördertechnikteile. Dank einer ausgeklügelten Gleichteilstrategie lässt sich diese Serienfertigung in Deutschland wirtschaftlich realisieren und das Unternehmen ist dadurch absolut konkurrenzfähig.

Gurtförderanlagen in Modulbauweise

Seit der Firmengründung vor 20 Jahren setzt VHV Anlagenbau konsequent auf Gurtförderanlagen in Modulbauweise. Nun redet zwar jeder x-beliebige Anbieter von Modultechnik, doch wie so oft kommt es aufs Detail und schlussendlich das Gesamtkonzept an. Vor allem gilt es die Modulbauweise nicht nur einmalig zu konzipieren, sondern sie ständig weiter zu entwickeln. Die Geschäftsleitung mit den erfahrenen Geschäftsführern Bernhard Veltmann, Georg Hagemann und Bernhard Verlage (die Anfangsbuchstaben der Nachnamen ergeben die Firmenabkürzung VHV), sorgen dafür, dass die Modulbautechnik immer up-to-date ist. Erst 2014 wurde sie erheblich weiterentwickelt. Die erhöhten Anforderungen aufgrund neuer Sicherheitsstandards führten zu einer wesentlichen Überarbeitung der Produkte, bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. So wurden im Bereich der Übergaben die Hauben und Schurren erheblich verbessert. Zudem erhielten sie beidseitig je eine Revisionsöffnung sowie stirnseitig eine Wartungsklappe, die sich um 180° aufschwenken und rechts sowie links anschlagen lässt. Die Übergabehaube erhält nunmehr einen bereits vorgelaserten Flansch im Deckel. Dort lässt sich bei Bedarf eine Absaugvorrichtung rasch montieren, die jederzeit mit einem Jacobstutzen ergänzt werden kann.

Dank eines ausgeklgelten Frderband-Modulsystems lsst sich auf verschiedenste Kundenwnsche eingehen.Foto: Grafik:VHV Anlagenbau

Alle Abstreifervarianten aus dem eigenen Haus können in diesen Schurren bis zu einer Steigung von 40° montiert werden. Das ist etwa für VHV-Deckbandförderer teilweise notwendig. Die Chassis der Antriebs- und Umkehrstationen sind nunmehr baugleich. Für jeden Trommeldurchmesser (zahlreiche Varianten sind lieferbar) gibt es jetzt vier verschiedene Stehlagergrößen, die sich auf den vorgefertigten Lochungen rasch montieren lassen. Die Trommelabdeckungen sind für die unterschiedlichen Lagergrößen ebenfalls vorgelasert.

Abstreifer von VHV


Die Produktpalette der verschiedenen Abstreifervarianten aus dem VHV-Programm ist sehr umfangreich und je nach den Erfordernissen (Fördergut, Bauart und Platzverhältnissen) wird die erforderliche Abstreifervariante ausgewählt. So sorgen die neuentwickelten Pflugabstreifer für eine effektive Reinigung des Untergurtes, einschließlich der herunterhängenden Gurtränder. Die Trommelreiniger bringen Verunreinigungen durch spiralförmigen Umlauf seitlich aus der Anlage und verhindern damit ein Schieflaufen der Gurte. Die Abdichtungen der Aufgabeschurren wurden effektiver durch Eckeinleger gestaltet. Dämpfungselemente oder Tragrollen lassen sich nunmehr auf- und abmulden, um die Aufgabestelle sehr weit in Richtung Umlenkstation zurückzulegen.

Das VHV-Technikum in Hrstel ermglicht eine intensive Erprobung sowie umfangreiche Dauertests von Komponenten und ganzen Frdertechnikanlagen.Foto: Grafik: VHV Anlagenbau

Die neuen Schutzverkleidungen überlappen sich jetzt selbst bei einer weit ausgefahrenen Spannstation und stellen damit sicher, dass kein ungeschützter Bereich entsteht. Drehmomentstützen erlauben den Einbau der Getriebemotoren in den unterschiedlichsten Lagen. Egal ob senkrecht, waagerecht, schräg, nach vorne oder nach hinten zeigend, im Prinzip ist alles möglich. Genauso flexibel lässt sich die Antriebsposition festlegen; sei es an der Aufgabe oder am Abwurf, oder an beiden Seiten. Die Spindelspannstationen können sowohl an den Umkehrstationen als auch an den Antriebsstationen montiert werden. Die rastergelochten Gestellrahmen, in verschiedenen Bauhöhen erhältlich, sowie die entsprechenden statischen Varianten sind bereits für alle Rollenabstände und Sonderausstattungen gelocht. Abdeckungen, Laufstege, Treppen, Bandwaagen, Metalldetektoren und vieles andere mehr, lassen sich daher einfach anschrauben und so bei Bedarf problemlos nachrüsten oder austauschen. Die Stützen sind entsprechend der Bandsteigung neigungsverstellbar und zur einfacheren Montage höhenverstellbar. Sie lassen sich zudem an jedem Millimeter Bandgestell anschrauben. Eine Feuerverzinkung wird als Standard-Korrosionsschutz bereits ab Werk geliefert. Kunststoffbeschichtungen, Sonderlackierungen oder Edelstahlausrüstungen sind auf Wunsch optional erhältlich.

