Archiv

10 Tipps zum Kraftstoff sparen in der kalten Jahreszeit

In der kalten Jahreszeit verbrauchen Autos deutlich mehr Kraftstoff als an wärmeren Tagen. Wer das Gaspedal vorsichtig dosiert und sich die Regeln verbrauchssenkender Fahrweise in Erinnerung ruft, hält den Mehrverbrauch in Maßen.

Das entlastet nicht nur den Geldbeutel, jeder nicht verbrannte Liter Kraftstoff reduziert auch die Umweltbelastung durch CO2 und Schadstoffe.

In der Kaltstartphase arbeitet der Motor mit einem fetteren Luft-Kraftstoff-Gemisch, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Außerdem muss er einen größeren Reibungswiderstand des kalten Schmieröls überwinden. Das treibt in der Anlaufphase den Verbrauch stark nach oben. Wer häufiger extrem kurze Strecken mit kaltem Motor fährt, muss daher mit einem deutlich höheren Verbrauch rechnen. Also: Kurzstreckenfahrten nach Möglichkeit reduzieren.

Viele „Laternenparker“ lassen ihr Fahrzeug im Winter warmlaufen. Das ist untersagt und völlig unnötig: Es erhöht den Verbrauch und belästigt die Nachbarn mit Lärm und Abgasen. Günstiger ist, sofort nach dem Start loszufahren, denn der Motor wird unter Last, also beim Fahren, schneller warm. Aber Achtung: Auf den ersten Kilometern den Motor nicht hochdrehen, sondern im moderaten Drehzahlbereich bleiben, bis der Motor warm ist.

An kalten Tagen kommen im Auto vermehrt elektrische Verbraucher zum Zuge wie etwa die Heckscheibenheizung oder das Heizungsgebläse. Vor allem die leistungsstarke Heckscheibenheizung kommt oft auf unnötig lange Betriebszeiten. Damit sich diese Geräte nicht als Spritschlucker entpuppen, ist überlegter Einsatz gefragt. Also sobald sie ihre Arbeit getan haben: ausschalten! Klimaanlagen verursachen einen Mehrverbrauch zwischen 0,1 l und 2,1 l pro 100 km, je nach Fahrzeugmodell, Klimaanlagentechnik und Einsatzbedingungen. Und allein die Standheizung wartet mit einem Mehrverbrauch ca. 0,2 bis 0,5 l pro Stunde auf. Die heizbare Heckscheibe verbraucht 185 Watt, die Frontscheibenheizung sogar 540 Watt und auch die beheizbaren Außenspiegel schlucken 30 bis 40 Watt. 100 Watt elektrische Leistung erfordern je nach Motordrehzahl und Lichtmaschinen-Auslegung ca. 0,1 l/100 km.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Nutzen regelmäßiger Fahrzeuginspektionen: Nur ein optimal gewarteter Motor verbrennt sauber und verbraucht nicht mehr Kraftstoff als nötig.

Verbrauchsfördernd wirkt sich auch ein zu niedriger Reifendruck aus, ganz abgesehen vom höheren Sicherheitsrisiko. Bereits 0,2 bar zu wenig Druck erhöht den Rollwiderstand. Deshalb: Beim Tankstopp den Reifendruck anpassen und nach Beladen den Druck laut Herstellerangaben erhöhen.

Ballast abwerfen lohnt ebenfalls, denn jedes Kilo Gewicht kostet Kraftstoff. Im Durchschnitt ergeben 100 kg Gewicht bis zu ca. 0,3 l Mehrverbrauch auf 100 km. Daher nicht benötigte Dinge ausladen und Gepäckträger oder Dachboxen abmontieren, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Dachboxen erhöhen den Spritverbrauch um 20 %.

Nicht zuletzt wirken sich in der kalten Jahreszeit die Regeln des kraftstoffsparenden Fahrens aus: Dazu gehören vorausschauendes Fahren, Schubabschaltung nutzen, Kavalierstarts und abruptes Abbremsen vermeiden, mit niedrigen Touren fahren, früh hoch- und spät herunterschalten. Viel lernen können Autofahrer übrigens bei einem Öko-Fahrtraining, das viele Clubs und Organisationen im Programm haben.

  • Kurzstreckenfahrten reduzieren
  • Motor nicht im Stehen „warmlaufen“ lassen
  • Auf den ersten Kilometern nicht im hohen Drehzahlbereich fahren
  • Heckscheibenheizung schnell wieder abschalten
  • Klimaautomatik arbeitet auch bei erreichter Temperatur weiter, um beispielsweise die Luft zu entfeuchten
  • Bei der Inspektion auch den Motor überprüfen lassen
  • Regelmäßig Reifendruck überprüfen und bei höherer Beladung anpassen
  • Gewicht reduzieren: Gepäckträger, Dachboxen und unnötigen Kofferrauminhalt entfernen
  • Kraftstoffsparend Fahren durch vorrausschauendes, niedrigtouriges Fahren u. ä.
  • Dazu auch mal ein Fahrtraining machen

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.