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Foto: © argum / Falk Heller
Die Firma Schwaben Recycling GmbH von Alois Miller mit einem Prallbrecher der Schweizer Firma GIPO.

Giporec im Einsatz

Ein Schweizer überzeugt im Recycling

Seit Juli 2019 ist bei der Alois Miller bzw. Schwaben Recycling (SRC) GmbH eine Giporec R 100 FDR Giga im Einsatz. Unser Autor sprach mit den Betreibern über ihre Erfahrungen.

Der raupenmobile Prallbrecher Giporec R 100 FDR Giga mit einer angeschlossenen Siebeinheit wird bei der Alois Miller – Schwaben Recycling GmbH ausschließlich für Recyclingmaßnahmen eingesetzt. Das umfasst die Aufbereitung der angelieferten mineralischen Abbruch- und Baustoff-Recycling-Materialien auf dem eigenen Recyclinghof wie auch den Einsatz auf den entsprechenden Baustellen vor Ort. Geschäftsführer Bernhard Miller von Alois Miller und Schwaben Recycling hat den vorherigen Brecher durch die neue Giporec ersetzt - was hat ihn überzeugt? „Zunächst einmal, dass diese Maschine ohne überflüssige Elektronik auskommt. Sie ist zudem sehr robust gebaut, was wir gerade im Recycling sehr schätzen. Und, wir haben eine flexible Maschine gesucht, die wir problemlos mit unserem eigenen Tieflader zu den Einsatzorten bringen können.“

Normwerte einhalten

Die Schwaben Recycling GmbH produziert aus den getrennt gelagerten Stoffgruppen Asphalt, Bauschutt und Beton unter anderem drei zertifizierte Endprodukte, wie Betriebsleiterin Daniela Fischer zeigt: „Das sind RC-Mix 0/56 aus den Inputstoffen Ziegel und Beton, RC-Beton 0/56 und RC-Asphalt 0/16. Gerade hier müssen die Normwerte strikt eingehalten werden, und allein in der kurzen Zeit mit der Giporec haben wir schon festgestellt, dass mit den Siebmöglichkeiten, dem Magneten und natürlich dem Windsichter ganz andere Materialqualitäten erreichbar sind. Und genau das war das Ziel!“

Mit Nachsiebmaschine

Motorseitig ist ein moderner Caterpillar-Dieselmotor Typ C9 Acert mit 261 kW bzw. 350 PS mit integriertem Partikelfiltersystem eingebaut. Herzstück ist der sehr robuste und leistungsfähige Prallbrecher vom Typ P 100 mit einem Prallmühlen-Einlauf von 970 x 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1.200 mm. Diese vielfach bewährte Gipo-Prallmühle ist mit einer großen Nachsiebmaschine kombiniert, die gerade im Recyclingeinsatz eine Menge an Vorteilen bringt.

Der Brecherantrieb erfolgt hydraulisch. Mit der separaten 2-Deck Vorabsiebung erreicht man eine Steigerung der Endproduktqualität durch das Ausscheiden des verschleißintensiven Feinmaterials, des plattigen Korns und eventueller Verunreinigungen. Damit wird nicht nur die Brechleistung erhöht, sondern ebenso der Verschleiß verringert.

Reduzierte Materialschichthöhe

Der Brecheraustrag erfolgt über die bewährte Austragsrinne und ein Förderband mit einer Gurtbreite von 1.200 mm. Dieses breite Austragsband verhindert lästige Materialstauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen, zugleich wird die Materialschichthöhe wesentlich reduziert. Dies macht sich speziell im Recyclingbereich positiv bemerkbar, da eventuell vorhandene Eisenteile noch besser vom Überbandmagnetscheider erfasst werden können. Der Permanentmagnet ist dabei in der Längsrichtung beim Übergang vom Förderband auf den Brecheraustrag der Siebmaschine angeordnet. Das gebrochene Material wird anschließend von der großen 2-Deck Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1.500 x 3.500 mm abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in die Aufgaberinne zurückgeführt werden. Das Förderband zur Überkornrückführung kann als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole um 180 Grad hydraulisch geschwenkt werden.

Öffnung in Materialflussrichtung

Im Überkornkornkreislauf ist ein Windsichter installiert. Damit werden Leichtstoffe wie Holz, Kunststoff und andere leichte Fremdmaterialien mit Hilfe einer speziellen Luftdüse aus dem Materialstrom ausgeblasen. Das Materialflusskonzept selbst vermeidet wie bei den anderen Gipo-Anlagen eine Verengung des Materialstromes, die Systembreiten der Förderelemente „öffnen“ sich in Materialflussrichtung. Das einfache An- und Abkuppeln der Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt mittels Hydraulikzylinder ohne fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit ist ein einfaches und schnelles Wechseln der Siebbeläge problemlos möglich.

Unikate aus der Schweiz

„Bei Gipo sieht keine Maschine wie die andere aus, wir konzipieren alle Maschinen immer genau auf die Bedürfnisse der Kunden“, erläutert Gipo-Mitarbeiter Marco Cammarata. Das wird auch bei dieser Anlage deutlich, wie Bernhard Miller sogleich bestätigt: „Um die Anlage auf unserem vorhandenen Tieflader transportieren zu können, musste Gipo das Chassis entsprechend modifizieren. Damit konnte der notwendige Permanentmagnet auch an der gewünschten Stelle installiert werden, und noch wichtiger, die Gewichtsverteilung mit dem leicht geänderten Rahmen passt wieder optimal.“
(Helmut Strauß)

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Die Firma Schwaben Recycling GmbH von Alois Miller mit einem Prallbrecher der Schweizer Firma GIPO.

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