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   So soll die neue Brücke einmal aussehen
Foto: DEGES
So soll die neue Brücke einmal aussehen

Brückenbau

Planfeststellungsbeschluss für Rader Hochbrücke erteilt

Die Planungen für den Neubau der Rader Hochbrücke bei Rendsburg haben die wichtigste Hürde genommen: der Planfeststellungsbeschluss liegt vor.

33 Monate brauchte die Deges, um die Planungen akribisch vorzubereiten. 12 Ordner umfassen die Planunterlagen; der Planfeststellungsbeschluss ist 264 Seiten lang.

Umfangreiche Planungen

In diesem Jahr soll die europaweite Ausschreibung des 380-Mio.-Projekts starten, im kommenden Jahr der Bau beginnen. Der Pkw- und Lkw-Verkehr auf der Brücke wird nach einer aktuellen Prognose von derzeit täglich rund 54.000 Fahrzeugen auf knapp 61.000 Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 steigen.

In dem fast 3 Jahre andauernden Verwaltungsverfahren hatten vor allem betroffene Bürgerinnen und Bürger, aber auch Gemeinden, Naturschutzvereinigungen, Behörden und Verbände die Gelegenheit, ihre Bedenken zu äußern. In der ersten Runde war es zu 225 Einwendungen gekommen, nach einer Planänderung noch zu 34 kritischen Stellungnahmen. Im Zuge dessen hatte der Bund sich gegenüber besonders betroffenen Gemeinden der Region zudem bereit erklärt, freiwillig einen lärmmindernden Asphaltbelag zu verwenden. Allein die Kosten für den Lärmschutz bei dem Projekt belaufen sich auf 17 Mio. Euro.

Die nun vom landeseigenen Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) erlassene Baugenehmigung regelt alle mit dem Abriss der alten und dem Bau der neuen Brücke zusammenhängenden Belange. Dabei wurden rechtliche Fragen rund um den Natur- und Wasserschutz ebenso sorgfältig beleuchtet und abgewogen wie Fragen des Lärmschutzes während der Bauphase und des anschließenden Betriebs der dann 6spurigen A-7-Autobahnbrücke.

Das weitere Vorgehen

In diesem Jahr werden an beiden Brückenköpfen bereits zahlreiche Vorarbeiten sichtbar. Dabei gehe es unter anderem um die Errichtung von Zufahrten für die Baufahrzeuge, erste Vorschüttungen sowie das Verlegen von Versorgungsleitungen. Parallel dazu läuft das europaweite Vergabeverfahren. Die Vergabe der neuen Brücke erfolgt im Rahmen eines über 6 Monate angelegten Verhandlungsverfahrens.

Ab Frühjahr 2023 bis Herbst 2026 soll zunächst 16 m östlich von der jetzigen Brücke ein erstes Teilbauwerk für die beiden neuen Richtungsfahrbahnen über den Nord-Ostsee-Kanal gebaut werden. Anschließend wird die alte Brücke gesprengt und abgerissen. Bis an deren Position die zweite Hälfte der Zwillingsbrücke gebaut ist, rollt der Verkehr knapp 4 Jahre lang in beiden Richtungen über die fertige erste Fahrbahn. Die neue Brücke hat eine Länge von 1,5 km, die gesamte A-7-Verbreiterung auf 6 Spuren zwischen Büdelsdorf und Schacht-Audorf umfasst 5,3 km.

Die Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft wird weiterhin mit einem engmaschigen Monitoring und laufenden Erhaltungsmaßnahmen für die Sicherheit und Verfügbarkeit der bestehenden Brücke sorgen.

Die kompletten Unterlage finden Sie hier.

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