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Schäden am Fördergurt vermeiden

Fördergurte werden besonders in der Baustoffindustrie stark beansprucht. Viele Schäden entstehen an der Übergabestelle. Wir stellen technische Möglichkeiten vor, um Reparaturen an Bändern zu vermeiden.

Die meisten Schäden am Fördergurt entstehen an der Übergabestelle Dabei ist es wichtig zu wissen, an welcher Stelle das Material auf diesen auftrifft. Eine Tragrolle sollte sich an dieser Stelle des Gurtes nicht befinden. Denn beim „Aufprall“ auf den Gurt entsteht eine Delle, die auch den Fördergurt beansprucht. Deshalb hat der Fördertechnikspezialist Rema Tip Top einen Prallbalken entwickelt, dessen obere Schicht aus Polyethylen besteht, die untere aus Gummi und somit elastisch ist. Remaslide ist einbaufertig, stabil, verschlissene Balken lassen sich einfach und schnell austauschen. Bei deren Einsatz erhöht sich somit die Lebensdauer von Fördergurten, werden Schäden an der Konstruktion verhindert und verringern sich die Stillstandszeiten.

Schlupffreier Lauf mit Gummikeramik

Die Spannung der Fördergurte übt eine gewisse Kraft auf die Teile der Bandanlage aus. Durch die Beladung des Gurtes, die meist W-förmig ist, kommt es zu einer ungleichmäßigen Lastenverteilung. Diese Beanspruchung müssen beispielsweise die Trommeln, die die Gurte führen, aushalten. Dazu werden sie beschichtet. Das verwendete Material muss nicht nur der Reibung wiederstehen, sondern auch eine gewisse Längsdehnung ermöglichen, denn physikalisch unabwendbar ist, dass die Unterseite des Gurtes grundsätzlich stärker gezogen wird, als die Oberseite. Der Gurt muss schlupffrei laufen. Deshalb stehen für die Trommelbeläge unterschiedliche Materialien zur Verfügung: Bei Gummibelägen kann man zwischen glatt oder profiliert wählen, es gibt Gummi-Keramik, den öl- und fettbeständigen und sehr abriebfesten PUR-Formguss oder Autoklavgummierung. Ein weiterer und neu entwickelter Problemlöser ist Gummikeramik. Nach umfangreicher Entwicklungsarbeit bietet Rema Tip Top die Produkte Remagrip CK-K
und CP-X. Dabei werden auf einen Unterbau aus Remaline kleine Keramikplättchen einvulkanisiert. Die Plättchen sind hoch verschleißfest, lassen sich einzeln dreidimensional bewegen und einzeln austauschen. Diese Trommelbeläge beweisen sich im Hafen des brasilianischen Vale bei der Kohleverladung, in der größten Goldmine in Indonesien sowie beim Kohle- und Eisenerzumschlag im Hamburger Hafen. Den hohen Investitionskosten stehen lange Instandhaltungsintervalle gegenüber.

Frdergurte in der Steine- und Erdenindustrie sind hohem Verschlei ausgesetzt, mit spezieller Technik lassen sich Schden vermeiden.Foto: Foto: Maike Sutor-Fiedler

Es ist also notwendig, den jeweiligen Förderprozess zu studieren. Neben den Materialien gehören dazu Fördergurtgeschwindigkeit, Breite, Zustand, Einsatzdauer, Umgebungstemperaturen sowie Achsabstände, um daraufhin das richtige Reinigungssystem zu etablieren. Auch ob der Fördergurt mechanisch oder vulkanisch verbunden wurde, spielt eine Rolle. Denn bei einer mechanischen Verbindung kann kein Produkt aus Hartmetall genutzt werden. Die falsche Wahl wird hier zum großen Kostenfaktor, denn der teuerste Bestandteil einer Bandanlage ist und bleibt der Fördergurt. In den meisten Steine- und Erden-Betrieben fehlt ein solches Fachwissen zur Auswahl der richtigen Produkte. Auch die regelmäßige Wartung und Kontrolle der Anlage sollte man kompetenten Fachkräften überlassen. Mitarbeitern von Rema Tip Top wird nachgesagt, dass sie Probleme beim Vorbeigehen an der Förderbandanlage „erlauschen“. Eben jenen Service will Rema Tip Top bekannter machen. Und das weltweit. Warum nicht schon früher? Die Herausforderung war, ein System zu finden, das global funktioniert. Allein in Deutschland agieren 36 Serviceeinheiten, 119 sind es insgesamt. Hinzu kommen 170 Vertriebsstationen, in denen man gemeinsam mit Kooperationspartner agiert oder Produkte vertrieben werden.

