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Foto: Benninghoven
Die erste TBA 4000 am Standort Baugnez bei Malmedy in Belgien produziert bis zu 320 t/h für die Boreta S. A., ein Tochterunternehmen Bodarwés

Asphaltmischanlage

Erste Asphaltmischanlage TBA 4000 aus Wittlich eingeweiht

Mit einem großen Firmenevent des belgischen Bauunternehmens Bodarwé wurde mit vielen Gästen die Inbetriebnahme einer TBA 4000 von Benninghoven gefeiert.

Spektakulär wurde es für die Gäste der Einweihungsfeier bei der Führung zu den entsprechenden Komponenten, beispielsweise auf der Wiegemischsektion in 20 m Höhe, dem Herzstück der Anlage. Der Mischturm ist insgesamt 42 m hoch.

Ein Unternehmen mit Tradition

Die Anlage steht in einem Steinbruch der Boreta S. A im beglichen Baugnez bei Malmedy. Im Warchenne-Steinbruch wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Sandstein und Quarzit abgebaut. Anfangs wurden diese für den Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Malmedy und Monschau verwendet. Seit 1953 gehört er zur Firmengruppe Bodarwe. Die Jahresproduktion liegt heute bei 350.000 t. Sie dient hauptsächlich für Straßenarbeiten und die Herstellung von Asphalt, gebrauchsfertigem Beton, Bruchsteinen für Gebäude und Fertigteilen aus Beton.

Schon 1937 begann Jean Bodarwé mit Straßenbauarbeiten. Heute umfasst die Bodarwé-Gruppe 8 Unternehmen. Das 100%ige Familienunternehmen beschäftigt 220 Personen und erzielt einen Gesamtumsatz von etwa 50 Mio. Euro.

Die 1964 gegründete Boreta S.A. stellt Asphaltmischgut her, das in erster Linie für den Straßenbau verwendet wird. 2019 entschloss das Unternehmen sich, in eine neue Asphaltmischanlage zu investieren.

Die erste aus dem neuen Benninghoven Werk

Für den Hersteller Benninghoven ist die neue TBA 4000 eine ganz besondere Anlage: Sie ist die erste Asphaltmischanlage aus dem neuen Werk in Wittlich. Das neue Headquarter liegt unweit der Mosel auf deutscher Seite, in der Nachbarschaft des Anlagenstandorts, und verkörpert die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Wirtgen Group. Sie ermöglicht höchste Qualitäts- und Fertigungsstandards sowie eine hochvernetzte Produktion, die eine große Varianz und Optionsvielfalt zur Folge hat.

„Wenn wir neue Anlagen ausliefern und in so stolze Gesichter blicken dürfen, freut uns das sehr“, berichtet Jean-Luc Didier, Leiter Vertrieb bei Benninghoven. „Seit wir unser neues Werk bezogen haben, können wir das noch besser nachvollziehen. Denn auch wir sind auf den Standort mächtig stolz.“ Zudem ist das neue Werk mit zahlreichen fortschrittlichen Technologien ausgestattet. Eines der vielen Highlights ist die moderne Oberflächentechnik mit lösungsmittelfreier Pulverbeschichtung. Was sich sperrig anhört, dient der Langlebigkeit der Anlage: Die Oberflächen sind dadurch kratz- und schlagfest, der Korrosionsschutz dauerhaft.

Erstklassige Asphalte für Belgien und die Region

„Wir haben uns bewusst für die erste Anlage aus dem neuen Werk entschieden. Ganz einfach, weil uns die Vorteile überzeugt haben. Mit unserer TBA 4000 haben wir langfristig Großes vor“, so Michel Bodarwé.

Dem steht nichts im Wege: Sein Bauunternehmen kann mit der Anlage große Mengen von bis zu 320 t/h herstellen und ausliefern – dank vieler optionaler Technologien in großer Varianz. Für ausreichend Puffer im Alltag sorgt dabei ein Mischgutverladesilo mit einem Volumen von 341 t.

Die Anlage erfüllt weltweit strengste Emissionsvorgaben. Dank einer Multivariablen-Zugabe und einer Paralleltrommel kann die Anlage von Bodarwé Recyclingquoten von bis zu 70 % realisieren. Bei der Multivariable-Zugabe kann bis zu 40 % Asphaltgranulat kalt direkt in den Mischer hinzufügt werden. Und wenn sich gesetzlich geforderte Zugabequoten erhöhen sollten, bleibt die TBA 4000 in Baugnez dank ihrer Paralleltrommel im Geschäft.

