bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (l.) mit den Gewinnern des bauma-Innovationspreises 2019.
Foto: David Spoo

bauma 2019

bauma-Innovationspreis verliehen

Der bauma-Innovationspreis wird traditionell am Vorabend der bauma-Eröffnung in der Allerheiligen Hofkirche in der Münchener Residenz verliehen. Am gestrigen Sonntag wurden vier Unternehmen und eine Universität für die beste technischen Innovationen ausgezeichnet.

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger dankte den Stiftern des Innovationspreises – neben dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Messe München sind dies HDB (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie), ZDB (Zentralverband des deutschen Baugewerbes) und bbs (Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden). Aiwanger stellte heraus, wie wichtig es sei, dass Maschinen und Prozesse weiterentwickeln und dankte, den Nominierten des Innovationspreises, die sich etwas haben einfallen lassen. „Mit technischer Rückständigkeit hat man die Zukunft noch nie gewonnen“, so Aiwanger. Der bauma-Innovationspreis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal verliegen. Aus den 138 eingegangen Einsendungen hatte die Fachjury in fünf Kategorien jeweils drei Einsendungen nominiert.

Die Herrenknecht AG gewann den Preis in der Kategorie Maschine mit ihrer E-Power Pipe. Hiermit entwickelte das Unternehmen ein Verfahren für die wirtschaftliche und umweltschonende Verlegung von Erdkabeln. Kabelschutzrohre mit kleinem Durchmesser und Haltungslängen von über einem Kilometer kann man damit schnell und sicher im Untergrund installieren. Das schützt die Landschaft vor großen Veränderungen und ermöglicht damit eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn es um das Verlegen von Stromtrassen geht. Die MOBA Mobile Automation AG erreichte den ersten Platz in der Kategorie Komponente/digitale Systeme. Mit dem System PAVE-TM zur automatischen und berührungslosen Schichtdickenmessung im Straßenbau lassen sich der Materialbedarf genauestens planen und die Unfallrisiken minimieren, weil manuelle Nachmessungen entfallen. Das führt zu enormen Kosteneinsparungen und einer höheren Qualität der Fahrbahn.

Humanisierung des Arbeitsplatzes

In der Kategorie Bauwerk/Bauverfahren/Bauprozesse gewann Max Bögl. Mit einer mobilen Produktionsstätte für Windkraftanlagen gelingt es dem Unternehmen, die deutsche Werksfertigung als Spiegelbild vollständig an jedem Ort dieser Welt umsetzen zu können. Damit vermeidet es aufwendige Transporte und fördert die lokale Wirtschaft. In der Kategorie Forschung/Wissenschaft machte die Technische Universität München das Rennen. Zusammen mit ihren Partnern entwickelten sie ein Fahrerleitsystem 4.0, das die Baumaschinenführer mit Holografien bei ihren Baustellentätigkeiten unterstützt. Virtuelle 3D Modelle und Daten aus verschiedenen Quellen überlagern reale Objekte und die Umgebung. Der Bediener erhält alle relevanten Informationen im Sichtfeld. Das ermöglicht mehr Übersicht und erleichtert das Umsetzungen von Veränderungen im Bauprozess. Laudator Felix Pakleppa, der Hauptgeschäftsführer des ZDB, nannte die Entwicklung eine „Humanisierung des Arbeitsplatzes“.

Die Liebherr Hydraulik Bagger GmbH gewann den Preis in der Kategorie Design. Das Unternehmen geht mit seiner neuen Bedienumgebung für Baumaschinen auf die nächste Ebene einer digitalen Steuerungsumgebung indem es physische und digitale Einheiten kombiniert: Es integriert handelsübliche Tablets in die Steuerungsumgebung einer Baumaschine und setzt die Anforderungen von Maschinenführern um anhand eines intuitiven Graphics Unit Interface. Der Mensch wird die Maschine nicht mehr nur bedienen, sondern er wird mit ihr kommunizieren.

Foto: VDMA

Moba

Ausgezeichnetes System für den Straßenbau

Anlässlich der bauma 2019 ist erneut der bauma-Innovationspreis in fünf Kategorien verliehen worden. Die Kategorie „Komponente“ konnte die Moba Mobile Automation AG für sich entscheiden.

Foto: Grafik: bauma

Archiv

Bewerbungsfrist für bauma-Innovationspreis startet

Im Rahmen der bauma 2016 wird bereits zum elften Mal der Innovationspreis vergeben. Gesucht werden zukunftsfähige und wirtschaftliche Entwicklungen mit hohem Praxis-Nutzen. bauma-Aussteller, Forschungsinstitute, forschende Unternehmen und Mitglieder der Spitzenverbände der Deutschen Bauwirtschaft können sich vom 7. April bis 31. August online um den Innovationspreis bewerben.

Foto: Foto: Ute Mhle

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Voll die bauma

Besucherrekord: So voll war es noch nie auf der bauma. 530.000 Gäste aus 200 Ländern drängelten sich auf dem Münchener Messegelände. Egal ob Fachbesucher oder abenteuerlustiger Schreibtischtäter – jeder kam, sah und genoss.

Foto: Abbildung: bauma

Archiv

Bewerbungen für den Innovationspreis

Der bauma Innovationspreis wird bereits zum zwölften Mal ausgeschrieben. Er prämiert wegweisende Entwicklungen, nachhaltige Verfahren und ansprechendes Design. Angesprochen sind alle Aussteller der Weltleitmesse bauma sowie Forschungsinstitute, Hochschulen, forschende Unternehmen und Mitglieder der Spitzenverbände der deutschen Bauwirtschaft, sich für diesen Preis zu bewerben.

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