Foto: Autobahndirektion Nordbayern

ÖPP

Erneute Runde für das Verfügbarkeitsmodell der A 3

Die Autobahndirektion Nordbayern hat das laufende Vergabeverfahren für das ÖPP-Projekt zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen im Zuge der A 3 in das Stadium vor Abgabe der endgültigen Angebote zurückversetzt.

Dieser Schritt ist notwendig geworden, da wegen inhaltlicher Mängel keines der beiden vorliegenden Angebote beauftragt werden konnte.

Der 6-streifige Ausbau der A 3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen soll im Zuge eines ÖPP-Projektes erfolgen, d. h. ein privater Betreiber baut die A 3 aus und ist für 30 Jahre für den Betrieb und die Erhaltung der rund 76 km langen Strecke verantwortlich.

Das Vergabeverfahren hierfür begann im Oktober 2016. Gemäß der Wertung der im März 2018 vorgelegten Erstangebote wurden im Oktober die beiden bestgereihten Bieter zur Abgabe eines endgültigen Angebotes aufgefordert. Die Submission fand am 11. Januar 2019 statt.

Im Zuge der Prüfung der Angebote stellte die Autobahndirektion fest, dass beide Angebote Mängel aufwiesen, die aus Sicht der Vergabestelle zwingende Ausschlussgründe darstellen. Daraufhin wurde beiden Bietern der Ausschluss ihrer Angebote mitgeteilt. Die Rechtmäßigkeit ihres Ausschlusses lassen beide Bieter derzeit bei der Vergabekammer Nordbayern überprüfen.

Nachdem für die Vergabestelle kein zuschlagsfähiges Angebot vorliegt und um einen Baubeginn zumindest in 2020 zu ermöglichen, setzt die Autobahndirektion Nordbayern das laufende Vergabeverfahren in das Stadium vor Abgabe der endgültigen Angebote zurück. Die beiden Bieter erhalten so die Gelegenheit, nochmals endgültige Angebote ohne Mängel abzugeben.

Die Alternative zur Rückversetzung wäre eine vollständige Aufhebung der Ausschreibung. Dies würde den Baubeginn um mehrere Jahre verschieben. Durch die Rückversetzung verschiebt sich der bisher vorgesehene Zeitplan lediglich um rund ein Jahr. Der Baubeginn ist jetzt planmäßig für Frühjahr 2020 vorgesehen. Der 6-streifige Ausbau der 76 km langen Strecke soll dann im Herbst 2025 fertiggestellt sein.

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