Service fürs Förderband: CMMS (Computerized Maintenance Management System)

Um die Wartung zu optimieren, hat Rema Tip Top ein ganz praktikables Tool entwickelt. Es versteckt sich hinter dem Namen CMMS (Computerized Maintenance Management System): eine Lösung, die global funktioniert, indem ein iPad dazu dient, mobil Daten – und damit papierlos – über eine Cloud auszutauschen. Dazu gehören die Planung, Kontrolle, Datenerfassung, einfache Visualisierung der Zustände per Foto oder aufbereitet per Grafik und Berichtserstellung einschließlich der Bewertung des Anlagenzustandes mit Verdeutlichung des Wartungsbedarfes. Durch Synchronisation sind die Daten immer auf dem neuesten Stand, Aufträge liegen vor oder werden ausgewählt, Sicherheitsprüfungen können quittiert und kundenspezifische Aspekte hinzugefügt werden. Im System bereits integriert sind Förderbänder, Elevatoren, Steilförderer, Magnetabscheider, Mühlen und Waschtrommeln. Siebmaschinen werden demnächst folgen.

Die Frdergurte, die bei Rema Tip Top verarbeitet werden, stammen aus eigener Produktion.Foto: Foto: Maike Sutor-Fiedler

Ziel des Service ist, dass der Kunde seine Anlage mit einer hohen Verfügbarkeit wirtschaftlich und umweltgerecht betreiben kann, die hohen Anforderungen an die Anlagen- und Betriebssicherheit erfüllt werden, die Anlage kontinuierlich optimiert wird, um am Ende die Wartungskosten pro produzierter Tonne zu senken. Das Unternehmen will nicht nur bekannt sein, für die Qualität seiner Produkte und Dienstleistungen, sondern als Systemanbieter verstanden werden, der ganzheitliche Lösungen anbieten kann und gleichzeitig auch Spezialist ist, der die Probleme des Kunden sieht und löst.

Einheitliche Konzepte dafür gibt es nicht, kann es nicht geben, da die Kunden zu individuell sind, agieren sie doch in unterschiedlichen Branchen, mit unterschiedlichen Konzepten und Rahmenbedingungen. Deshalb werden auch individuelle Servicelösungen erarbeitet. Die reichen von der Reparatur auf Abruf über Komponentenverantwortlichkeit, über regelmäßige Inspektionen für einzelne Anlagenteile bis zu ganzheitlichen Konzepten. Keine einfache Aufgabe also, die vor Rema Tip Top liegt, aber der das Unternehmen sich stellen will. (Maike Sutor-Fiedler)

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Reinigungsbürsten für Fördergurte

Fördergurte arbeiten nur effektiv, wie Materialanhaftungen vermieden werden. Mit den Anbackungen geht oft eine Beschädigung der Tragseite des Fördergurtes einher. Die entstehenden Zusatzkosten lassen sich vermeiden, wenn Anhaftungen frühzeitig beseitigt werden – mit Hilfe von speziellen Reinigungsbürsten.

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Gurtservice rund um die Uhr

Seit 2015 verantwortet Rema Tip Top in den drei Tagebauen der RWE Power AG den gesamten Gurtservice, die Abwicklung sowie Organisation des Reparaturgeschehens. Damit konnte der bislang größte Serviceauftrag im Industriebereich in Deutschland realisiert werden.

Verschleißschutz

Damit am Förderband nichts schief läuft

Sebastian Hofmann erklärt, was man gegen Abrasion, Korrosion und Anbackungen bei Förderbandanlagen tun kann.

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Rema Tip Top übernimmt Schüth

Die Rema Tip Top AG hat die Firma Schüth GmbH, einen Spezialisten für Dichtungen, Stanzteile und Belüftungselemente übernommen. Damit treibt das Unternehmen konsequent seine Diversifikationsstrategie im Bereich der Endprodukte voran.