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Lafarge Holcim

Größter Roll-Out: Industrie 4.0 für die Zementproduktion

Lafarge-Holcim macht seine Produktion fit für die Zukunft. Das Zementwerk Siggenthal im Aargau ist der Pilotstandort in der Schweiz, an dem die Integration aller relevanten Module für die „Plants of Tomorrow“ getestet werden.

Inhaltsverzeichnis

Im Rahmen der Initiative „Plants of Tomorrow“ wird das Unternehmen Automatisierungstechnologien und Robotik, künstliche Intelligenz, prädiktive Instandhaltung und digitale Zwillingstechnologien im gesamten Produktionsprozess seiner mehr als 270 integrierten Zement- und Mahlwerke in über 50 Ländern einsetzen.

Das Programm

Das Programm ist auf 4 Jahre ausgelegt und zählt zu den größten Roll-Outs von Industrie 4.0-Technologien in der Baustoffbranche. Das Konzept wird derzeit in mehreren Märkten eingeführt, darunter die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die USA, Kanada, Indien und Russland.

Anlagen, die im Rahmen der „Plants of Tomorrow“ zertifiziert sind, werden gegenüber einem konventionellen Zementwerk eine operative Effizienzsteigerung von 15 bis 20 % aufweisen.

Zu den Technologien, die Lafarge-Holcim einführt, zählen prädiktive Maßnahmen, mit denen Betriebsabweichungen und Unregelmäßigkeiten in Echtzeit erkannt werden. Dadurch reduzieren sich Instandhaltungskosten um mehr als 10 %, während Energiekosten deutlich gesenkt werden.

Pilotstandort Siggenthal

Das integrierte Zementwerk Siggenthal, Schweiz, ist der Pilotstandort, an dem die Integration aller relevanten Module für die „Plants of Tomorrow“ getestet werden.

Solomon Baumgartner Aviles, Global Head Cement Manufacturing: „Die Transformation unserer Zementproduktion ist einer der Schwerpunkte unserer Digitalisierungsstrategie. Mit der Initiative „Plants of Tomorrow“ wird Industrie 4.0 für unsere Anlagen nun zur Realität. Diese innovativen Lösungen sorgen für eine sicherere, effizientere und nachhaltigere Zementproduktion. Wir entwickeln uns zu einem vollständig datengesteuerten Betrieb und unterstützen damit im Rahmen unserer Strategie 2022 – „Building for Growth“ weiteres profitables Wachstum.“

Energiekosten lassen sich deutlich senken

Automatisierung und Robotik sind ein weiterer wichtiger Aspekt der Strategie. Dazu gehört die unbemannte Kontrolle an besonders riskanten Stellen innerhalb des gesamten Werks. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up Flyability nutzt das Unternehmen Drohnen, damit Inspektionen häufiger und kosteneffizienter durchgeführt werden können. Gleichzeitig erhöht sich dadurch die Sicherheit der Mitarbeitenden, da sich mit Drohnen engere Räume besser überprüfen lassen.

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Zudem können mit dem neuen digitalen Tool PACT (Performance and Collaboration) operative Entscheidungen getroffen werden, die nicht länger nur auf Erfahrungswerten basieren, sondern datengesteuert sind. Das Tool kombiniert Daten aus mehreren Quellen und erlaubt die Verwendung von maschinellen Lernanwendungen.

Offene Innovation steht im Mittelpunkt der „Plants of Tomorrow“

Über LH Maqer, eine neue Plattform, mit der Lafarge-Holcim die wirksamsten Technologien identifiziert und sich besonders an Technologie-Start-Ups wendet, wird das Unternehmen zudem neue Partnerschaftsmodelle mit Industrie- und Softwareunternehmen aufbauen.

Philipp Leutiger, Chief Digital Officer: „Wir sind weltweit führend, was unsere Expertise bei der Zementherstellung betrifft. Mit der Plattform LH Maqer öffnen wir unser Betriebsmodell nun der Kreativität und dem Einfallsreichtum der weltweit anerkanntesten Digitalexperten. An vielen unserer Standorte sehen wir bereits die Erfolge dieses Ansatzes.“

Leistungssteigerung mit datengesteuerten Kontrollraumtechnologien

Lafarge-Holcim nutzt bereits jetzt Technologien, mit denen die Leistung zentral gemessen und Ressourcen zugeteilt werden können, um den Verbund der Werke in Echtzeit zu unterstützen. Über 80 % der Zementwerke von LafargeHolcim sind bereits mit dem Technical Information System verbunden, das Datentransparenz auf Werks-, Länder- sowie regionaler und globaler Ebene ermöglicht.

Für einige Länder stehen historische technische Daten aus über 10 Jahren zur Verfügung.

Weitere Systeme ermöglichen die Fernüberwachung bestimmter Anlageteile mittels Onlinesystemen zur Zustandsüberwachung. Seit seiner Einführung im Jahr 2006 konnten mit diesem System allein 80 Mio. Franken eingespart werden und zusätzliche 3 Mio. t Zement aufgrund einer geringeren Anzahl von Betriebsausfällen verkauft werden.

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