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Foto: BIV

Vorstandswahlen

Georg Fetzer neuer BIV-Präsident

Am 17. Mai wurde auf der Mitgliederversammlung des Bayerischen Industrieverbandes Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV) in München der neue Vorstand gewählt. Neuer BIV-Präsident ist Georg Fetzer (Dachser J. GmbH & Co. KG Fertigbeton-Kieswerke).

Als Vizepräsidenten stehen ihm Andreas Moßandl (Karl Mossandl GmbH & Co.) und Andreas Veitinger ( HeidelbergCement AG) zur Seite. Mit diesem Trio wird der Verband in eine Zeit neuer sozialpolitischer Herausforderungen gehen.

Mike Edelmann und Pius Geiger waren auf eigenen Wunsch nicht mehr angetreten. Beide können auf eine erfolgreiche Strukturreform des Verbandes in den letzten drei Jahren zurückblicken. Für den BIV war es der größte verbandspolitische Umbruch seit der Gründung 1945. Inhaltlich wurden in neu geschaffenen Geschäftsbereichen Themen fokussiert und nach außen zu einer Stimme zusammengefasst. „Politisch sind wir als Einheit deutlich sichtbarer geworden“ so Mike Edelmann. Dazu gehört die Fortschreibung des aus dem Jahre 2002 datierten Rohstoffberichts im bayerischen Wirtschaftsministerium. Dieser geht nun in die Umsetzung. Ziel ist, die regionale Unterdeckung an Gewinnungsflächen mit lückenloser Datenerfassung und Bedarfsentwicklungen aufzuzeigen. Der Verfüll-Leitfaden befindet sich aktuell auf der Zielgeraden. Eine praxisgerechte Verfüllung soll damit wieder möglich werden, auch dank des politischen Einwirkens durch den Beauftragten der Staatsregierung für Bürokratieabbau, Walter Nussel.

Vieles auf den Weg gebracht

Die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren wird weiter vorangetrieben. Wichtige Forderungen aus dem Bereich Bauen, die gemeinsam mit weiteren Verbänden der Bau- und Baustoffindustrie seit langem erhoben werden, haben Eingang in die Koalitionsabsprachen der neuen bayerischen Staatsregierung gefunden. Trotz aller Anstrengungen ist es der Staatsregierung jedoch bisher nicht gelungen, die wohnungsbau-politischen Aufgaben in dem Maße wie nötig umzusetzen.

„Der BIV hat in den letzten drei Jahren eines seiner Ziele, die Herausforderungen der Bau- und Rohstoffbranche in Bayern erfolgreich in der Öffentlichkeit darzustellen, umgesetzt. Dazu haben wir unter anderem Grundlagenarbeit betrieben und können jetzt mit Fakten und fokussierten Botschaften punkten“, erklärte Mike Edelmann. Eine Maßnahme dazu war, die Menschen in Bayern zum Wissenstand und Akzeptanz von Bau- und Rohstoffen zu befragen – Ergebnis: 76 % der Menschen befürworten eine heimische Rohstoffgewinnung. „Die Kernbotschaft bleibt ganz klar: Heimische Rohstoffe für heimische Bauvorhaben. Uns geht der Sand und Kies nicht aus, Bayern hat ausreichend Vorkommen – wir brauchen nur die Möglichkeit, an die Rohstoffe ohne hausgemachte Hürden heranzukommen.“

Auch die Zukunftsthemen sprach Edelmann in seiner Abschiedsrede an: „Aufgabe der Politik muss es sein, die duale Ausbildung, auf die sogar unsere europäischen Nachbarn neidisch blicken, tatkräftig zu fördern“. Die Digitalisierung wird auch in der Bau- und Rohstoffbranche eine gewichtige Rolle einnehmen. Hierzu hat der BIV das Netzwerk innovativer Massivbau mitbegründet. „Auch unsere Produkte müssen und werden wir positionieren. Neben kurz- und mittelfristiger Reduktion des CO2-Ausstoßes bei der Herstellung von Zement gilt es langfristige Lösungen zu erarbeiten. Der CO2-neutrale Beton muss das Ziel sein“.

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