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Nationale Strategien, wie die Energiewende, stehen auf der Kippe, wenn zum Beispiel Windenergieanlagen wegen Transportproblemen nicht wie vorgesehen errichtet werden können.
Foto: Volker Schlichting
Nationale Strategien, wie die Energiewende, stehen auf der Kippe, wenn zum Beispiel Windenergieanlagen wegen Transportproblemen nicht wie vorgesehen errichtet werden können.

Neue Verbändeinitiative

Großraum- und Schwertransporte erleichtern

Wenn große Baumaschinen nicht zur Baustelle gelangen, droht die Arbeit stillzustehen. Oft behindern fehlende Genehmigungen den Transport. Eine neue Verbändeinitiative fordert eine Optimierung der Transport-Prozesse.

Derzeit haben sich 31 Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft und Transportbranche in der Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte (VI GST) zusammengeschlossen, um Verbesserungen bei Großraum- und Schwertransporten (GST) zu bewirken.

Großraum- und Schwertransporte sind unter anderem elementare Voraussetzung für die Durchführung von Infrastrukturprojekten der Wirtschaft wie auch der öffentlichen Hand. Die Projektabläufe von Großprojekten sind immer wieder individuell und erfordern lange Planungs- und Vorbereitungszeiten. Der fortschreitende Verschleiß der Verkehrsinfrastruktur zeigt sich aktuell überdeutlich durch die Vielzahl maroder Brücken in Deutschland. Dies führt zu erheblichen Erschwernissen bei der Suche nach möglichen Transportrouten. Erschwerend kommt hinzu, dass das Antrags- und Genehmigungsverfahren, das für GST auf der Straße zu durchlaufen ist, immer mehr unter langwierigen Verwaltungsabläufen leidet. Die Bearbeitungszeiten bei den Behörden nehmen derzeit Wochen bis Monate in Anspruch. Festgelegte Projektabläufe geraten dadurch aus den Fugen und verursachen Verzögerungen und Kostensteigerungen. Nationale Strategien, wie die Energiewende, stehen auf der Kippe, wenn zum Beispiel Windenergieanlagen wegen Transportproblemen nicht wie vorgesehen errichtet werden können.

Weniger Bürokratie

Für die verladende Wirtschaft und Transportbranche ist der aktuelle Zustand nicht mehr hinnehmbar. Die VI GST tritt darum als gemeinsame Plattform der verladenden Wirtschaft und der Transportbranche auf. Ziel ist die deutliche Forderung an die Politik, GST nicht unnötig zu behindern und die vorhandenen Spielräume zur Entbürokratisierung zu nutzen, um dringende Erleichterungen zu ermöglichen.

Ihre Forderungen und Ziele hat die VI GST in einem Positionspapier zusammengefasst, das Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr und Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Anfang Juni übergeben wurde. Diese lauten komprimiert wie folgt:

  • Zweckdienliche Regelungen für GST schaffen
  • Antrags- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und optimieren
  • VEMAGS neu denken – Einführung eines Geoinformationssystem für GST
  • Einheitliche und kalkulierbare Gebühren
  • Verkehrsinfrastruktur erhalten, ausbauen und effektiver nutzen
  • Fachkräftemangel entgegenwirken
  • Anhebung der Anhörfreigrenze auf Transporte bis 44 t Gesamtmasse
  • Stärken der Verkehrsträger bestmöglich nutzen
  • Zeitnah Synergien heben durch Einbeziehung der Wirtschaft  (HS/RED)

Ansprechpartner in den teilnehmenden Verbänden:

Marvin-Uwe Marek – bauforumstahl,  mma@bauforumstahl.de

Uta Maria Pfeiffer – BDI, u.pfeiffer@bdi.eu

Dirk Siewert – BAUINDUSTRIE, dirk.siewert@bauindustrie.de

Wolfang Lübberding – VDBUM, wolfgang.luebberding@vdbum.de

Helmut Schgeiner – BSK, schgeiner@bsk-ffm.de

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    • Asphalt, Recycling, Verbände
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Verbände

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    • Gesetze, Verbände
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    • Straßenerhaltung, Verkehrspolitik
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Heimische Rohstoffe bleiben unverzichtbar

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    • Genehmigungsverfahren, Gewinnung, Rohstoffpolitik, Verbände