Foto: Baschi Bender

Kieswerk

Gute Mischung am See

In Niederrimsingen hat P&S-Beton sein modernes Transportbetonwerk in Betrieb genommen.

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In Zeiten der Corona-Pandemie haben positive Nachrichten aus der Wirtschaft Seltenheitswert. Nicht so, wenn es um Niederrimsingen geht. Hier haben die Unternehmer Thomas Peter und Ludger Strohmaier sich zu P&S-Beton zusammengeschlossen und ihr neues Transportbetonwerk in Betrieb genommen. Das Großprojekt ist gleichzeitig ein mutiges Statement mit Blick in die Zukunft. Denn von hier aus lassen sich künftige Bauprojekte im Breisgau – insbesondere in Freiburg und Umgebung – dank kurzer Wege optimal mit Betonen aller Anforderungsklassen versorgen.

Ein Herz aus moderner Technik

Es ist eine Industrieanlage in diskreter Elfenbeinfarbe, die sich jetzt in unmittelbarer Nähe des Niederrimsinger Baggersees neben den Einrichtungen des KIWI-Mitgliedsunternehmens Hermann Peter KG erhebt. Unter dem unscheinbaren Trapezblechkleid des Mischturms jedoch schlägt ein Herz aus modernster Technik. Denn dieses Transportbetonwerk lässt sich vollautomatisch steuern und verfügt über die neusten Maschinen - allen voran die beiden Doppelwellen-Mischer von BHS Sonthofen. Bis zu 45 Fahrmischer sorgen seit Mitte August für steten Transport des empfindlichen Baustoffs zu den Baustellen - elfenbeinfarbene Beton-Taxis sozusagen.

Thomas Peter, Geschäftsführer der Hermann Peter KG und Vorsitzender der Initiative „KIWI - Kieswirtschaft im Dialog am Oberrhein“, ist sichtlich stolz auf das neue Werk: „Wir haben sicher nicht die günstigste Anlage in der Region – aber bestimmt eine der besten“, sagt er. Für ihn ist dieses Transportbetonwerk ein klarer und optimistischer Blick in die Zukunft, für das er gerne ein Joint Venture mit Ludger Strohmaier eingegangen ist, seinem Unternehmerkollegen von der „Karl Strohmaier GmbH - Kies- und Betonwerke“ aus dem nicht fernen Neuenburg-Grißheim. Beide denken natürlich an die Versorgung der Baustellen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Rheintalbahn, des neuen Freiburger Stadtteils Dietenbach sowie der A 5.

Entfernt erinnert das neue Werk mit seinen Silos und Doseuren an eine große Orgel. Wie hochtönende Pfeifen stehen fünf Rundsilos neben dem Mischturm und halten 600 t Zemente der verschiedensten Güte und Anforderungsklassen bereit. Ihnen gegenüber zahlreiche Doseure, in ihnen viele Tonnen Kies und Sand. Sie alle werden zusammenkomponiert vom Kommandostand aus, der deutlich übersichtlicher ist als ein Orgelmanual. An ihm steuert und orchestriert Anlagenführer Mario Nasca das Werk aus Kies, Sand, Zement, Zusatzmittel und Wasser. Die Produktion hier geschieht in einem flotten Allegro. Zwei Ladestraßen und zwei Mischer zu 3 beziehungsweise 2,5 m3 Volumen erlauben es, in nur acht Minuten 15 m3 Beton herzustellen. Und das an 365 Tagen im Jahr. Man ist dabei von den Außentemperaturen unabhängig. Im Winter sorgt in den Silos eine Gas-Heizung für die nötige Wärme, an heißen Tagen im Sommer werden die Zuschlagstoffe mit Wasser und Stickstoff gekühlt und so optimal temperiert. Das ganze Jahr über ist also eine gleichbleibende Qualität garantiert.

Thomas Peter freut sich insbesondere, dass der Bau und die Inbetriebnahme des neuen Transportbetonwerkes trotz des durch die Corona-Pandemie bedingt problematischen Umfeldes reibungslos gelungen ist: „Die Anlage ist in Einzelteilen angeliefert worden. Es war ein Puzzle mit über 10.000 Teilen! Ich habe mich wirklich gefragt, wie soll das nur klappen? Aber die Monteure haben es hervorragend geschafft!“ Jetzt steht in Niederrimsingen eines der modernsten Transportbetonwerke in Süddeutschland. Die großen Aufgaben können also kommen. (Joachim Marholdt) 

Foto: Joachim Mahrholdt

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Foto: Foto: Mahrholdt / KIWI

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