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Foto: Autobahn Westfalen
Schauten sich die Baustelle an der A 1 bei Holdorf an (v.l.n.r): Christian Teichler (Strabag), Ralf Hafner (Bunte), Lutz Hoffmann (Strabag), Stephan Krenz (Autobahn GmbH), Elfriede Sauerwein-Braksiek (Autobahn Westfalen), Jens Schulte (ARGE) und Philip Overbeck (Autobahn Westfalen)

Straßenbau

Ausbau der A 1 tritt in eine neue Phase

Die Autobahn Westfalen hat den Verkehr zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf in eine 4+0-Verkehrsführung umgelegt, um die Fahrbahn in Richtung Osnabrück für den sechsstreifigen Ausbau freizuhalten.

Die Autobahn Westfalen investiert 600 Mio. Euro, um 30 km Autobahn zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche bis zum Frühjahr 2025 von 4 auf 6 Fahrspuren auszubauen. Dafür hatte sie den Auftrag Anfang des Jahres an die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „A1 Dammer Berge“ aus Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG und Strabag AG vergeben. Diese hat sich im Rahmen eines so genannten Funktionsbauvertrags verpflichtet, die Strecke innerhalb von viereinhalb Jahren auszubauen und über einen Zeitraum von 30 Jahren zu erhalten. Der Betrieb der Strecke wie Winterdienst oder Gehölzschnitt bleibt jedoch weiterhin in der Verantwortung der Autobahn Westfalen.

„Wir haben das Ziel, Baumaßnahmen zeitsparend und effektiv umzusetzen, damit wir den Verkehrsteilnehmern die Autobahnen schnellstmöglich wieder in vollem Umfang zur Verfügung stellen können. Funktionsbauverträge schaffen die Möglichkeit, Projekte zügig umzusetzen, indem Anreize für schnelleres Bauen geschaffen werden“, so Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH.

4 Phasen und 5 Bauabschnitte

Das Ausbauprojekt besteht aus 4 Bauphasen und 5 Bauabschnitten. Aktuell haben in der ersten Phase die Bauabschnitte 1, 3 und 5 in Fahrtrichtung Osnabrück zeitsparend fast gleichzeitig begonnen. Beton- und Asphaltfräsen, Bagger und Muldenkipper sind zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf im Dauereinsatz, um den alten Bestand auszubauen, auf dem nahegelegenen Brech- und Mischplatz aufzubereiten und wieder zu verwerten.

Im Anschluss daran startet im Frühjahr 2022 Phase 2 mit den Bauabschnitten 2 und 4, die Mitte 2023 beendet sein werden. Danach ist die Richtungsfahrbahn Osnabrück fertig und die Arbeiten starten auf der anderen Seite Richtung Bremen.

Die Phase 3 dauert bis Mitte 2024 und beinhaltet Arbeiten an den Bauabschnitten 1 und 2 und an den Bauabschnitten 4 und 5, bevor Phase 4 anschließt und Ende des ersten Quartals 2025 abgeschlossen sein wird.

„Die Autobahn Westfalen macht dabei genaue Zeitvorgaben, damit den Verkehrsteilnehmern so schnell wie möglich eine störungsfreie Strecke zur Verfügung gestellt werden kann. Der Auftragnehmer trägt die Verantwortung dafür, dass die Qualität des Bauwerks nachhaltig ist und alle Regel- und Qualitätsansprüche der Autobahn Westfalen erfüllt werden“, erklärt Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH. Themen wie Sicherheit, Umwelt und Lärmschutz stehen dabei im Fokus.

Entlastungsstrecken lassen Verkehr weiter fließen

In jeder Bauphase gibt es Bauabschnitte ohne Bautätigkeiten, die als Entlastungsstrecken dienen und in denen der Verkehr wie gewohnt fließen kann. Während der gesamten Baumaßnahme stehen den Verkehrsteilnehmern pro Fahrtrichtung immer 2 verengte Fahrspuren zur Verfügung. Sollten größere Eingriffe nötig sein, werden diese nachts oder am Wochenende ausgeführt. Der Auftragnehmer ist während der Bauzeit für den verkehrssicheren Zustand der Strecke verantwortlich.

Hintergrund ist, dass die A 1 Teil der Hansalinie und damit Teil des transeuropäischen Fernstraßennetzes ist. Der aktuelle Ausbau schließt die letzte Lücke einer durchgehenden Sechsstreifigkeit zwischen Lotte/Osnabrück und der Ahlhorner Heide. Das Verkehrsaufkommen liegt bei 77.400 Fahrzeugen täglich. Der Schwerlastanteil beträgt 19 %. Aus diesem Grund sind eine durchgängige Aufrechterhaltung des Verkehrs sowie zeitsparende Maßnahmen von hoher Bedeutung.

Die Baumaßnahme in Zahlen

Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, sind in Spitzenzeiten 250 Mitarbeiter im Außen- und Innendienst auf der Baustelle im Einsatz. Die alte Fahrbahn muss komplett ausgebaut werden, bevor sie von 30 auf 36 m verbreitert werden kann.

14 Brücken, 2 Überführungen und 2 Behelfsbrücken müssen neu gebaut werden, 18 Brücken werden saniert, 6 Regenrückhaltebecken neu angelegt, Lärmschutzwände- und Wälle entstehen auf einer Länge von 6 km. 100 km Schutzplanken und Betonschutzwände werden entlang der Strecke installiert.

10 Hektar Ausgleichsfläche müssen noch geschaffen werden, 16 wurden bereits vor Beginn des Ausbaus in Form von Anpflanzungen, Gewässern und Extensivierungen angelegt. Durch diese vorgezogenen Maßnahmen wurden bereits vor dem Ausbau verschiedenen Vogelarten alternative Brutmöglichkeiten angeboten.

Foto: Foto: Aco

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Foto: Grafik: BMVI

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