Die Anlage ist zudem mit einem Schaumbitumen-Modul ausgestattet. Der Einsatz dieses Bindemittels wird in Belgien staatlich gefördert. Mit dieser innovativen Technologie kann die Herstellung von Niedrigtemperaturasphalten bei einer um rund 40 °C abgesenkten Temperatur erfolgen. Dadurch sinkt der Energieverbrauch bei der Asphaltproduktion um ca. 9 kWh/t. Dies entspricht 0,9 l Heizöl pro Tonne Fertigasphalt. Zudem wird der CO2-Ausstoß und Emissionen verringert. „Wir haben das Schaumbitumen-Modul zwar noch nicht in Betrieb genommen, aber es ist genau diese Flexibilität, weshalb wir uns dafür entschieden haben. Die Technologie wird in der Zukunft eine wichtige Rolle für uns spielen, das steht außer Frage“, erläutert Geschäftsführer Michel Bodarwé.

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Foto: Benninghoven Die Anlage ist bestens für das Recycling ausgestattet: mit einer multivariablen Kaltzugabe, einer Paralleltrommel und einer Schaumbitumen-Einheit

Gelebte Partnerschaft der Wirtgen Group

Neben technischen Eigenschaften und Vorteilen ist für Betreiber natürlich genauso entscheidend, wie gut der Service funktioniert. „Hier haben wir mit der Wirtgen Group und dem Benninghoven Customer Support einen Partner zur Seite, der uns zuverlässig zur Seite steht – von der großen Winterwartung über die Versorgung mit Ersatzteilen bis zu verfahrenstechnischen Fragen im Alltag. Wenn wir die Jungs brauchen, sind sie da“, konstatiert Geschäftsführer Michel Bordawés.

„Wir werden mit unserer neuen TBA direkt durchstarten. Es stehen zahlreiche Aufträge an und wir freuen uns sehr, sie mit der neuen Anlage zu bedienen“, ergänzt Michel Bodarwé Bodarwé. „Denn sie kann nicht nur große Mengen herstellen, wir versprechen uns auch einen Qualitätsschub.“ Die hergestellten Asphaltmischgüter werden zukünftig teilweise verkauft, teilweise selbst weiterverarbeitet. Denn Bodarwé verfügt auch über eine Straßenbauabteilung, die mit einer Flotte an Baumaschinen aus der Wirtgen Group agiert. So verarbeiten die Einbauteams das Asphaltmischgut mit Fertigern von Vögele und Walzen von Hamm.

Foto: Liebherr

Liebherr

Radlader für die Asphaltmischanlage

Die Guggenberger GmbH mit Sitz im Landkreis Regensburg übernahm kürzlich zwei Liebherr-Radlader L 566 XPower vom Liebherr-Vertriebspartner Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH.

Foto: Foto: Ammann

Archiv

Aktualisierung eines Steuersystems an einer Asphaltmischanlage

Socogetra S.A. ist eines der führenden belgischen Unternehmen im Tief- und Strassenbau. Einige der Asphaltmischanlagen im Maschinenpark von Socogetra haben zwar noch eine lange Lebensdauer vor sich, aber ihre Steuerungen – das Herzstück jeder Anlage – waren überaltert.

Foto: Ammann

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Silonachrüstung macht Asphaltmischanlage effizienter

Die Meier Bau AG im bayerischen Rotthalmünster produziert viele kleine Chargen Asphalt. Um sie effizienter betreiben zu können, wandte sich das Unternehmen für ein Retrofit an Ammann.

Die Valuetec-Anlagen können je nach den Bedürfnissen und Wünschen des Unternehmers von sehr einfach bis weit fortgeschritten sein
Foto: Ammann Group/Dholakia Studio

bauma

Neue effiziente Reihe von Asphaltmischanlagen von Ammann

125 Jahre Unternehmensgeschichte feiert das Schweizer Unternehmen in diesem Jahr. Seine Kompetenz im Bau von Asphaltmischanlagen wird der Hersteller in München mit einer breiten Palette unterstreichen.

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