Das gesamte VHV-Modulsystem ist gemäß DIN EN 620 ausgeführt und kompatibel zu allen handelsüblichen Systemausrüstungen. Besonders interessant ist auch das Technikum in Hörstel. Dort werden nicht nur die Produkte stetig weiterentwickelt, hier erfolgen auch Testläufe mit den verschiedensten Fördergütern – selbstverständlich auch im Beisein der Kunden. Im Technikum sind Bunkerabzugsband, Deckbandförderer unter 0° sowie 40° und Doppelgurtförderer unter 0°/90°/0°-Steigung, sowie zwei Querförderer mit Abstreifpflug und Synchro-Materialverteiler im Einsatz. Die installierten Anlagen ermöglichen es, das Fördergut im Kreislauf fahren zu lassen, um auch Langzeittests auszuführen.

Neuer Trommel-Segmentabstreifer von TIS Deutschland

Der neue Trommel-Segmentabstreifer der TIS Deutschland GmbH, eine Tochtergesellschaft der Schulmeistrat IndustrieTechnik in Velen-Ramsdorf (nördlich des Ruhrgebiets), lässt sich dank seiner geringen Bauhöhe unterhalb der üblichen Einbauposition eines Trommelabstreifers montieren. Die optimale Position ist rund 20° unterhalb der Trommelmitte. Da der Abstreifer nicht im direkten Materialfluss steht, kann das Material weiterhin ungehindert in den Produktionsablauf gefördert werden. Dieser Vorteil ist besonders bei großen Fördermengen wie beim Grobstückumschlag gegeben.

Die einzelnen Segmente des Trommel-Hartmetallabstreifers FE sind federgelagert, so dass sie individuell angestellt und bei berlastung einzeln wegfedern knnen.Foto: Foto: TIS Deutschland GmbH / Schulmeistrat IndustrieTechnik

Ein weiterer Vorteil zum Vorgängerprodukt stellen die nunmehr einzeln einstellbaren Segmente dar. Dadurch lässt sich der Anpressdruck auf jedes Segment separat verteilen. Bei balligen Trommeln wird dadurch eine gleichmäßige Reinigung des Förderbandes gewährleistet. Die einzelnen Segmente sind federgelagert. Die Feineinstellung des Anpressdrucks erfolgt über die Teleskopverlagerung. Die neuen Trommel-Hartmetall-Segmentabstreifer FE lassen sich auch bei hohen Temperaturen wie beispielsweise bei Asphalttrommeln einsetzen. Zudem gibt es eine beheizbare Ausführung, die in kalten Regionen Frostschäden am Gurt verhindert.

Abstreifsystem CleanScrape braucht kaum Wartung

Manchmal gibt es neue Produkte, da fragt sich jeder, warum er nicht schon vorher darauf gekommen ist; aber so ist das halt bei Innovationen, die letztendlich Maßstäbe setzen. Das neue Abstreifsystem CleanScrape, eine Entwicklung der IBS Industriemaschinen-Bergbau-Service GmbH in Bischofsheim an der Rhön, dürfte so ein besonders pfiffiges Produkt sein. Das hoch effektive Abstreifsystem, welches eine überzeugende Kombination aus Primär- und Sekundärabstreifer darstellt, bietet nämlich vielversprechende Vorteile wie eine extrem geringe Flächenpressung, eine hervorragende Reinigungsleistung, einen geringeren Gurtverschleiß sowie nahezu keinen Wartungsbedarf.

Der Primärabstreifer ist ein Vorkopfabstreifer, der direkt unterhalb des Abwurfbereiches installiert wird. Dieser Abstreifer wird schräg über die Kopftrommel gespannt und bildet daher eine „Raumkurve“. Die einzelnen Abstreifelemente werden in einer Matrix einvulkanisiert und liegen nur mit geringem Druck an dem Gurt an. Dank der schrägen Anordnung werden Schüttgutüberreste quasi von einer Seite beginnend abgeschält. Daher gibt es keinen übermäßigen Staudruck, der den Abstreifer verbiegen oder gar zerstören kann. Dank der geringen spezifischen Krafteinleitung werden die Gurte optimal geschont. Die durchschnittliche Reinigungsleistung liegt bei 85 bis 95 %.

