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BMD-Baumaschinendienst kämpft sich mit dem Dienstleister Schultze & Braun und seinen Kunden aus der finanziellen Schieflage
Foto: BMD-Baumaschinen/Schultze & Braun
BMD-Baumaschinendienst kämpft sich mit dem Dienstleister Schultze & Braun und seinen Kunden aus der finanziellen Schieflage

Insolvenzverfahren

Hoffnung für BMD-Baumaschinendienst

Der Verkauf und die Vermietung von Baumaschinen sowie Brecher- und Siebanlagen bei BMD-Baumaschinendienst sind stets weitergegangen, dabei meldete das Unternehmen Insolvenz an. Nun könnte aber eine Rettung für den Betrieb und die Mitarbeitenden nahen.

Holger Blümle vom Mannheimer Standort von Schultze & Braun wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Zunächst hat er sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und die Sanierungsmöglichkeiten für die BMD-Baumaschinendienst GmbH & Co. KG mit Sitz in Heidelberg verschafft. Nun hat sich Holger Blümle gemeinsam mit der Geschäftsführung das Ziel gesetzt, eine Sanierungslösung für den Spezialisten im Bereich Verkauf und Vermietung von Baumaschinen sowie Brecher- und Siebanlagen zu finden. Ziel ist es, dass im Jahre 1967 gegründete Unternehmen mit seinen rund 35 Arbeitsplätzen zu erhalten.

Gelingen soll das „durch eine Sanierung aus eigener Kraft, den Einstieg eines Investors, aber auch durch die Integration von BMD-Baumaschinendienst in eine Unternehmens-Gruppe, wie es in einer Pressemitteilung von Schultze & Braun heißt. „Es haben sich bereits erste Interessenten gemeldet, mit denen wir nun Gespräche führen werden. Zudem werden wir aktiv auf potenzielle Investoren zugehen. Mit dem passenden Partner sehe ich gute Chancen, dass BMD-Baumaschinendienst mit seinem Leistungsportfolio auch in Zukunft in dem derzeit schwächelnden Markt aktiv sein kann“, erklärt der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht Holger Blümle.

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Holger Blümle, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht bei Schultze & Braun ist als Insolvenzverwalter bestellt
Foto: Schultze & Braun
Holger Blümle, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht bei Schultze & Braun ist als Insolvenzverwalter bestellt

Kein Stillstand

„Baggern, laden, heben, schneiden, bohren und vieles mehr – für nahezu alle Tätigkeiten auf Baustellen haben wir die passenden Fahrzeuge, Anlagen oder Gerätschaften“, sind Lars Holzhey und Jochen Schwab, die Geschäftsführer von BMD Baumaschinendienst, überzeugt. Das Unternehmen verkauft und vermietet nach wie vor seine Baumaschinen, Brecher- und Siebanlagen in vollem Umfang. Die Kunden von BMD-Baumaschinendienst, die aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet kommen, sind über die aktuellen Entwicklungen informiert. Das Unternehmen freut sich, über die Unterstützung und die Treue vieler Kunden.

Ursachenforschung

Aus dem Hause Schultze & Braun heißt es, dass die finanzielle Schieflage von BMD-Baumaschinendienst auf das schwierige Marktumfeld im Bau- und Immobilienbereich zurückzuführen ist. So haben steigende Zinsen und Preise für Materialien und Rohstoffe die Branche eingetrübt. Insbesondere das Geschäftsfeld Hochbau habe für einen großen Umsatzrückgang beim Spezialisten für Verkauf und Vermietung von Baumaschinen gesorgt. „Weniger Baustellen im Gebäudebereich bedeuten zwangsläufig auch weniger Kräne“, fassen Holzhey und Schwab die aktuelle Herausforderung zusammen. „Viele unserer Kunden leihen ihre Kräne regelmäßig bei uns. Da sie auch von der Krise in der Bau- und Immobilienbranche betroffen sind, konnten und können sie uns nicht wie gewohnt beauftragen. Da Aufträge im Hochbau in der Regel große Volumina haben, konnten wir den dadurch entstandenen Umsatzrückgang im Gesamtunternehmen trotz der solide laufenden weiteren Geschäftsfelder kurzfristig nicht ausgleichen.“

Die gestiegenen Kosten für Energie und Materialien haben dann für die endgültige finanzielle Schieflage des Unternehmens gesorgt. Bis Ende Februar soll die Krise aber mit den Möglichkeiten des Insolvenz- und Sanierungsrechts aber beseitigt werden. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden von BMD Baumaschinendienst sind mindestens bis Ende Februar gesichert. (MSM/RED)

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