Lord Anthony Bamford vor einem neuen Elektrostapler. Er glaubt dennoch an die Zukunft des Diesels.
Foto: Volker Müller

JCB stellt zahlreiche Neuheiten vor

Live-Link: Immer in Kontakt mit den Maschinen

Anfang Juni informierte JCB in der Mitte Englands über neue Maschinen, Elektroantriebe sowie Digitalisierungs- und Telematikprozesse für Baumaschinen.

Inhaltsverzeichnis

Zunächst wurde die Live-Link-Telematik in Uttoxeter der internationalen Baufach-Presse präsentiert. Das System wurde bereits vor zwölf Jahren entwickelt. Inzwischen wird es in 250.000 Maschinen genutzt und deutlich in seinen Möglichkeiten ausgeweitet.

Online und per App

Via Online-Portal und App haben Maschinenbetreiber damit einen einfachen Zugriff auf die Maschinendaten. Obendrein werden die Daten auf einem Dashbord in den sogenannten Uptime Centers von JCB auf der ganzen Welt überwacht. Damit wird sichergestellt, dass die Baumaschinen wirtschaftlich und sicher arbeiten. Kommt es zu Problemen, kann sofort reagiert werden.

Das System besteht aus mehreren Bausteinen. Dazu gehören:

Live-Link Fleet soll die Rentabilität der Flotten verbessern, indem die Betreiber über Kraftstoffverbräuche, Störungen und Stillstandzeiten informiert werden. Es funktioniert auch mit Systemen anderer Baumaschinen-Hersteller. Erforderliche Wartungen können vorausschauend geplant und kritische Situationen an den Maschinen unmittelbar gelöst werden. Die internationale Markteinführung des Systems erfolgt im Laufe des Jahres.

Die Operator-App erleichtert die täglichen Überprüfungen und Inspektionen an der Maschine, die der Fahrer nunmehr anhand einer digitalen Checkliste durchführen kann. Zudem lassen sich Fotos und Kommentare hinzufügen, um bestimmte Situationen zu dokumentieren. Die Ergebnisse lassen sich speichern, Handbücher können integriert werden, und es gestattet die Kommunikation mit Live-Link Fleet.

Die Operator-App ist zunächst nur auf mobilen Apple-Geräten verfügbar. Eine Android-App soll in diesem Jahr folgen.

Live-Link Tag wurde für Geräte ohne eigene Stromquelle geschaffen. Via Bluetooth steht es in Verbindung zur Live-Link-Telematik-Hardware. So lassen sich die Gegenstände orten und werden im Webportal angezeigt.

Diesel-Motoren werden sauberer

Tim Burnhope riss kurz die neue Diesel-Motoren-Generation an, die nahezu null Emissionen verursacht. Allan Tolley, verantwortlich für die Dieselmotoren, vertiefte die Angaben. Er konstatierte, dass sein Unternehmen seit 2005 750.000 Aggregate produziert hat. Mit der jetzt realisierten Stage-V-Stufe ist man ganz nah an am Ziel, keinerlei Schadstoffe mehr zu emittieren. Tolley ist überzeugt, dass der Diesel eine Zukunft in der Industrie und in der Baubranche hat. Insbesondere vor dem Hintergrund des weltweit anziehenden Ausbaus der Infrastrukturen ist der Diesel unumgänglich.

Obwohl JCB nun auch zunehmend auf elektrische Antriebe setzt – ein Trend, der auf der bauma bei zahlreichen Herstellern zu sehen war – „wird der Diesel von JCB weiterentwickelt“, so auch das klare Statement von Lord Anthony Bamford, dem Patriarchen des Unternehmens.

Maschinen mit Elektroantrieb

E-Antriebe gibt es nun für Arbeitsbühnen, Teleskopstapler und für den Minibagger 19C – Etek. Er ist als Elektrobagger rund fünfmal leiser als eine vergleichbare Dieselmaschine. Die Akku-Ladung reicht nach Angaben von Burnhope für einen ganzen Arbeitstag.

Walzen für das Vermietgeschäft

Oliver Boenisch, weltweit als Geschäftsführer für die Verdichter zuständig, präsentierte zwei neue Tandemwalzen, die CT 160 (Bandagenbreite 800/1.000 mm) und die CT 260 (1.000/1.200 mm). Die Maschinen sind robust ausgelegt, verfügen über eine automatische Vibration und wurden in erster Linie für das Vermietgeschäft entwickelt.

Weitere Neuheiten sind ein 6-t-Hiviz-Dumper sowie zur Komplettierung der X-Baggerserie der 210 X. Vorgestellt wurden daneben die 13- bis 19-Tonner 131 X, 140 X und 150 X, die ihre Einsätze vor allem bei Erdarbeiten finden sollen.

Premiere hatte zudem der Hydraload, ein Telehandler, dessen Oberwagen um 360° gedreht werden kann. Seine Lifthöhe reicht bis 21 m.

Baggerlader für die Straßensanierung

JCB reklamiert für sich, den Baggerlader erfunden zu haben. So wurde selbstverständlich auch in dieser Maschinengattung eine Maschine präsentiert: Der 3CX Compact Highways-Master soll künftig den globalen Siegeszug als Allround-Maschine für die Straßensanierung antreten. Vor den weltweit in den nächsten Jahren kontinuierlich steigenden Investitionen in die Infrastruktur sicherlich eine Maschine, die den Nerv der internationalen Märkte triff.

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Lord Anthony Bamford präsentiert 3CX Compact

JCB hat der Fachpresse Anfang September am Unternehmenssitz im britischen Rocester eine Fülle von Neuheiten und Optimierungen der bestehenden Produktpalette präsentiert. Im Mittelpunkt standen die Tier 4 final-Technologie, der neue Baggerlader 3CX Compact, sowie Mini-Dumper, die JCB nun anbietet.

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JCB hebt ab

Wenn andere längst in Rente sind, gibt JCB erst richtig Gas: Das 70 Jahre alte Familienunternehmen möchte einen neuen Markt erobern und produziert nun auch Arbeitsbühnen. Dies verkündete ein Sprecher des Traditionsherstellers unlängst in der Firmenzentrale im mittelenglischen Rocester.

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Von der Werkstatt zum Weltkonzern

Der englische Baumaschinenhersteller JCB feiert in diesem Jahr sein 70jähriges Bestehen. Ein Rückblick auf die Firmengeschichte, besondere Ereignisse und Produkteinführungen.