Das neue Abstreifsystem CleanScrape im Einsatz.Foto: Foto: IBS Industriemaschinen-Bergbau-Service GmbH

Auf der bauma 2013 erstmalig vorgestellt, erzielten die CleanScrape-Abstreifer inzwischen große Erfolge bei zahlreichen Referenzkunden. So äußerte sich der Instandhaltungsleiter von HeidelbergCement, Kalkwerk Istein, recht begeistert, als er meinte: „Das Reinigungsergebnis dieses Vor-Kopf-Abstreifers wird von unseren Produktionsmitarbeitern als hervorragend bewertet. Nach unserer Überzeugung trägt es zur Sicherheit, Sauberkeit und Kostenreduzierung bei, da kein Abrieb des Fördergurtes stattfindet.“Robert Thraves, Leiter von Outbye Services, Ulan Underground Coal Mine in Australien ergänzte: „Die Ergebnisse sind herausragend, jegliche Wartung und Anpassung entfällt; während vorherige Abstreifer zweimal in der Woche eine Wartung sowie ständige Überwachung und Reinigung benötigten. Wir haben Mitarbeiter mit mehr als 30 Jahren Betriebszugehörigkeit, die über diese Abstreifer nahezu schwärmen und sagen, dass es das Beste ist, was sie bisher bei Ulan gesehen haben.“

Der Betriebsleiter von Rump amp; Salzmann, Gipswerk Uehrde, unterstreicht, dass sich die CleanScrape-Abstreifer „insbesondere bei Schneefall und Frost-Tau-Wechseln zwischen Nacht und Tag bewährt haben und unbeeindruckt von diesen ungünstigen Rahmenbedingungen zuverlässig ihre Arbeit erledigen. Eine Wartung ist praktisch nicht notwendig. Der Umfang der Reinigungsarbeiten an den Bandanlagen konnten durch den Einsatz der CleanScrape-Abstreifer deutlich reduziert werden.“

Martin Engineering vertreibt CleanScrape

Seit Mitte Januar 2015 werden die CleanScrape-Abstreifer nunmehr exklusiv von Martin Engineering in Walluf bei Wiesbaden (Niederlassung in Deutschland) vertrieben. Das US-amerikanische Unternehmen wurde 1944 gegründet und ist inzwischen einer der Marktführer im Bereich Schüttguttransport. Im Laufe der Jahre hat Martin Engineering hunderte Produkte entwickelt, um den Transport von Schüttgütern sauberer, sicherer und produktiver zu gestalten. Der bekannte Trac-Mount-Abstreifer, der in den 1980er Jahren entwickelt und im Markt eingeführt wurde, verringert Anbackungen und steigert dadurch wesentlich die Effizienz der Förderanlagen. Darüber hinaus wurde das Trac-Mount-Leistendichtungssystem entwickelt, welches Materialverluste in den Ladebereichen des Förderbandes verhindert. (Robert Ruthenberg)

Foto: Foto: Cleanscrape

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Martin Engineering vertreibt Cleanscrape

Martin Engineering, Hersteller von Förderbandtechnologie, hat mit Wirkung zum 15. Januar 2015 den Alleinvertrieb der Cleanscrape Abstreifer übernommen. Bei dem neuartigen Abstreifsystem handelt es sich um einen Vorkopfabstreifer, der schräg über die Kopftrommel gespannt wird.

Foto: Foto: VHV

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Optimierte Fördertechnik bietet höchste Sicherheit

Als renommierter Hersteller innovativer Gurtfördertechnik präsentiert die Firma VHV Anlagenbau GmbH sichere und staubdichte Fördersysteme, die seit vielen Jahren erfolgreich produziert und eingesetzt werden.

Foto: Foto: Ute Mhle

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Voll die bauma

Besucherrekord: So voll war es noch nie auf der bauma. 530.000 Gäste aus 200 Ländern drängelten sich auf dem Münchener Messegelände. Egal ob Fachbesucher oder abenteuerlustiger Schreibtischtäter – jeder kam, sah und genoss.

Der Airscrape im Praxiseinsatz: Kein Staub, kein Schmutz weit und breit zu sehen.
Foto: Scrapetec Trading GmbH

Förderbandtechnik

Der Luftkratzer schützt vor Staub

Wilfried Dünnwald über seine jüngste Erfindung, den Airscrape, eine neuartige Seitenabdichtung, mit der es an Bandübergaben nicht mehr staubt und dreckt.

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