Foto: Planen und bauen 4.0

Digitalisierung

BMVI und BMI starten gemeinsames Kompetenzzentrum für BIM

Auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist mit der Vertragsunterzeichnung das Nationale BIM-Kompetenzzentrum auf den Weg gebracht worden.

Die beiden Bundesministerien werden das Nationale BIM-Kompetenzzentrum gemeinsam betreiben und so für ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen im Infrastruktur- und Hochbau sorgen. Ziel ist, die Digitalisierung im Bauwesen zu beschleunigen. Mit Planung und Betrieb wurde die planen-bauen 4.0 GmbH beauftragt.

„Die Zukunft gehört dem digitalen Bauwesen - modellbasiert, kooperativ und effizient in allen Leistungsphasen. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums, in Ergänzung zur planmäßigen Umsetzung des Stufenplans, ist ein weiterer Meilenstein im Prozess der Digitalisierung des deutschen Bauwesens und eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung von Bundesbauprojekten. Zudem bietet die Methode ,Building Information Modelling‘ die Möglichkeit, neue Technologien, wie z. B. Künstliche Intelligenz, Robotik und 3D-Druck, künftig effektiv zu integrieren“, so Bundesminister Andreas Scheuer

Bundesinnenminister Horst Seehofer ergänzte: „Die Digitalisierung verändert alle Branchen - das gilt auch für das Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Durch digitale Methoden werden Projekte effizienter, schneller und günstiger. Davon wird die Baubranche profitieren - zuletzt aber auch all diejenigen, die die Gebäude benutzen. Genau hier setzt das Nationale BIM-Kompetenzzentrum ein, indem es die wichtigsten Akteure vernetzt und Know-how bündelt. Damit kommen wir der Digitalisierung des Bauens einen entscheidenden Schritt näher.“

Die digitale Planungsmethode BIM ermöglicht eine zuverlässige Kosten-, Qualitäts- und Terminkontrolle und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in allen Phasen. Das Kompetenzzentrum wird alle Bereiche des Planens, Bauens und Nutzens von Bauwerken im Hoch- und Infrastrukturbau abdecken und als zentrale öffentliche Anlaufstelle für BIM-relevante Informationen dienen.

Es unterstützt den Bund bei folgenden Aufgaben:

  1. Qualitätssicherung und Koordination der BIM-Aktivitäten,

  2. Entwicklung und Umsetzung einer einheitlichen Normungs- und open-BIM-Strategie,

  3. Aufstellung von Aus- und Fortbildungskonzepten,

  4. Erarbeitung von Anforderungen und Benchmarks,

  5. Einrichtung und inhaltliche Pflege eines BIM-Portals mit Datenbank, Prüfwerkzeugen und BIM-Objekten

Straßenbau 4.0

VIA IMC verstärkt BIM-Kompetenzzentrum

VIA IMC, die Digitalsparte von Eurovia, tritt dem im Juni vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gegründeten nationalen BIM-Kompetenzzentrum bei.

MTS entwickelt „Lösungen für die digitale Baustelle“, die modellbasiertes Bauen (BIM) auch für kleine und mittlere Bauunternehmen abbildbar machen.

Digitalisierung am Bau

BIM im Tiefbau – was ist das?

BIM ist in aller Munde. Doch was genau ist eigentlich BIM und warum ist die Umsetzung im Tief- und Straßenbau so schwer? Das Kürzel BIM steht für „Building Information Modeling“ und lässt sich am einfachsten mit „modellbasiertem Bauen“ übersetzen: Das Bauwerk wird also erst digital in 3D (dreidimensional, sprich in Lage und Höhe) geplant, dann virtuell im Maßstab 1:1 errichtet und erst dann real gebaut. So können verschiedene Varianten vorab ausprobiert und visualisiert werden.

Archiv

Knipper unterstützt Dobrindt

Die Deutsche Bauindustrie unterstützt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bei seinem Vorhaben, Building Information Modeling (BIM) ab 2017 stufenweise in Bauprozesse zu integrieren. RA Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, erklärte dazu im Vorfeld des Zukunftsforums Digitales Planen und Bauen heute in Berlin: „Mit der verbindlichen Einführung eines Stufenplans zur Einführung von BIM bei Verkehrsinfrastrukturprojekten in Deutschland halten wir den entscheidenden Schlüssel in der Hand, um in Zukunft Kosten- und Zeitüberschreitungen bei Großprojekten zu vermeiden. Das geht aber nur, wenn digitale Werkzeuge durchgängig in der Wertschöpfungskette Bau angewendet werden.“

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RUB veröffentlicht Handlungsempfehlungen

„Unsere wichtigste Erkenntnis war, dass die Anwendung von digitalen Methoden zur Planung und Ausführung im Infrastrukturbau schon heute möglich ist“, sagte Prof. Dr. Markus König, Leiter des RUB-Lehrstuhls für Informatik im Bauwesen. Anlass war die Fertigstellung der Handlungsempfehlungen, die die Arbeitsgemeinschaft Infra-BIM erstellt hatte.